Berber - ein Nomadenvolk der Wüste Marokkos - Neue Wege Blog
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Berber - ein Nomadenvolk der Wüste Marokkos

05.04.2017
Beduinen in der Marokkanischen Wüste

Draußen im Freien sitzt eine Gruppe von Männern auf ausgerollten Bastmatten im Schatten der Palmen. Sie trinken zusammen Tee und reden über Themen, wie Ernte, Kinder und Tiere. Vor einer Eingangstür zu einem Lehmhaus spielen Kinder. Im Inneren laufen die Hochzeitsvorbereitungen auf Hochtouren. Ein junges Paar im Dorf heiratet und alle Familien der Gemeinschaft sind eingeladen. Hochzeitsvorbereitungen sind Frauensache bei den Berbern. Manche von Ihnen stehen am offenen Holzfeuer und rühren in großen Suppentöpfen andere bauen Türme von Geschirr auf für das anschließende Essen. Hände und Füße der Frauen sind mit Henna bemalt und man tauscht sich über die Neuigkeiten im Dorf aus. Vier Tage lang wird dieses besondere Ereignis mit Musik und Tanz gefeiert.

Das Volk der Berber lebt in der Wüste meist an wasserspendenden Oasen. Die ursprünglichen Nomaden sind mittlerweile sesshaft geworden. Ab und an werden dennoch die Taschen gepackt und auf Kamele gesattelt. Sobald die Schlafmatratzen über den Rücken der Tiere gelegt und zwei Satteltaschen mit Proviant und Gepäck an die Seiten geschnallt sind kann es losgeht. Schwankend erhebt sich das Wüstenschiff und stapft durch den Wüstensand.
Die Karawane zieht entlang der großen und kleinen Sanddünen und hinterlässt eine Linie von Fußspuren. Abends werden dann die Zelte ausgepackt und die Gruppe versammelt sich um das wärmende Lagerfeuer. Auch mit einfachen Kochuntensilien können die Nomaden leckere Gerichte zaubern. Ein typisches Fladenbrot wird traditionellerweise im heißen Sand des Feuers gebacken. Nachdem der Sand entfernt wurde ist der Geschmack wunderbar! Dazu gibt es Tee von einem Teemeister. 3 Aufgüsse reicht er den Reisenden. Eine Tasse für die Freundschaft und eine Tasse für die Liebe. Die Bedeutung der dritten Tasse erfahren Sie dann in Ihrem Wüstencamp.

Am Fuße der großen Sanddüne von Erg Chebbi liegt das Dorf Merzouga. Die traditionelle Lehmbauweise der Häuser zieht sich durch das gesamte Erscheinungsbild des weitläufigen Ortes. Der Vater unseres Reiseleiters Barak Oussidi ist einer der fünf Begründer von Merzouga. Gemeinsam mit weiteren vier Familien, ließ er sich mit seiner Familie am Rande der Sahara nieder und begründeten die Oase Merzouga. Nach alter Tradition erstellten sie aufwendig und von Hand eine Bewässerungsanlage, die das Wasser unter den Dünen durch in den „Garten“ führt. Bis heute ist diese Wasserversorgung die Grundlage des Lebens in Merzouga, wo die Großfamilie Oussidi ihre Heimat hat.

Um seinem Heimatdorf etwas zurückzugeben hat Barak Oussidi dort ein Kinderhilfsprojekt gegründet, das den Kindern eine schulische Ausbildung ermöglicht. Sie soll den Kindern auf spielerische Art und Weise Fremdsprachen, kulturelle Vielfalt, Eigenverantwortung und soziale Kompetenz vermitteln. Mit Ihrer Reise unterstützen Sie das Projekt und verbringen zudem einen ganzen Tag bei der Familie von Barak Oussidi. Dort werden Sie Teil der Lebensweise eines Nomadenvolkes der Wüste.

Beduinen in der Marokkanischen Wüste
Berber auf der Düne in Merzouga
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