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Interview mit Reiseleiterin Corinna Gogel

28.07.2017

Vor einigen Tagen besuchte uns unsere Reiseleiterin der Reise Yoga & Active Thailand Corinna Gogel in unserem Büro in Rheinbach. Wir nutzten die Gelegenheit und wollten mehr über Corinna und die Reise wissen.

Liebe Corinna,
du lebst bereits seit einiger Zeit in Thailand. Was fasziniert dich an diesem Land besonders?

Was ich an Thailand mag ist dieses Freie und auch diese sozusagen „unkontrollierte“ Lebensweise.
Man kann mit seinem Schlafanzug im Supermarkt einkaufen gehen und es stört niemand. Wenn man in dritter Reihe parkt, um sich kurz etwas zu Essen zu holen, ist das für alle völlig ok. Im Grunde dreht sich alles ums Essen. :-)
Mir persönlich gibt es fast ein bisschen zu wenig Regeln. Im Gegensatz zu Deutschland, da gibt es meiner Meinung nach zu viele Regeln. Ich liebe immer diesen Spruch, den Buddha sagte: „Der Weg ist die Mitte“.

Wie kam es dazu, dass du nach Thailand ausgewandert bist?
Ich wollte schon immer einmal im Ausland leben. Und eigentlich bin ich ein „Winterflüchtling“. :-) Anfangs habe ich ein paar Mal in Thailand überwintert. Das war in der Zeit als meine Kinder noch klein waren. Die Thais waren immer so super kinderfreundlich und die Kinder konnten sich frei bewegen. Was ich vor allem an Thailand schätze ist die Sicherheit. Man kann nachts als Frau durch Bangkok laufen und ist sicher. Auch wenn man den Helm am Moped hängen lässt, diesen würde nie jemand wegnehmen. Auch die Türen muss man nicht abschließen. Ich schätze sehr, dass es so gut wie keine Kriminalität gibt!

Ich glaube das hängt stark mit dem ausgeprägten Buddhismus im Land zusammen. Der Karma-Gedanke ist im Leben der Thais verankert. Viele leben nach dem Gebot: „ich mache anderen nichts schlechtes also passiert mir auch nichts schlechtes.“
Im Buddhismus soll man ja 3 gute Taten am Tag vollbringen und wenn es nur Kleinigkeiten sind. Wenn man daran glaubt tut man nur Gutes.

Chiang Mai im Norden Thailands wurde zu deiner Heimat. Hast du einen Lieblingsort in der Stadt?
Ich liebe ja den Doi Suthep. Das ist ein Bergtempel und das Wahrzeichen Chiang Mais. Dort oben ist eine ganz tolle Energie. Immer, wenn man sich dort hinsetzt, ist es ein Ort der Ruhe und des Friedens. Und es ist einfach schön, dem Klingeln der Glöckchen im Wind lauschen… Doi Suthep mag ich einfach sehr gerne!

Etwas weiter nördlich von Chiang Mai liegt der Ort Pai. Dort gibt es immer einen wunderbaren Künstlermarkt, kleine nette Läden und süße Bars. Es ist einfach nett dort!

Gibt es Plätze oder Sehenswürdigkeiten, die du Besuchern von Chiang Mai besonders ans Herz legst?
Diese Frage ist etwas schwieriger zu beantworten. Ich lebe bereits so lange in Chiang Mai, dass alles zur Gewohnheit wurde.
Inzwischen kann man sagen, dass die meisten Touristen Chinesen sind. Daher sind viele der Angebote speziell auf diese Zielgruppe zugeschnitten, das heißt das Angebot auf den Märkten sowie das Essen wurden angepasst. Es hat sich im Laufe der Jahre sehr geändert.

Wenn man noch etwas Traditionelles und Ursprüngliches in Chiang Mai sehen möchte, dann würde ich China Town empfehlen. Das ist ein Stadtteil am Fluss in Chiang Mai.

Thailändisches Essen ist auch hier in Deutschland sehr beliebt. Hast du ein Lieblings-Thai-Gericht? Und wo kann man das am besten in Chiang Mai essen?
Mein Lieblingsgericht ist Pad Krapao Gung. Das sind Schrimps mit Basilikum und Chili. Dazu wird Reis serviert. Das schmeckt richtig lecker! Pad Krapao gibt es nicht nur mit Schrimps, es gibt es beispielsweise auch mit Hühnchen oder Schwein.
Mein Geheimtipp ist das Restaurant Coco in Chiang Mai. Dort bin ich inzwischen schon Stammkundin ;-)

Auch am Fluss gibt es sehr schöne Restaurants, beispielsweise das „Good View“. Das hat ein sehr schönes Ambiente.

Du setzt dich besonders für das Wohl der Straßen- und Tempel-Hunde ein. Wie kam es dazu, dass du im Laufe der Jahre ein eigenes Tierheim aufgebaut hast?
In Thailand gibt es so viel Leid, so viele kranke Hunde, die man auf der Straße oder im Tempel sieht. Und wenn man diese Hunde dann gesund pflegt, steht die große Frage im Raum: Wohin mit den Hunden? Manche Hunde mit chronischen Leiden können nicht zurück auf die Straße. Auch kommen Anrufe an uns, dass wir die Hunde abholen sollen, da sie sonst vergiftet werden. Besonders in den neuen gepflegten Wohnanlagen darf es überhaupt keine Straßenhunde mehr geben.

Und da wir nach einiger Zeit einfach nicht mehr wussten, wohin wir die Hunde nach deren Genesung bringen sollten, haben wir unser eigenes Tierheim aufgebaut. Eine Zeit lang hatten wir sogar bis zu 65 Hunde aufgenommen. Inzwischen sind es ungefähr 25 Stück. Einige Hunde konnten wir nach Europa vermitteln. Das freut uns sehr, da es in Thailand sehr schwierig ist, die Hunde zu vermitteln.

Du begleitest unsere Yoga & Active Reisen nach Thailand. Auf welchen Ort freust du dich immer besonders, um ihn den NEUE WEGE Gästen zu zeigen? Oder bei welcher der sportlichen Aktivitäten habt ihr am meisten Spaß?
Also meine Lieblingsinsel ist definitiv Koh Lanta! :-) Das interessante an Koh Lanta ist, es hat sich seit knapp 30 Jahren fast nichts verändert. Es ist so nett dort mit dem Roller auf der Insel herum zu fahren, es gibt so viele schöne Buchten zum Baden und einige nette kleine Kneipen. Auch ist immer irgendein Festival auf Koh Lanta. Das kann beispielsweise ein Livemusik-Festival, ein Bodypainting-Festival oder ein Hippie-Festival sein.

Wenn ich mit der Gruppe unterwegs bin, finde ich es wunderbar, mit dem Rad das Land zu erkunden. Man entdeckt immer wieder etwas, was man vorher nicht gesehen hat.

Im Herbst wird die Yoga & Active auch einen Abstecher nach Bangkok machen. Inwiefern wird es in der Metropolo „aktiv“? Ist man auch mit dem Fahrrad unterwegs, in so einer großen, quirrligen Stadt?
In Bangkok Fahrrad zu fahren ist echt klasse. Man fährt einen halben Tag an den Khlongs entlang. Das sind die Kanäle, die den Thais normalerweise als Transportwege dienen. Mit dem Fahrrad fährt man hier auf ganz schmalen Streifen an den Wasserstraßen entlang. Das sind Gebiete, in die man sonst nicht kommen würde als Tourist. Bevor der Spaß losgeht kommen erst einmal alle Fahrräder auf ein Longtail-Boot und alle Teilnehmer auf ein Longtail-Boot und wir fahren gemeinsam auf die „grüne“ Seite von Bangkok. Auf dieser Seite ist immer relativ wenig Verkehr. Dann fahren wir zusammen auf kleinen Nebenstraßen durch die Stadtteile Bangkoks.

Eine andere Tour führt uns über die berühmte Bhumibol-Brücke und am Hafen entlang. Dort ist es zwar etwas befahrener, aber die Autofahrer nehmen sehr viel Rücksicht, wenn sie eine Fahrradgruppe sehen.

Was ist deiner Meinung nach das Besondere an der Yoga & Active Reise und für wen ist diese Reise gut geeignet?
Am besten geeignet ist diese Reise für Asieneinsteiger. Sie zeigt sehr viele Facetten von Thailand und gibt den Menschen die Sicherheit, nicht alleine in einem Land unterwegs zu sein. Für unsere Aktivitäten, wie Radfahren oder Trekking, braucht man keine besonderen Voraussetzungen. Das schafft jeder! :-)

Ich habe schon einige Reisen begleitet und die Leute schätzen es, dass sie unterschiedliche Sachen sehen und erleben, aber alles organisiert ist.

Vielen Dank für dieses amüsante und doch aufschlussreiche Interview!

Dieser Reisebericht wurde geschrieben von: Corinna Gogel
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