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Ayurveda Experteninterviews - Die körperliche Konstitution Prakruti & Vikruti

27.01.2018

Wie geht es Ihnen heute? Sind Sie energiegeladen oder eher der gemütliche Typ? Was essen Sie gerne und wie fit fühlen Sie sich?

Dr. Serasinghe, Chefarzt im neuen Ayurvie Weligama Retreat auf Sri Lanka, erklärt Ihnen im heutigen Experteninterview mit unserer Ayurveda-Expertin Dr. Petra Holz, weshalb das Wissen um Ihre körperliche Konstitution „Prakruti“* so wichtig für den Erfolg einer Ayurveda-Kur ist.

Im untenstehenden Artikel finden Sie alle Informationen zum Nachlesen und weitere Erläuterungen. Viel Spaß beim Schauen!

 

Prakruti und Vikruti

„Prakruti“* kommt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie „natürlicher Zustand, Urprungs-Schöpfung“ (pra = original; kruti = Schöpfung). Es beschreibt also unsere natürliche Konstitution – die bestimmte Kombination der Doshas Vata, Pitta und Kapha, die seit unserer Geburt in uns vorherrscht. Das ist unsere Basis.

Jeder Mensch hat eine andere Zusammensetzung der Elemente Vata, Pitta und Kapha. Diese ist so einzigartig wie ein Fingerabdruck. Dabei dominiert meist ein Dosha bei einer Person, man spricht dann von einem bestimmten Dosha-Typ (z.B. Kapha-Typ). Es gibt natürlich auch Mischtypen (z.B. Vata-Pitta- oder Pitta-Kapha-Konstitution). Eine Vata-Pitta-Kapha-Konstitution, die sogenannte Sama-Dosha-Konstitution, besitzen nur wenige Menschen. Sie wurden mit einem großen natürlichen Gleichgewicht in Körper und Geist geboren.

Im Idealfall bleibt unsere natürliche Konstitution in ihrer jeweiligen Balance erhalten. Doch die ständige Wechselwirkung mit unserer Umwelt beeinflusst unsere Prakruti zu jeder Zeit. Ein gesunder Körper erhält ein dynamisches Gleichgewicht mit der Umwelt. Das bedeutet, er gleicht beispielsweise heißes Wetter gut im Körper aus (erhöhtes Pitta), sodass wir mit Hitze umgehen können, stabil bleiben und weniger krankheitsanfällig sind. Unser jeweiliger Zustand in diesem dynamischen Prozess wird als „Vikruti“* – also unsere momentane Konstitution – bezeichnet und bedeutet so viel wie „Veränderung, nach der Schöpfung“ (vi = nach; kruti = Schöpfung).

 

Das Ungleichgewicht der Doshas

Das Vikruti verändert sich laufend, je nachdem welchen Umwelteinflüssen wir unterliegen. Unsere momentane Konstitution sollte jedoch immer möglichst mit unserer natürlichen Konstitution übereinstimmen! Je mehr sich Prakruti und Vikruti voneinander unterscheiden, desto größer ist das Ungleichgewicht der Doshas, desto schwerer die Krankheit und mentale Überlastung, die dadurch hervorgerufen werden kann.

Genau dort setzt Ayurveda an: Um eine Person zu verstehen, bestimmen Ayurveda-Ärzte als erstes die natürliche körperliche Konstitution (Prakruti) und die momentane körperliche Konstitution (Vikruti). Auf Grundlage dieses Wissens können im weiteren Verlauf der Ayurveda-Kur die Behandlungsmethoden, Heilmittel und Ernährungsweise geplant werden.

 

 

Weitere Informationen zu den Doshas fnden Sie in unserem Blog-Beitrag "Doshas in den Jahreszeiten".

*mehrere geläufige Schreibweisen u.a. auch Prakriti bzw. Vikriti

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