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Interview mit Yogalehrerin Barbara Franz

07.11.2016
Yogalehrerin Barbara Franz

Barbara Franz ist Yogalehrerin und gleichzeitig Lanzarote-Liebhaberin. Sie begleitet im nächsten Jahr ihre erste Reise von NEUE WEGE. Wir wollten in einem Interview von ihr wissen, warum sie Yogalehrerin geworden ist, was ihre Reise besonders macht und für wen diese geeignet ist.

Liebe Barbara,
seit wann übst du Yoga und wie bist du zum Yoga gekommen?
Ich habe 2001 mit meiner regelmäßigen Yogapraxis begonnen und übe seit nunmehr 16 Jahren Yoga. Damals hatte ich eine schwere Zeit hinter mir aufgrund einer langwierigen Krankheit meiner Tochter. Während dieser Zeit hat sich in mir sehr viel verändert, Prioritäten haben sich verschoben und ich spürte, dass auch eine Veränderung im Umgang mit mir selbst anstehen würde. Ich war auf der Suche nach Ausgleich und Entspannung, wollte wieder mehr Zeit mit mir verbringen und mir Zeit für Regeneration schenken. Zielsicher habe ich mir damals einen Yogakurs bei der Vhs ausgesucht und hatte das Glück, genau den Yogastil zu finden, der mir liegt. Und so bin ich diesen Weg weitergegangen.

Ursprünglich hast du Landschaftsarchitektur studiert. Wie kam es dazu, dass du dich entschieden hast, Yogalehrerin zu werden?
Mit meiner eigenen Yogapraxis bin ich nach ein paar Jahren an einen Punkt gelangt, wo ich mehr wissen wollte über Yogaphilosophie und Vedanta. Deshalb habe ich mich entschlossen, die Yogalehererausbildung zu machen, einfach nur für mich, um mein Wissen zu erweitern. Während der Ausbildung habe ich dann schon festgestellt, dass mir das Unterrichten sehr viel Spaß macht und dass ich das Wissen, das mich auf einen so wunderbar einfachen Weg gebracht hat, auch gerne an andere weitergeben möchte. So habe ich mit Abschluss der Ausbildung sofort angefangen, nebenbei zu unterrichten und zwei Berufe, die ich liebe, parallel auszuüben. Die Landschaftsarchitektur begleitet mich nach wie vor, aber mit der Gründung der Yogaschule Passau und mit der Organisation des Yogafestivals Passau nimmt die Yogaarbeit immer mehr Raum ein.

Wir durften bereits eine Stunde lang mit dir Yoga praktizieren. Wir würdest du deinen Yoga-Stil beschreiben?
Was ich praktiziere und weitergebe ist „Meditation in der Bewegung - Einklang von Bewegung, Atmung und Geistbewegung“
Ich unterrichte Vini-Yoga in der Tradition von Shri. T. Krishnamacharya. Das ist ein ganzheitliches Konzept aus Körperübungen (Asanas), Atemübungen (Pranayama) und Meditation. Dabei wird in fließenden, achtsamen Bewegungen geübt, die vom Atemrhythmus des Übenden selbst geführt werden. Die Bewegungen stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Atmung und der Fokus des Übenden liegt auf der Wahrnehmung seiner Körperempfindungen und seines Atemflusses. Fließende Übungssequenzen durch das Aneinanderreihen mehrerer Asanas stehen im Wechsel mit ruhigem, bewegungslosem Nachspüren. In der Bewegung wird die Wachheit des Körpers und des Geistes gefördert, die Nachspürphasen beruhigen Körper und Geist. Mit dieser Art Yoga zu üben wird auf die Bedürfnisse und das Vermögen jedes einzelnen eingegangen. Jeder übt in seinem Rhythmus und wird „dort abgeholt“ wo er gerade steht.

Hast du einen Yogalehrenden, der dich besonders inspiriert hat?
Grundsätzlich haben mich alle meine Lehrer, die mich seit 16 Jahren begleiten, auf unterschiedliche Weise inspiriert, und ich habe auch immer zur richtigen Zeit die Lehrer gefunden, die mich wieder einen Schritt weitergebracht haben. Nachhaltig inspiriert und beeinflusst haben mich sicherlich, Eberhard Bärr und D.V. Sridhar, deren Seminare ich regelmäßig immer wieder besuche. Eberhard Bärr hat mir die Vedantalehren sehr eindrücklich nahe gebracht und mein heutiges Verständnis der Yogaphilosophie in besonderem Maße geprägt. D.V. Sridhar hat mich durch seine Art zu unterrichten ganz besonders inspiriert.

Du hast auch Erfahrung im Ayurveda. Kombinierst du dein Wissen über Ayurveda mit deinem Yogaunterricht?
Ayurveda und Yoga ist ein ganzheitliches System, das Wissen vom Leben und von der Gesundheit des Menschen. Beides greift eng ineinander, bedingt und unterstützt sich gegenseitig. Meine Erfahrungen mit der ayurvedischen Energiepunktmassage lasse ich unmittelbar in meinen Yogaunterricht einfließen, da diese Energiepunkte auch durch Yogaübungen aktiviert und gestärkt werden können. Je nach Thema, das ich in meinem Unterricht verfolge, wähle ich oft bestimmt Übungen, die dann die entsprechende Energie in Fluss bringen. Auch im therapeutischen Einzelunterricht sind meine Ayurvedakenntnisse für mich sehr hilfreich. Nach dem ayurvedischen Medizinsystem lassen sich zu verschiedenen Krankheitsbildern oft unmittelbar bestimmte Yogaübungen zuordnen, die den Heilungsprozess unterstützen und mit einer zusätzlichen Energiepunktmassage lassen sich Blockaden oft schnell lösen.

Nächstes Jahr geht deine erste Reise mit NEUE WEGE nach Lanzarote. Wem empfiehlst du diese Reise besonders?
Ich möchte Deine Frage mit einer kurzen Beschreibung, so wie ich die Insel kennengelernt habe, beantworten. Ich durfte ja bereits dieses Jahr eine Woche in der zauberhaften Villa Amatista verbringen, die sich mir als ein spiritueller Ort der Ruhe, des Rückzugs und der Heiterkeit präsentierte. Deshalb freue ich mich ganz besonders auf diese Reise.

Lanzarote ist eine feurige, kraftvolle Vulkaninsel, deren besondere Schönheit in ihrer kargen, steinigen Lavalandschaft begründet ist, die vordergründig schwarz anmutet, sich aber bei näherem Hinschauen in einer leuchtenden Buntheit zeigt. Lanzarote ist eine Insel der Gegensätze, der Polaritäten, schwarz und weiß, Yin und Yang. Der Künstler Cesar Manrique hat diese Polaritäten in seinem Schaffen stets herausgearbeitet.

Empfehlen möchte ich die Reise allen Menschen, die inspiriert von dieser Landschaft Kraft tanken möchten, die Polaritäten im Außen und in sich selbst erfahren möchten, in der stillen Heiterkeit der Villa Amatista Ruhe und Entspannung genießen wollen und die Lust haben, sich mit Yoga auf eine Reise zu sich selbst zu begeben. Die Reise ist geeignet für Menschen mit und ohne Yogaerfahrung. Ich werde einfache Yogasequenzen anbieten, die Anfängern den Einstieg leicht machen und für erfahrene Übende die Möglichkeit bieten, Sich tiefer in die Praxis einzulassen. Ergänzt wird die Yogapraxis durch spezielle Übungen der Tiefenentspannung.

Hast du eine Übung, die du unseren Blog Lesern mitgeben willst und die sie gut in den Alltag integrieren können?
Wenn wir im Alltag all unseren Verpflichtungen nachgehen sind wir oft über längere Zeit sehr angespannt und bemerken diese Anspannung meist gar nicht mehr. Da macht es Sinn zwischendurch immer wieder mal ganz bewusst loszulassen. Eine sehr effektive Übung um loszulassen ist die Vorbeuge. Ausgehend von einem aufrechten Stand, locker in den Schultern, heben sie mit der Einatmung die Arme über vorne senkrecht nach oben. Anschließend beugen Sie sich während der Ausatmung aus der Hüfte heraus nach vorne, locker in den Knien und den Kopf ganz locker nach unten hängen lassen. Mit der Einatmung richten sie sich wieder auf mit nach oben gestreckten Armen und lassen ausatmend die Arme über vorne wieder nach unten sinken in die Ausgangsposition. Die Übung mehrmals wiederholen. Wenn sie Probleme im unteren Rücken haben, legen sie während der Vorbeuge die Arme auf den Rücken. Diese Übung lässt sich übrigens auch gut im Sitzen auf dem Bürostuhl ausüben.

Vielen Dank, Barbara, für das interessante Interview!

Yogalehrerin Barbara Franz
Yogalehrerin Barbara Franz
Yogalehrerin Barbara Franz führte das Team von NEUE WEGE in entspannende Yogaübungen am Morgen
Yogalehrerin Barbara Franz in der Yogaübung
Dieser Reisebericht wurde geschrieben von: Barbara Franz
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