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Reisebericht Nepal: Kollegin Fanny Lapsien berichtet von ihrer spannenden Reise

17.11.2015
Community Trek Nepal

Ende September diesen Jahres ging es endlich los - meine erste Reise nach Nepal! Zusammen mit meinem Freund beschloss ich Anfang des Jahres, eine Trekkingtour in das mir noch unbekannte Land zu machen.

Nach einem langen, sehr angenehmen Flug mit Qatar Airways startet unsere Reise in Kathmandu. Ein Mitarbeiter unserer Partneragentur begrüßt uns am Flughafen mit einem herzlichen „Namaste“.


Die Fahrt durch Kathmandu ist schon ein kleines Abenteuer, der verrückte Verkehr hat mich sehr an meinen Aufenthalt in Indien vor drei Jahren erinnert. Es fahren Autos, Busse, Tuk Tuks und Fahrräder quer durcheinander. Inmitten des Chaos laufen Fußgänger und Kühe. Mir wird bewusst, dass das wichtigste Detail auf den Straßen eine Hupe ist.

Nach dem Einchecken in unserem Hotel Shambala, machen wir uns auf den Weg Kathmandu zu erkunden. Mit einem kleinen Nepali-Taxi geht es zu dem Hindutempel Pashupati, einem der wichtigsten Tempelstätten des Hinduismus. Dort bekommen wir eine detaillierte Führung von einem einheimischen Besucher. Anschließend folgt eine Segnung von einem Sadhu-Priester, während der wir einen roten Punkt auf die Stirn gemalt bekommen. Nach dem Besuch der großen Stupa in Bodnath - ein wirklich magischer Ort - genießen wir die Aussicht von einem kleinen Café. Mit Blick auf die Stupa, Gebetsmühlen und die vielen bunten Fahnen, schlürfen wir unseren Cappuccino. 


Es geht los - Aufbruch in den Himalaya

Früh am nächsten Morgen geht es per Flug mit Yeti Airlines, mit einer kleinen Propellermaschine mit 30 Plätzen, weiter nach Pokhara. Unsere Plätze haben wir uns auf der rechten Seite des Flugzeugs gesucht, von dort aus hat man den besten Ausblick auf die Himalaya Gebirgskette - und so können wir unsere ersten Himalaya-Bergspitzen bestaunen.

Pokhara habe ich als weitaus ruhiger empfunden. Es gibt hier sehr viele Souvenirlädchen und Restaurants, außerdem einige Touristenbüros und Geschäfte mit Trekking-Utensilien. Man könnte sich hier für eine Trekkingtour komplett einkleiden. Kühe und Hunde laufen auf den Straßen umher.

Nach einem Spaziergang durch die kleinen Straßen heißt es "Pause machen“ in unserer Entdeckung: einem gemütlichen japanischen Restaurant, das sich in einem kleinen, ruhigen Hinterhof versteckt. Ein verspielter Garten mit zahlreichen Blumen. Traumhaft schön und leckeres Sushi!

Am nächsten Morgen beginnt unsere Trekkingtour: Unseren Guide Subash haben wir bereits am Vorabend kennengelernt. Ein lustiger, quirliger Typ, immer für einen Spaß zu haben. Aufgrund des Erdbebens sind wir seine erste Trekkinggruppe in diesem Jahr. Dementsprechend groß ist seine Freude über diese Tour. Sehr ausführlich erzählt er uns von seinen Erfahrungen mit dem Beben.

Nach dem Frühstück um 8:00 Uhr werden wir im Hotel abgeholt. Unsere Sachen haben wir noch am Vorabend gepackt. Es ist gar nicht so einfach wirklich nur das Nötigste mitzunehmen.


Trekking in eine andere Welt

In den kommenden Tagen tauchen wir in eine andere Welt. 

Die ersten Tage wandern wir täglich 5-6 Stunden über Felstreppen, Wurzelwege und schmale Pfade bergauf bis zur Lodge in Mohare Danda (3.300 m). Der Weg ist teilweise anstrengend, wir werden dafür immer wieder mit atemberaubenden Ausblicken, die zum kurzen Verweilen einladen, belohnt. Wir übernachten in Community Lodges, die sehr einfach, dafür mit allem was man braucht eingerichtet sind. WC und fließend Wasser, wenn auch nicht immer warm, ist vorhanden und wir haben stets ein abgetrenntes „Schlafzimmer“ mit zwei einzelnen Betten.

Am Abend wartet täglich ein sehr leckeres Abendessen: meist gibt es Dal Bhat, ein nepalesisches Nationalgericht (Reis mit Linsensuppe und Gemüse), sehr würzig. Die Frage unseres Guides nach etwas mehr scharfen Curry verneinen wir meistens bewusst.

Bei der Ankunft in Mohare Danda, mitten in den Wolken, sehen wir dann auch endlich die ersten Yaks. Zum Abend hin klaren die Wolken auf und wir haben einen wunderbaren Ausblick auf den Dhaulagiri, Nilgiri, Annapurna South und den Fishtail (Machapuchare).

Der nächste Tag sorgt mit einem ersten Abstieg über 1100m nach Swanta (2.200m) für Muskelkater. Die nächsten beiden Tage geht es dann „Gott sei Dank“ gemächlich wieder bergauf.

Den höchsten Punkt, den wir erreicht haben, ist Khopra (3.660m). Die Luft wird merklich dünner. Hier auf der Höhe gibt es wesentlich weniger Vegetation und die Temperaturen liegen in der Nacht bei etwa 6 Grad. Umso gemütlicher wird es dafür, wenn am Abend für uns der Ofen in der Lodge angemacht wird. Bei einem gemeinsamen Tee spielen wir zusammen mit unserem Guide und unserem Porter Birpun UNO. Birpun trägt während unserer Tour unseren 12 Kilo Rucksack, immer mit guter Laune. Die hat er dann auch beim gemeinsamen Kartenspielen.

Unsere Trekkingtour beenden wir mit einem Abstieg von 2.700 Metern mit Muskelkater und sehr glücklich. Wir sind dankbar für diese wunderbaren Eindrücke und Erfahrungen der letzten acht Tage.


Erholung im Begnas Lake Resort - Bei Ayurveda und Blick auf den Annapurna
Der anschließende Aufenthalt in unserem Ayurveda-Resort Begnas Lake in Pokhara aus dem NEUE WEGE-Programm bringt nach dem Trekking die perfekte Entspannung.

Nach einer 4-stündigen Fahrt mit dem PKW, werden wir das letzte Stück mit dem Boot zum Resort gerudert - ich fühle mich dabei ein bisschen wie im Paradies. Erst noch das verrückte Leben auf den Straßen und nun die Stille, man hört nur das Plätschern des Wassers und ein paar Äffchen, die am Seerand durch die Bäume springen. Einfach traumhaft.  

Nachdem wir das Begnas Lake Resort, welches an einem Berghang liegt, erreicht haben, werden wir sehr herzlich von dem Manager Arjun mit einem Fruchtcocktail begrüßt.

Zwei entspannte Tage dürfen wir hier verbringen und einfach nur die Ruhe genießen. Wir lernen den Ayurveda-Arzt kennen und bekommen anschließend wohltuende Ayurveda-Massagen, die einfühlsam vom Ayurveda-Team durchgeführt werden.

Die Zimmer befinden sich in kleinen Steinhäuschen in einem liebevoll gestalteten Garten. Einige Schmetterlingsarten, die ich so noch nie gesehen habe, finden hier ihr Zuhause.

Besonders schön ist auch der Ausblick von der Restaurantterrasse auf das Bergmassiv des Annapurna mit dem Begnas Lake im Vordergrund. Morgens beim Frühstück beobachten wir die Fischer beim Fischen und hören den Grillen beim Zirpen zu.

Sehr gut gefallen am Begnas Lake hat mir auch das selbstangepflanzte Gemüse aus dem eigenen Garten und der frischgefangene Fisch direkt aus dem See.


Kathmandu - Bhaktapur
Am Ende unserer Reise verbringen wir noch einige Tage im Kantipur Temple House in Thamel, ein belebter Stadtteil Katmandus, der sich wunderbar für einen Abendbummel eignet. Es gibt spannende Restaurants, kleine Bars und stimmungsvolle Livemusik.

Am Nachmittag geht es für uns nach Bhaktapur mit dem „Local Bus“, einem öffentlichen Bus. Der Bus füllt sich nach und nach mit Einheimischen, Musik tönt aus dem Radio, ein ständiges Stop and Go, letztendlich haben sich die Menschen auf das Dach gesetzt, da kein Platz mehr im Bus zu bekommen war. Für Nepal ganz normal, für uns ein Abenteuer.

Im Bhaktapur angekommen haben wir das Ausmaß des schlimmen Erdbebens im April gesehen. Viele Tempel sind eingestürzt, einige Häuser werden mit Balken gestützt. Bei einigen Bauwerken wurden Schilder aufgestellt mit Bildern wie sie vorher aussahen.

Doch das Leben geht nach und nach wieder mehr wieder seinen gewohnten Gang, die Geschäfte und Restaurants sind geöffnet, auf Märkten werden verschiedene nepalesische Andenken angeboten und die Stadtführer zeigen den Touristen ihr Kathmandu.

Die Reise war für mich eine ganz besondere Erfahrung. Ich war fasziniert von der Freundlichkeit der Menschen, vor allem in den kleinen Bergdörfern. Viele Dörfer sind wirklich abgeschottet vom Rest der Welt. Keine Straßen führen hier hinauf, es gibt keine Geschäfte, gelebt wird von der Feldarbeit. Die Kinder haben uns mit großen Augen angeguckt und als wir sie dann mit einem „Namaste“ begrüßt haben, kam ein freundliches Namaste mit einem Kinderlächeln zurück.
 

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