15.12.2017Teilen

Interview mit Yogalehrerin Petrina V. Sauer - mit Yoga zu mehr Gelassenheit

Dürfen wir vorstellen - ganz neu bei NEUE WEGE dabei: Yogalehrerin, Faszien-Trainerin und Ayurveda-Massage-Therapeutin Petrina Virginia Sauer!
Als erfahrene Yogalehrerin wird Petrina unsere Gäste auf den NEUE WEGE Reisen begleiten. Ihre erste Reise mit Ayurveda geht nach Indien ins Bethsaida Hermitage. Dabei hat sie interessante Yogavarianten wie Faszien- und Männer-Yoga mit im Angebot. Was es damit auf sich hat und mehr über Petrina selbst, haben wir für Sie im Interview herausgefunden:
 

Liebe Petrina, Yoga ist bereits seit einigen Jahren fester Bestandteil in deinem Leben. Wie bist du ursprünglich zu Yoga gelangt und was fasziniert dich daran?
Das war 2003, als Folge eines Pferdetrittes konnte ich mein Bein nicht beugen und entsprechend nicht arbeiten. Meine Chefin nahm mich mit zu ihrem Yogalehrer, was soll ich sagen - nach einer Woche war ich wieder einsatzfähig.

Die erste Stunde war wie „nach Hause kommen“, nur schöner. Die Bewegungen waren mir nicht fremd und ich fand großen Gefallen an den Asanas. In den folgenden Kursen hatte ich unglaublich viel Spaß, Freude am Entdecken meines Körpers und lernte bis dahin nie verspürte Ruhe und wohltuende Konzentration kennen. Nach dem Unterricht fühlte ich mich immer leicht, beschwingt und unglaublich gelassen. Das ist bis heute so geblieben.

Du bist außer Yogalehrerin noch Faszien-Trainerin und Ayurveda-Massage-Therapeutin. Integrierst du dein Fachwissen über die anderen Bereiche in deinen Yogastunden?
Ja, ich bin ja nicht nur das Eine oder das Andere und schalte alles andere aus. Im Gegenteil, ich bin ein Sammelbecken meiner Erfahrungen und nutze natürlich das Wissen, was ich im Sinne meiner Schüler für anwendbar halte. Dogmatisch zu sein, entspricht mir nicht.

Ein Hauch traditionelles Kerala erleben Sie durch die Beobachtung der keralesischen Fischer, die mit ihren Netzen auf Fang gehen

Welchen Yoga-Stil unterrichtest du und wie würdest du diesen beschreiben?
Ich bezeichne meinen Unterricht generell als Vinyasa, mit unterschiedlichen Schwerpunkten, meist begleitet von Musik. Beim Elemente-Yoga lasse ich die Eigenschaften der Elemente spürbar werden. Im Faszien-Yoga arbeite ich mit langkettigen Dehnungen, Hüpfen, Schwingen und Federn. Wichtig ist mir vor allem, dass die SchülerInnen sich darauf einlassen können, sich wohlfühlen und dabei etwas für sich mitnehmen.

Du hast für dich selbst ein spannendes Projekt entdeckt: Yoga für Männer. Worin siehst du den Unterschied zum Yoga für Frauen und wie unterscheidet sich die Yogapraxis?
Nun, meiner Meinung nach profitieren gerade Männer von der Yogapraxis. Sie haben eine festere Physis, sind meist mehr ziel- und leistungsorientiert. Beim Yoga erfahren sie erstaunliche Benefits durch die ungewohnte Art körperlicher Bewegung und den Umgang mit der bewussten Atmung. Zuallererst ist die Ansprache eine andere, man könnte sagen: konkreter. Ich rede weniger, lasse mehr praktisch wiederholen. Die Asanas entsprechen dem Bewegungsradius der Männer, werden langsam erweitert. Mir ist wichtig, die Schüler vom Leistungsdenken weg- und zum Erfahren des Körpers hinzuführen.

Hast du einen Yogalehrenden, der dich besonders inspiriert hat?
John Ogilvie, Leiter des Byron Bay Yoga Centre. Er war mein erster Lehrer und traf mich „mitten ins Herz“ mit seinem humorvollen, achtsamen, sehr auf gute Ausrichtung der Asanas bedachten Unterricht. Als Schülerin hatte ich das Gefühl, mich gleichermaßen gefördert und gut aufgehoben zu fühlen. Was mich sehr beeinflusst hat, war Savasana den notwendigen Raum zu geben. Die Möglichkeit zu nutzen, in der Praxis Erlebtes, in Körper und Geist setzen zu lassen.

Deine erste Reise mit NEUE WEGE geht im Februar nach Indien ins Bethsaida Hermitage. Was verbindest du mit Indien und worauf freust du dich am meisten?
Indien ist für mich: Gegensätzlichkeit, Lebendigkeit und leuchtende Augen, ein Land, das polarisiert. Als Ayurvedapraktizierende freue ich mich darauf Kerala, die „Wiege des Ayurveda“, endlich persönlich kennenzulernen. Ich freue mich, wieder Teil einer Panchakarma zu sein und mit meinen Yogastunden den Ayurveda unterstützen und begleiten zu dürfen. Und natürlich freue ich mich unbändig auf Sonne, Meer, neue Eindrücke und darauf neue Persönlichkeiten zu treffen.

Zu guter Letzt, hast du eine Yogaübung oder Weisheit, die du unseren Blog Lesern mitgeben möchtest?
Nun, ich fände es vermessen Weisheiten auszugeben. Ich kann aus eigener Erfahrung nur sagen, dass man sich mit regelmäßiger Yogapraxis entwickeln, sich neu entdecken und zu größerer Gelassenheit finden kann. Mir bereitet dieser Weg ungemeine Freude.

Dieser Beitrag wurde geschrieben von:

Petrina Virginia Sauer