02.10.2019Teilen

Reisebericht: Yoga & Wandern - Genieße das Leben!

Wir erlebten eine Woche der Wärme, Fülle und der Erdung. Alle vorhandenen Zutaten waren im Überfluss vorhanden, um unser YOGATHEMA "FÜLLE" ganz und gar auszukosten. Wir wurden eingeladen mit allen Sinnen zu geniesen, aus dem Vollem zu schöpfen - ohne zu erschöpfen.

Wie so oft konnte die Mischung der TeilnehmerInnen nicht bunter sein, von Yogaanfängerin bis zu langjährig- Übenden, von Wanderanfängerin bis zu Wanderspezialisten....Es zeigten sich unterschiedlich Voraussetzungen, doch eine homogene Zielsetzung und Vorstellung der Woche. In unserer diesmal kleinen Gruppe zeigte sich von Anfang an eine starke Bereitschaft, jeden in der Runde willkommen zu heißen, seinen Anteil zu einer harmonischen Gemeinschaft beizusteuern.

An zwei Morgen startete unsere Yogarunde im Garten des Naturhotels Lechlife mit meditativem Tautreten im noch kühlen und feuchten Gras und auf dem Barfußparcur. Hier begrüßten wir den Tag mit beschwingten Yogaübungen im Stehen. Wir kultivierten unsere Mitte, stabilisierten und erdeten uns, inmitten der klaren Bergluft, bei strahlendem Sonnenschein und mit Blick auf das herrliche Bergpanorama. Yoga war ideal für die Vorbereitung und als Ausgleich für die Wanderungen. Die dadurch gewonnene größere Achtsamkeit und Wahrnehmung der Fülle um uns herum, intensivierten unsere Ausflüge noch zusätzlich.

Natur pur trifft man in Reutte an, wo das schöne Naturhotel Lechlife liegt

Jeder Tag war geprägt von wundervollen Yogaeinheiten, Wanderungen, gespickt mit zahlreichen Erlebnissen. Gestärkt durch das opulente Frühstück und energiegeladen durch die Yogapraxis machten wir uns täglich auf den Weg und unternahmen wunderschöne Wanderungen und badeten in unterschiedlichsten klaren und erfrischenden Badeseen. An einem Tag führen wir gemeinsam mit der nahegelegen Hahnenkammseilbahn zur Bergstation. Ein Teil der Gruppe machte sich auf den Weg zum Gipfelkreuz, während die Anderen den Weißheitssprüchen gespickten alpinen Barfußwanderweg eroberten. Das war nicht nur eine Wohltat für die Füße, sondern auch für Geist und Seele. Zur Rundwanderung zu den traumhaft schönen Stuibenfälle entführte uns Gabi vom Servicepersonal. Die passionierte Wanderin lotste uns auf gut angelegten Pfaden, entlang der traumhaft schönen Wasserfälle. Gumpen (Wasserbecken), die mit dem klaren türkis-jadegrünen Wasser zum Baden einluden. Wir balancierten über große und kleine Steine über eine Flussmündung und übten so unsere Balance zu stärken. Wir lauschten dem lieblichen Klang einer feinen Bergquelle und beobachteten Profis die sich über die Wasserfälle hinweg abseilten oder hoch vom hohen Felsen in die tiefen Wasserbecken sprangen.

Dann erwartete uns der Plansee, der kälteste, doch farblich spektakulärste See mit einem köstlich, erfrischenden Bad. Auf der schön angelegten Liegewiese liesen wir uns von der wärmenden Sonne trockenen und genossen unser mitgebrachten Brote. Alles in ALLEM ein gelungenes und überwältigendes Potpourri für die Sinne. Der etwas steile Aufstieg zur Ruine Schlosskopf belohnte uns mit einer gigantischen Aussicht. Wir waren gefühlt so hoch, dass wir uns mit einem einheimischen Gleitschirmflieger in der Luft auf amüsanteste Weise unterhalten konnten. Wir verweilten lange in vollkommener Zufriedenheit an diesem wunderbaren Ort.

Ein sehr großes Wagnis stellte sich besonders für mich die Highline 179 dar, die längste Fußgängerhängebrücke der Welt mit 113 Meter über dem Tal und 406 Metern Länge. Ich musste meinen ganzen Mut zusammennehmen, den ich neige zu Höhenangst. Todesmutig bewegte ich mich steif, mich links und rechts an den Handläufen festhaltend, vorwärts. Der Boden ist aus durchsichtigen Gittern mit bereitwilliger Sicht auf den Abgrund und wackelt ziemlich stark. Mit Hilfe freundlicher Tips von Passanten schaffte ich es immer weiterzugehen, nicht abzubrechen und es am Ende mit einem glücklichen Gefühl, mutig eine Grenze überwunden zu haben.

Nach einer Woche im Zeichen des Genusses, zelebrierten wir am Ende der letzten Yogaeinheit ein Abschlussritual, in dem wir Glaubenssätze des Mangels verabschiedeten und noch mehr Fülle in unser Leben einluden. Die Hotelbesitzer, Familie Kühbacher vertreten ihre Ressourcen-schonende Einstellung mit Begeisterung. Beim großzügigen Frühstücksbuffet kamen alle Geschmäcker auf ihre Kosten. Die Menükarte für das Abendessen beinhaltete auch immer eine vegane Spezialität. Das Essen war köstlich und kreationsreich. Jeden Abend erwartete uns eine außergewöhnliche Sinnenfreude für Gaumen, Augen und Nase. Am letzten Abend wurde unsere Gruppe noch mit einem spektakulären Himmelszauber verabschiedet. Entsprechend unserer Wochenfarbe Gelb, zeigte sich der Berg, die Wolkenformationen in ihrer ganzen gelben Pracht und einem zusätzlichen Regenbogen " Ich feiere das Leben und das Leben feiert mich! Gut ist für mich gesorgt. Es gibt genug von Allem."

Nach über einer Woche bin noch immer tief erfüllt, was die letzte Woche alles für mich schönes bereit hielt. Dafür bin ich sehr dankbar. ALLES in ALLEM es war Festwoche für die Sinne!

Ein ganz HERZLICHES DANKE für diese wundervolle Energie, für Euer Einlassen, für Euer Vertrauen in mich, für unser respektvolles Miteinander und für die unzähligen Momente des herzhaften und befreienden Lachens.... Eine großes Dankeschön geht auch an NEUE WEGE für die tolle Organisation.

Namaste - bis auf unsere nächste gemeinsame Reise

Patricia

Reisetipp: Die nächste Reise mit Patricia Wagner Peissenberg findet in die Villa Garulli vom 01.05.2020-08.05.2020 statt.

 

Dieser Beitrag wurde geschrieben von:

NEUE WEGE Yogalehrerin Patricia Wagner P.