30.07.2018Teilen

Be happy – be back in Sardegna – Reisebericht aus Sardinien

Meine erste Reise mit NEUE WEGE als Qi Gong-Lehrerin und eine Wiederkehr auf eine meiner Lieblingsinseln in Europa – welch ein Glück in meinem Herzen!

Angekommen am frühen Samstagnachmittag in Olbia, im Nordosten Sardiniens, einem kleinen feinen Flughafen – man möchte meinen, er ist sehr übersichtlich, doch es gibt so einiges an Geschäften und Cafés, so dass ich im geschäftigen Gewusel erst nach einer Weile meinen Transfer-Chauffeur finde – ins politische Gespräch vertieft. Zusammen mit der ersten TeilnehmerInnen werden wir im schönsten, edelsten Auto schlechthin durch die ursprüngliche und wilde sardische Landschaft in den Süden kutschiert – eine herrliche Fahrt direkt ins kleine Paradies des Hotel Galanìas.

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe mich sofort verliebt in diesen Platz: in die Menschen, die hier wirken und wie eine große Familie sind und auch alle Gäste in dieser Familie willkommen heißen, ein großes offenes Herz für jeden haben und ebenso in die Schönheiten an diesem Platz – in die vielen schönen Details, in blühende Oleanderhecken, leuchtende Farben, überall ist liebevoll gestaltet und dekoriert. Kein Wunsch bleibt unerfüllt und das wunderschön dekorierte Buffet ist auch für Vegetarier traumhaft – Fülle pur!

Qi Gong Lehrerin Stephanie Mara Sapper

Natürlich schaue ich mich erst einmal um. Der Qi Gong-Übungsplatz ist perfekt, wie eine große Jurte aus Holz mit Segeltuchwänden zum Öffnen, leicht und luftig und geschützt mit Blick hinaus auf Palmen, Blüten und bis zum Meer. In der Qi Gong-Praxis lenken wir den Blick defokussiert in die Ferne ohne direkt hin zu sehen „ein Blick hinaus an den Horizont, dort wo das Meer den Himmel berührt“ – ist hier also möglich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Noch vor dem Abendessen will ich das Meer besuchen und begrüßen und wandere an den langen, herrlichen und menschenleeren Strand mit einem für Sardinien typischen Turm, der auch diesem Ort hier den Namen gab „Torre di Bari“.

Das duftenden Pinienwäldchen eignet sich wunderbar auch für eine Qi Gong-Praxis am Morgen, wenn es noch windstill ist und alles noch morgendlich frisch – vielleicht sogar danach noch ein Sprung in die salzigen Fluten vor dem Frühstück. Mal sehen, ob meine Gruppe sich davon inspirieren lässt.

 

 

 

 

 

 

 

Ich freue mich auf intensives Qi Gong-Training – sechs Tage zweimal täglich zwei Einheiten ist einfach wunderbar und im Körper, im Geist und in der Seele auch spürbar mit nachhaltigen Wirkungen.
So habe ich als Lehrende auch viele Möglichkeiten unterschiedliche Aspekte des Qi Gong zu fokussieren, sie meinen Teilnehmenden nahezubringen, sie mit ihnen zusammen zu erleben und zu teilen – das Stille Qi Gong sowie das bewegte Qi Gong, als auch das 5-Elemente-Tai-Chi oder verschiedene Meditationen im Sitzen, Stehen oder Gehen.

Am Morgen praktizieren wir aktivierende Übungen – stärken den Qi-Fluss im Körper und gleichen ihn aus; wir klopfen und streichen den Körper aus oder streichen den sogenannten Qi-Mantel, der uns umgibt. Wir bringen die Wirbelsäule in Bewegung mit Übungen wie die „Teetasse tragen“ oder „2 Drachen schwimmen im Meer“. Mit der Schüttelübung „Rückkehr des Frühlings“ können wir diesen auch wieder in uns spüren, besonders wenn die Qi-Energie fließt und daraus in der folgenden Übung die „Atemblume“ in uns wieder wachsen kann. Wenn Körper, Geist und Seele wieder eine Einheit werden und wir unsere Einzigartigkeit fühlen können.

Die Morgeneinheit im Pinienwald am Strand im Morgenlicht der strahlenden Sonne erfüllt uns mit Glück.
In der Sequenz des 5-Elemente-Tai-Chi sind wir dann vollkommen verbunden und werden zu einem Teil vom Großen Ganzen. Wir sind verbunden mit den 5 Elementen Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall; mit den Jahreszeiten, Tageszeiten, Lebensphasen, den Qualitäten von Emotionen und geistiger Haltung und begegnen für diesen Moment dem Leben als Ganzes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An den Nachmittagen folgt eine traditionelle Reihe die sogenannten 18-fache Reihe des Tai Chi-Qi Gong, die wir jeden Tag ein wenig mehr lernen, vertiefen und die Wirkungen genießen: die Beweglichkeit und Leichtigkeit im Körper spüren, das Herz öffnen für uns selbst und es hinauszusenden in das eigene Leben. Das Licht und die Farben aufnehmen und sie wie eine neue Kraft und Energie im Körper wahrnehmen.

Unsere Übungen stärken auch unseren Geist, lassen ihn frei werden, wenn wir mit den Übungen die „Gedankenaffen vertreiben“, die „Sorgen hinter uns lassen“ und mit klarem sanften Blick nach vorne sehen.

Drei weitere wundervolle Highlights erwarten uns noch in dieser Woche neben den täglichen kulinarischen Köstlichkeiten am Abend.
Der sardische Abend, der herrliche Bootsausflug zu türkisblauen karibischen Fluten in den verschiedenen Buchten und die spektakuläre Grotte „del Fico“.

Die spektakuläre Grotta del Fico ist 100 m hoch, wurde von italienischen Fischern des Festlandes entdeckt, von Mönchen wieder entdeckt und ist die Wohnstatt von Mönchsrobben. Diese fanden hier nach Ende der Eiszeit kühleres Wasser durch die Frischwasserzufuhr aus den Tiefen der Grotte – heute lebt nur noch ein Replik dort und zeugt von dieser besonderen Vergangenheit, die erst vor kurzem endete, weil die Mönchsrobben nicht mehr genügend Fisch fanden und auch gejagt wurden – wie schade.

 

 

 

 

 

 

 

Der Sardische Abend – ein wundervolles Highlight. Die Kostüme die Musik, der Tanz, und die Liebe der Sarden für ihre Kultur berühren mich tief. Ganz besonders und in dieser Form einzigartig ist der 4-stimmige Gesang der „Tenores“: einer singt die Poesie des Liedes, die anderen drei in den verschiedenen Stimmlagen den Ton. Es geht unter die Haut und ins Herz wie Meditationsmusik. Ebenso spielt der Flötenspieler -stimmig auf drei unterschiedlich langen Bambusrohren – sehr besonders und beeindruckend.

 

 

 

 

 

 

 

Wir haben Glück, denn genau in dieser Woche gibt es den riesigen Vollmond wie ein Lampion am Himmel – eine direkte Einladung nach dem Essen zu einem Spaziergang hinunter zum Meer – auf der Silberstraße des Mondes zu träumen oder in ein Bad des Lichtes zu tauchen, das jede Zelle mit Yin-Energie füllt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier ist der Platz wie geschaffen dafür eine Auszeit mit Freiraum, Schönheit, liebevoller Fürsorge, Lachen, Musik, Tanz, Rückzug, Stille, Weite, Erfüllung der Wünsche, Zeit, Raum und Genuss zu nehmen. Umgeben von allen Elementen Licht, Wasser, Erde und Luft – Energie und Liebe.
So viele Glücksmomente, die das Herz füllen!

Von Herzen danke ich für diese Zeit und freue mich auf ein Wiedersehen.

Stephanie Sapper

Dieser Beitrag wurde geschrieben von:

NEUE WEGE Qi Gong-Lehrerin Stephanie Sapper