04.05.2017Teilen

Im Interview mit Luna-Yogalehrerin Britta Sattig

Auf einer Yoga-Reise hat Britta Sattig zum ersten Mal Luna-Yoga ausprobiert und ist seitdem fasziniert von der Wirkung dieses Yogastils. Was sie auf ihrem Yoga-Weg noch alles erlebt hat und welche Yogalehrer sie berührt haben, erzählt Britta in einem Interview mit NEUE WEGE.

Liebe Britta,
wie bist Du ursprünglich zu Yoga gekommen?

In einer Lebenskrise war ich auf der Suche nach etwas Unterstützendem, das mich wieder in Balance bringen und mir meinen inneren Frieden zurückgeben könnte. Da las ich von Luna-Yoga und recherchierte, wo ich das kennen lernen könnte. Ich stieß auf eine Urlaubswoche auf Korfu, die NEUE WEGE anbot und meldete mich kurzentschlossen dazu an. 

Wie kam es dazu, dass du dich entschieden hast, Yogalehrerin zu werden?

Luna-Yoga hat mich tief erreicht und mir ganz neue Erfahrungen geschenkt: Das So-Sein-Dürfen wie ich bin (ohne Leistungsdruck), die Entschleunigung und das Zu-Mir–Selbst-Kommen waren die reinsten Offenbarungen für mich. Nach dieser Woche war ich wie verwandelt, tief berührt und bin voller Zuversicht nach Hause gefahren.
Der Wunsch, diesen Yoga tiefer kennen zu lernen und es später auch weitergeben zu können, war spontan geboren. Ich wünschte mir, andere dabei unterstützen zu dürfen, dass sie auch so wunderbare Erfahrungen machen können, wie sie mir zuteil wurden. Und das auch auf Reisen in Yoga-Urlaubswochen wie dieser.

Welchen Yoga-Stil dürfen die Teilnehmer in deinem Unterricht von dir erwarten und was ist das Besondere an dieser Übungsweise?

Luna-Yogalehrerin Britta Sattig

Schwerpunktmäßig unterrichte ich Luna-Yoga. Zwar habe ich viele Yogastile ausprobiert, bin jedoch immer wieder zum Luna-Yoga zurückgekommen, da es mir mit seiner freigeistigen, individuellen Prägung am meisten entspricht. Jede/r übt so, wie es ihr bzw. ihm gerade heute gut tut. Die Übung passt sich dem Menschen an, nicht umgekehrt. Es geht darum wahrzunehmen, wie es mir heute geht, wo meine Grenzen sind, ob diese heute erweitert werden wollen oder nicht und dem Rechnung zu tragen. Wir fühlen uns nun mal nicht jeden Tag gleich – da geht es uns wie „la luna“, „der Mondin“: mal sind wir voll in unserer Kraft (Vollmond), mal wird sie schwächer (abnehmender Mond), mal fühlen wir uns kraftlos und ausgelaugt (Neumond), dann steigen die Kräfte wieder (zunehmender Mond). Dies gilt es wahrzunehmen und zu respektieren. Das üben wir auf der Yogamatte, um es dann in den Alltag zu integrieren. Denn wenn wir jeden Tag immer gleich agieren, ohne Rücksicht auf unser tatsächliches Befinden und unseren Energiepegel, wird dies früher oder später einen Tribut fordern und physische oder psychische Symptome nach sich ziehen.

Entscheidend ist also die innere Haltung, mit der wir üben und das Sich-Selbst-Spüren, nicht eine möglichst perfekte äußere Haltung.

Luna-Yoga stärkt das Empfindsame in uns, unsere weibliche Seite. Das tut auch ganz besonders Männern gut! Immer wieder bekomme ich von Männern, die sich auf diese Übungsweise einlassen, das Feedback, dass sie ganz besonders davon profitieren und sich wunderbar entspannt und genährt fühlen, da sie (endlich mal) allen Leistungsdruck ablegen können und dürfen.

Elemente aus diversen Weiterbildungen wie Heil-Yoga, Atemtherapie, Yin-Yoga, Lu Jong, Qi Gong, u.a. fließen auch in meinen Unterricht ein, machen ihn bunt und lebendig, abwechslungsreich und spannend – jede Stunde sieht anders aus – je nach Teilnehmern und deren Bedürfnissen und Wünschen.

Gibt es einen Yogalehrenden, der dich besonders inspiriert hat?

Im Besonderen war das auf jeden Fall Adelheid Ohlig, die Begründerin des Luna-Yoga. Aber auch meine Atemtherapielehrerin Margrith Schneider, meine Heil-Yogalehrerin Maria Dieste, meinen Meditationslehrer Lharampa Tenzin Kalden sowie zahlreiche weitere wunderbare Lehrerinnen und Lehrer – von Jeder/Jedem durfte ich wertvolle Impulse mitnehmen, die mich persönlich bereichert und weiter entwickeln haben lassen. Dafür danke ich ihnen von Herzen.

Du begleitest bereits seit 2010 Yoga-Reisen mit NEUE WEGE. Was ist für dich das Besondere daran, mit NEUE WEGE zu verreisen und gibt es einen Ort, der dir besonders gefallen hat?

Alle Ziele und Häuser, an denen ich bisher für NEUE WEGE tätig sein durfte, waren ausnahmslos wohl ausgesucht und boten einen passenden Rahmen für schöne Urlaubswochen mit intensiver Yogapraxis, feiner Kost und vielfältigen Freizeitmöglichkeiten. Ich kann gar nicht sagen, welcher Ort mir besonders gefallen hat, da jeder seine ganz besonderen Eigenheiten und Vorzüge hat – die Abwechslung machts, mal da, mal dort zu sein und immer wieder neue Orte zu entdecken.

Deine nächste Reise geht ins Hotel Galanìas nach Sardinien. Worauf freust du dich besonders und für wen ist diese Reise deiner Meinung nach geeignet?

Das Hotel Galanìas liegt wunderschön am Hang mit herrlichem Blick aufs Meer, bietet super leckeres Essen und in wenigen Minuten ist man an einem Traumstrand! Sardinien gilt ja als die Karibik Europas – wenn man diesen Strand und das türkisblau schillernde Meer sieht, weiß man warum.

Die Reise ist für alle (Frauen und Männer) geeignet, die sich eine entspannende Woche an einem ruhigen Wohlfühl-Ort wünschen, sich etwas Schönes gönnen und dem italienischen Dolce Vita frönen wollen.

Sollte bei einem Paar nur ein Partner am Yogakurs teilnehmen wollen, ist dies natürlich auch möglich.

Zu guter Letzt, hast du eine Yogaweisheit oder Übung, die du unseren Bloglesern mitgeben möchtest?

Alles kann – nichts muss – irgendwas geht immer :-) und: es darf leicht sein!

Dieser Beitrag wurde geschrieben von:

Britta Sattig