Myanmar Reise: Weltreligion Buddhismus hautnah in Burma erleben - Neue Wege Blog
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Weltreligion Buddhismus: Burma (Myanmar)

02.09.2018
Prächtige Tempelanlagen

Der Buddhismus ist eine Jahrtausende alte Lehrtradition und Religion, welche ihren Ursprung in Indien hat und von dort in die Welt hinausgetragen wurde. Nach dem Christentum, Islam und Hinduismus ist er die viertgrößte Religion weltweit. Lesen Sie mehr über die Ursprünge des Buddhismus hier.

Unsere Blogreihe „Weltreligion Buddhismus“ beschäftigt sich mit den lokalen Ausprägungen der Religion und den Besonderheiten in den verschiedenen Ländern der Welt.

Dieser Beitrag widmet sich dem Buddhismus in Burma, dem "Goldenen Land" oder "Land der tausend Pagoden". Erfahren Sie mehr über das Klosterleben der Mönche, die Naturreligion und die Bedeutung der Astrologie und wie der Buddhismus im Alltag praktiziert wird. Reisen nach Burma.

 

Theravada Buddhismus in Burma

Burma ist geprägt durch seine stark buddhistische Bevölkerung mit mindestens 80 % praktizierender Buddhisten. Dabei folgen diese zumeist der orthodoxen und strengen Form des Theravada (Schule der Ältesten). An obererster Stelle steht im Theravada-Buddhismus das Individuum, welches für alle seine Taten selbst verantwortlich ist. Durch Fleiß, Opferbereitschaft und Disziplin warten die Erleuchtung und das Nirwana auf den Gläubigen. Die Glaubensgrundsätze und Ansprüche der Schule der Ältesten sind nur schwer zu erfüllen.

 

Buddhistische Mönche und die Bedeutung der Klöster

Mönche verkörpern und repräsentieren die strenge Befolgung der buddhistischen Praxis und Lehren. Den Mönchen in Burma wird mit Respekt und Ehrfurcht begegnet. Man verneigt sich vor ihnen und ehrt sie allmorgendlich mit Spenden wie Essen und Kleidung. Für die Mönche ist es, bei ihrem täglichen Bettelgang in den Morgenstunden, die einzige Mahlzeit am Tag. Die Spenden der Menschen ermöglichen den Mönchen dem strengen intellektuellen Leben mit seinen mehr als 200 Regeln, zu folgen. Das Lebensziel der Mönche ist es den Kreislauf der Wiedergeburt, das Samsara, zu durchbrechen und Nirwana zu erlangen.

Eine Besonderheit in Burma: hier gehen auch Frauen, die Novizinnen, zeitweilig ins Kloster und werden zusammen mit den Novizen unterrichtet. Es spielt dabei keine Rolle ob arm oder reich, Junge oder Mädchen. Das Klosterleben bedeutet für die buddhistische Bevölkerung auch Zugang zu Bildung. So hat Burma im Vergleich zu seinen Nachbarländern, eine hohe Alphabetisierungsrate. Gerade von jungen Männern wird erwartet, dass diese eine Zeit lang dem Klosterleben beitreten. Manche tun dies auch für ein ganzes Leben. In Burma gibt es etwa eine halbe Million Mönche, Nonnen und Novizen bei einer Gesamtbevölkerung von knapp 53 Millionen Menschen.

 

Buddhismus und die lokale Naturreligion

Burma wurde reich beschenkt mit einer Vielzahl von Gottheiten, Geistern und anderen Wesen. So mischt sich hier der animistische Glauben unter den Buddhismus. Neben der Naturreligion der Nats besteht in Burma auch eine starke Verbindung zur Astrologie.

Während Buddha mit Karma, der Durchbrechung des Kreislaufs der Wiedergeburt und der Erleuchtung in Verbindung gebracht wird, handelt es sich bei den 37 Nat-Geistern, um Menschen, welche einen fürchterlichen Tod erleiden mussten. Aufgrund ihrer grausamen Schicksale werden sie als mächtige und unberechenbare Geister angesehen. Durch Rituale wie Opfergaben und Geschenke, versuchen die Menschen die Nat friedvoll zu stimmen. So finden sich in den meisten Häusern der Burmesen kleine Tempel oder Altare mit hölzernen Nat-Statuen. Der Glaube an die Nat-Geister ist in Burma tief verwurzelt. Deshalb brachte es nichts diesen zu verbieten, obwohl er wenig zu den Grundsätzen des Buddhismus passt.

Der starke Glaube an die Astrologie wird als Mahabote bezeichnet und richtet sich dabei nach dem astrologischen Kalender, welcher die Woche in acht Tage unterteilt. Der Mittwoch besteht hier aus zwei Teilen, denn es ist der Tag an dem Buddha geboren wurde. Weiter wird jeder Tag von einem Tier, einem Planeten oder einer Himmelsrichtung dargestellt. Die buddhistischen Bräuche stehen in direkter Verbindung mit der Astrologie.
Der Wochentag der Geburt hat einen großen Einfluss auf die Persönlichkeit und auf das Leben einer Person, da er an verschiedene Prophezeiungen geknüpft ist. Außerdem ist fast jeder Name der Menschen in Burma mit dem ihres Sternzeichens verbunden.

 

Buddhismus im Alltag

In kaum einem anderen Land wird der Buddhismus im Alltag so streng gelebt wie in Burma. Angefangen bei den täglichen Opfergaben an die Mönche, bis hin zur Arbeit und tagtäglichen Pflege der Buddha Skulpturen und der Anlage rund um die Gebetsstätten, engagieren sich die Menschen sehr für ihren Glauben. Die Burmesen kaufen mit ihrem meist geringen Einkommen Blattgold, um im Tempel eine Buddha Figur damit zu bekleben. Damit erhofft man sich ein besseres nächstes Leben.

In den Pagoden-Tempeln ist jedem Wochentag ein Tier zugeordnet: Garuda-Vogel, Löwe, Tiger, Elefant mit Stoßzähnen, Elefant ohne Stoßzähne, Ratte, Meerschweinchen und Naga-Schlange. In jeder der acht Ecken um die Pagoden steht eines dieser Tiere. Es gibt Tausende Pagoden im Land. Bei jedem Tempelbesuch besteht der Brauch darin, Wasser über den Kopf des Tieres zu gießen an dessen Tag der Woche man geboren wurde. Dabei gießt man die in seinem Alter entsprechende Anzahl von Bechern Wasser über das Tier, um seinen persönlichen Beschützer damit zu ehren.

 

Erleben Sie den Buddhismus in Burma hautnah bei Ihrer nächsten Reise in dieses faszinierende Land. Besuchen Sie die Swedagon-Pagode in Yangon. Sie gilt als der schönste Tempel der Welt. In den Morgen- oder Abendstunden liegt hier eine ganz besondere Stimmung in der Luft: überall wird meditiert und gebetet, man hört Glocken läuten und die Mönche und Nonnen singen.

Gehen Sie auf Entdeckungstour in Bagan mit den tausenden historischen Pagoden-Tempeln und steigen Sie hinauf zum bedeutenden Pilgerort Mt. Popa, das Heiligtum der Nat-Geister.
Und wer weiß, vielleicht haben Sie auch das Glück wie einige Reisende in Burma und werden dort ganz spontan auf eine burmesische Hochzeit oder zum Essen mit den Mönchen eingeladen. Ein ganz besonderes Erlebnis, welches Ihnen lange in Erinnerung bleiben wird. Lassen Sie sich überraschen! Burma freut sich auf Ihren Besuch!

Unsere Kollegin Sarah Obels berät Sie gerne zu Ihrer persönlichen Reise unter 02226-1588-203 oder per Mail an s.obels@neuewege.com.

Prächtige Tempelanlagen
Junge Mönche beim Gesang
Auf Ihrer Burma Reise können Sie mit den freundlichen Mönchen intensive Gespräche führen
Der prachtvolle Mandalay Tempel in Burma
Mount Popa
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