19.01.2018Teilen

Yoga-Reise über Weihnachten in Südtirol: Im Einklang mit sich selbst

Wer an Weihnachten wirklich zur Ruhe kommen möchte, einmal weg von all dem Alltagstrubel, Vorweihnachtsstress und familiären Verpflichtungen, es aber dennoch traditionell und ursprünglich mag, der ist zu dieser besonderen Zeit im Jahr in Südtirol genau richtig.
Die Garantie auf weiße Weihnachten stehen hier sehr gut und so konnte auch die Yogagruppe in dieser Zeit ein herrliches, weißes Bergpanorama und noch dazu mit Sonnenschein genießen.
Genuss steht in Südtirol ganz oben auf der Speisekarte. Solltest du hier eine vegane Fastenwoche erwarten, dann ist es vielleicht nicht ganz das Richtige für dich. Dennoch gab es immer die Auswahl beim abendlichen Vier-Gänge-Menü auf ein vegetarisches Gericht. Auch das Frühstücksbuffet war einfach nur lecker mit dem hauseigen gebackenen Brot oder hausgemachter Marillenmarmelade.

Am ersten Tag lernte sich die kleine Gruppe von insgesamt sieben Frauen und einer Labradorhündin namens „Bella“ erst einmal ganz gemütlich im Kaminzimmer kennen. Bereits da gab es die erste Überraschung in Form von Wiedersehensfreude, da einige sich bereits schon einmal zu einer Weihnachtsyogareise in den Bergen begegnet sind. Die Freude des Wiedersehens schaffte sofort eine vertraute Atmosphäre.

Bei den Schnee-Wanderungen der Yoginis fehlt Bella natürlich nicht

Am Morgen der ersten Yogastunde konnte jede einmal tief in sich hinein hören, was Weihnachten in Verbindung mit Yoga für sie bedeutet. Um das Ankommen auf der Matte in dieser, doch auch für die ein oder andere sensiblen Zeit, leichter zu machen, wurde ein offener Raum zum Atmen, für Gefühle, zum Loslassen und zum Entspannen gestaltet. Viele hatten das Jahr über genug geleistet und gearbeitet, um sich dann nicht gleich sofort in komplizierten Positionen und schnellen Sonnengrüßen etwas beweisen zu müssen. Nein - darum ging es nicht in dieser magischen Woche. Sondern darum, in sich zu lauschen durch das Erschließen von Atemräumen, den seelischen Anteil von sich innerhalb der Positionen zu spüren, um damit Körper, Geist und Seele wieder in Einklang zu bringen.
Zur Auflockerung und zum Loslassen von allem Alten sowie Überholten verhalf die Osho Kundalini Meditation (in verschiedenen Phasen u.a. alles Alte abschütteln und wild tanzen) am zweiten Abend. Harmonie entsteht schließlich durch die Vereinigung der Gegensätze.

Gleich am nächsten Tag wurden wir mit einem strahlend blauen Himmel, Schnee und Sonne verwöhnt, sodass die Gruppe eine gemeinsame Wanderung unternahm, um in einem urigen Gasthaus einzukehren. An den folgenden Tagen gestaltete es sich jede für sich so, wie er es wollte. So brauchte die ein oder andere wirklich einmal nur Zeit für sich bei einem Spaziergang, einem Buch, in der hauseigenen Sauna oder einer wohltuenden Massage. Dann traf man sich wieder gemeinsam z.B. auf der gemütlichen Sonnenterrasse vom „Naturhotel Moosmair“ bei einem leckeren Kakao oder Cappuccino.

Die Gegend hatte etwas Mystisches. Diese Erfahrung konnte ich bei eine meiner Wanderungen zu einem der magischen Wasserfälle wahrnehmen. So ging ich einen Teil des Franziskusweges, blickte links und rechts in schneebedeckte Moosschichten, koboldartig, übereinander gestapelte Steine, Engel an Bäumen und Felsgesichter.

Hier sind die Menschen nicht nur von den Gegebenheiten der Natur abhängig, sondern auch stark damit verbunden. Somit erfuhren wir bei einem kleinen Vortrag von Anneres, der Hausherrin, dass sich die Menschen in Ahornach nach den Naturgesetzmäßigkeiten drei alpiner Göttinnen richten und jeder die Tendenz zu einem bestimmten Natururtyp, wie z.B. der Vollmond oder der Sonnenfinsternis hat.
Demzufolge haben sie bestimmte Massagen mit Kneippanwendungen konzipiert sowie dazu passende Kräutertees. Drüber hinaus werden viele der alpinen Kräuter als Likör, Marmelade oder Räucherwerk im ureigenen Shop vertrieben.

Eine spezielle Zeit ist die Zeit der Rauhnächte, die im Hotel ebenfalls anhand eines Räucherworkshops am 24.12. thematisiert wurden. Diese Zeit ist eine Art stille Zeit, eine Brücke - der Übergang vom Alten zum Neuen.
Wer feinsinnig ist, träumt intensiv oder hat noch einmal bewusst Kontakt zu seinen Ahnen. Anhand eines kleinen Feuerrituals praktizierten wir die Wintersonnenwende - „die Wiedergeburt des Lichts“. Jede Teilnehmerin schrieb auf einen Zettel, wovon sie sich im alten Jahr noch trennen möchte und verbrannte ihn nach einander. In einem gemeinsamen Kreis besiegelten wir das ganze durch Mantragesänge.

Am „Heiligen Abend“ - der „Heilig geweihten Nacht“ - nutzen wir die Nachmittagsyogapraxis bedächtig und gemeinsam für eine Meditation der Dankbarkeit und der Formulierung eines Herzenswunsches. Zwischendrin hatte die Gruppe aber auch Spaß beim Tanzen zu „Last Christmas“ und jede durfte mal die Weihnachtsfrau spielen :-).
Abends wurden wir mit einem sehr leckeren Weihnachts-Gala-Dinner verwöhnt und wer wollte, konnte noch zum Gottesdienst in die Dorfkirche gehen oder einfach nur selbstgebackene Kekse und Glühwein im Kaminzimmer genießen.

So neigte sich diese wundervolle Woche langsam dem Ende. Die Gruppe wuchs mehr und mehr zusammen. Wir lachten viel und erlebten noch einmal einen Raum voller Offenheit zur letzten Yogastunde – Tanzen, eine Karte fürs neue Jahr ziehen, gemeinsames Heiltönen und Partnerübungen schlossen harmonisch die gemeinsame Yogawoche ab.

Weiße, besinnliche, urige sowie harmonische Weihnachten und hoffentlich ein entspanntes und glückliches neues Jahr für jeden aus der Gruppe - für ALLE!

„Lokah Samastah Sukhino Bhavantu – Mögen alle Wesen Glück und Harmonie erfahren!“
In diesem Sinne - NAMASTÈ!

Ihre Kristine Laß

 

Haben Sie Lust auf eine besinnliche Yoga-Reise mit weißen Weihnachten bekommen? Erleben Sie auch dieses Jahr mit Kristine eine Hatha-Yoga-Reise nach Südtirol ins Naturhotel Moosmair!

Übrigens: Im Juni 2018 begleitet Sie Kristine auf eine Reise nach Sardinien ins Hotel Galanìas: Lebensenergie mit Yoga-Flow tanken.

Dieser Beitrag wurde geschrieben von:

Kristine Laß