29.03.2019Teilen

Wunderbare Wanderungen und Yogaübungen auf Madeira – Reisebericht

Obwohl ich auch ganz gern mit dem Flieger unterwegs bin und das Reisen in fremde Länder liebe, habe ich in den letzten 9 Jahren vor allem Reisen in Deutschland und Österreich geleitet. Doch diesmal ist es anders…es geht nach Madeira!

Schon der Flug dorthin ist besonders. Eigentlich mag ich keine Zwischenstopps – aber der Landeanflug auf Lissabon ist einmalig. Wir fliegen direkt über die Stadt und ich kann Plätze von oben erkennen, die ich schon früher einmal bereist habe. Weiter nach Madeira und auch dort ein grandioser Landeanflug: Perfektes Timing zum Sonnenuntergang – alles glänzt gelb-orange-rot und die Sonne spiegelt sich im Meer. In Deutschland ist es jetzt kalt und bewölkt und ich freue mich auf angenehme Temperaturen.

Die Gruppe wartet schon auf mich im Hotel Estalagem und hat bereits mit dem Abendessen begonnen und sich die unterschiedlichsten Leckereien gegönnt. Auch beim Frühstück am nächsten Morgen werden wir verwöhnt. Frisch gepresster Orangensaft, ein ästhetischer Berg aus geschnittenen Obstsorten, von denen es einige in der Heimat nur schwerlich zu kaufen gibt. Spezialitäten aus Portugal und Madeira. Leckeres Landbrot. Und vor allem Reisbrei, der mit dem bereitgestellten Zimt und den kleinen superleckeren Madeirabananen einfach nur köstlich schmeckt.

Das ganze Hotel liegt auf einem Felsen und ist terrassenartig angeordnet. Es gibt etliche tolle Aussichtspunkte, die einem fast 360 Grad Rundumschau zum Meer und Richtung Inselinneres ermöglichen. Und das Besondere ist der abendliche Duft. Tagsüber ist er fast nicht wahrnehmbar. Doch sobald die Sonne am Horizont „im“ Meer versinkt, beginnen uns unbekannte Blüten einen angenehmen Duft über die ganze Insel zu verteilen, der bis zum Beginn unserer morgendlichen Yogastunde anhält.

Genießen Sie die Natur und die Sonnenstrahlen auf Madeira

Wir beginnen unsere Tage mit einer Meditation, gehen dann in Asanas und Pranayama über. Genießen die viele Zeit, die zum Yoga üben da ist. Und auch den Ausblick aus dem Yogaraum auf einen wunderschönen alten Baum, der sich wie ein Schutzschild vor unserem Panoramafenster ausbreitet. Wenn mich nicht alles täuscht ist es ein Jacaranda, der zwar gerade nicht blüht, aber dennoch ein wohliges Grün – nachmittags gesprenkelt mit spielenden Sonnenstrahlen - für unsere alltagsgeplagten Augen bereitstellt und auch sie in dieser Woche erholen lässt.

Natürlich bleibt es nicht beim Yoga. Denn normalerweise kombiniere ich meine Reisen gern mit Wanderungen. Und da auch die Teilnehmer unbedingt noch mehr von der Insel sehen möchten machen wir uns auf den Weg. Wunderschöne Wege entlang der Levadas gespickt mit dem Wasser, das uns ständig begleitet, einem üppigen Pflanzenmeer und immer wieder tollen Ausblicken in die Schlucht oder zurück zum Meer.

Auch in die etwas höheren Regionen wollen wir uns wagen. Und so sind wir an einem Tag auf der längsten Wanderung entlang des Pico Grande unterwegs – viele Berge, die sich in Form, Höhe, Schluchten und Vegetation deutlich von den Alpen unterscheiden. Gelbe Ginsterhänge, vereinzelte sehr spezielle Blumen. Alte, teils durch einen Waldbrand vor einigen Jahren abgestorbene Bäume, die dennoch aufrecht stehen und über den Wanderweg wachen. Und Wolken, die unter uns ziehen, an steilen Berghängen fast senkrecht nach oben steigen. Uns kurzzeitig die Sicht auf die Sonne nehmen, um sie kurz darauf wieder freizugeben.

Alles in allem: eine wunderschöne Woche!

Eure Diana

Dieser Beitrag wurde geschrieben von:

NEUE WEGE Yogalehrerin Diana Becker