Sivananda, Faszientraining, Yoga-Nidra? Yoga-Stile im Überblick - Neue Wege Blog
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Yogastile im Überblick II

12.05.2018
Die frische Luft beim Yoga üben genießen

Yoga - das ist mehr als nur Sport! Verschiedene Körperübungen „Asanas", Atemübungen „Pranayama", Meditation bzw. Entspannung „Shavasana“ sind nur ein Teil davon. Zum Yoga gehört auch eine grundsätzliche Lebenseinstellung die die Elemente körperliche Fitness, gesunde Ernährung, Entspannung, geistige Aktivität sowie Umweltsensibilität und Empathie miteinander in Verbindung bringen. .

Im heutigen Yoga-Stil-Dschungel kann man schnell einmal durcheinander kommen. Was unterscheidet die Stile und welcher ist der richtige für mich?
Wir haben für Sie in diesem Beitrag und in Teil I eine kleine Übersicht zusammengestellt, die Ihnen helfen kann sich zurecht zu finden.

 

Jivamukti-Yoga:

Der Stil des Jivamukti-Yoga wurde von Sharon Gannon und dem Künstler David Life in den 80er Jahren in New York entwickelt. Der Begriff Jivamukti heißt frei übersetzt so viel wie „Befreiung der Seele“. Diese moderne Form des Hatha-Yoga zeichnet sich insbesondere durch fließende, tänzerische Körperübungen aus im Wechsel mit Gesängen und speziellen Atemtechniken. Ziel des Jivamukti-Yoga ist es zu mehr mentaler Stärke zu gelangen und Ausgeglichenheit zu finden und zu erleben.

 

Kundalini-Yoga:

Im Kundalini-Yoga geht es darum mit speziellen Übungsreihen die Energie am unteren Ende der Wirbelsäule (kundalini) anzuregen und zu verstärken. Dies wird durch intensive Atemübungen, Körperhaltungen, reinigende Übungen (kriya), Meditation und das Singen von Mantren erreicht. Typisch für die Übungen im Kundalini-Yoga sind die  dynamische Ausführung  und die vergleichsweise einfachen Grundhaltungen. Aufgrund ihrer Schnelligkeit und der hohen Anzahl der Wiederholungen wirken sie besonders energetisierend. Die Übungen werden vorwiegend im Sitzen ausgeübt und fördern vor allem Dynamik und Durchhaltekraft. Verbale Techniken wie das Ausstoßen v on Tönen oder das Singen von Mantren haben Einfluss auf das Empfinden und lösen emotionalen Stress.

 

Luna-Yoga:

Luna-Yoga wurde in den 80er Jahren von Adelheid Ohlig, die seit vielen Jahren Yoga-Reisen für NEUE WEGE begleitet, entwickelt. Den Grundstein legte Aviva Steiner, eine Physiotherapeutin und Tänzerin aus Israel, die Adelheid während einer Krankheitsphase das System der mensauslösenden Gymnastik beibrachte. Im Luna-Yoga werden sanfte Spürübungen und Yogahaltungen mit Bewegungsfolgen aus dem traditionellen Yoga kombiniert. Außerdem werden mit einer tiefen Atmung ins Becken, die Beckenorgane durchblutet und so die Fruchtbarkeit gefördert. Unregelmäßige Menstruationszyklen können wieder harmonisiert werden. Zysten oder Myome können mit Hilfe von Luna-Yoga verringert werden oder sogar komplett verschwinden. Auch der Zustand der Haut wird durch den angeregten Stoffwechsel verbessert. Des Weiteren lösen sich durch die Übungen in Kombination mit dem Atem Verspannungen und die Wirbelsäule und die Gelenke bleiben beweglich.

 

Nada-Yoga:

Das Sanskrit-Wort Nada leitet sich aus dem Wort „nad“ ab, was „Klang“ bedeutet. Der Ursprung des Nada-Yoga, also dem Yoga des Klangs, liegt in der Annahme, dass alles Leben aus Vibrationen und Schwingungen entstanden ist und dass das Universum mit einem einzigen Ton begann, dem Om oder auch Aum. Mit Nada-Yoga, kann man durch bestimmte Übungen zum Beispiel durch Summen, Brummen, Chanten, Rezitieren oder stillem Lauschen einen beruhigenden Effekt auf den Körper haben, emotionale Blockaden lösen und sogar Traumata verarbeiten, denn Stimmungen, Schwingungen und Klänge sind stark mit unseren Emotionen verknüpft, nicht zuletzt deshalb, weil Melodien und Geräusche in unserem Gehirn im Temporallappen verarbeitet werden, der sich in direkter Nachbarschaft zum limbischen System befindet. Dieses ist für das Erleben von Gefühlen und Emotionen zuständig.

Wollen Sie mehr über Nada-Yoga erfahren, dann schauen sie sich hier das Video von Antje Nagula an, die vor einigen Jahren nach Bali auswanderte und nun im Holiway Garden Resort lebt und diese selten gewordene Form des Yoga des Klanges unterrichtet. Im Video erzählt sie, was Nada-Yoga für sie bedeutet.

 

Power-Yoga:

Der Stil des Power-Yoga wurde von dem Amerikaner Bryan Kest begründet. Dieser Yoga-Stil ist besonders kraftvoll und fordernd. Die Yogapositionen werden meist sehr lange gehalten, sind von der Grundstruktur her jedoch eher einfach. Der Fokus liegt dabei auf dem Aufbau von Koordination, Atmung, Bewegung, Kraft und Balance.

 

Sivananda-Yoga:

Sivananda Yoga ist eine Vereinigung von mehreren verschiedenen Yoga-Stilen wie dem Hatha-, Raja-, Karma oder Bhakti-Yoga. Bei diesem Yoga-Stil bestehen die Yoga-Stunden immer aus verschiedenen Teilen, darunter Meditation, Singen von Mantren, Atemübungen und die Schlussentspannung (Shavasana). Neben den Körperübungen ist auch eine besonders gesunde Ernährung im Fokus, die sogenannte „sattvige“ Ernährung. Diese meint vegetarisches, frisches, vollwertiges, also insgesamt „reines“ Essen.

 

TriYoga® :

TriYoga® wurde von der Amerikanerin Kali Ray begründet und ist ein besonders ruhiger, kraftvoller, fließender Yoga-Stil. Typisch für TriYoga® sind wellenartige Bewegungen der Wirbelsäule mit fließenden Übergängen zwischen den einzelnen Yoga-Positionen und die Verbindung von Mudras (Fingerstellungen) mit der Atmung. Alle Bewegungen werden langsam und schrittweise ausgeführt und dienen der Harmonisierung von Körper, Atem und Geist. Der dynamisch-meditative Bewegungsfluss verbindet Flexibilität und Kraft.

 

Vinyasa-Flow-Yoga:

Beim Vinyasa-Yoga handelt es sich um einen dynamischen, fließenden Yoga-Stil, der mit dem Atem (Prana) in Verbindung steht. Der Atemimpuls ist es, der die folgende Bewegung anstößt und somit eine Dynamik erschafft. Im Vinyasa-Yoga werden viele stehende Übungen mit sitzenden oder auch knienden Haltungen kombiniert. Daraus entstehen bekannte Übungsfolgen, wie etwa der Sonnengruß. Durch die fließenden Übergänge der Asanas wird die Balance trainiert. Auch die Kontrolle und das bewusste Wahrnehmen der Atmung werden im Vinyasa-Yoga verstärkt gefördert. Durch die Kombination aus Asana und Pranayama wird der Zugang zur Meditation und somit die Beruhigung des Geistes gestärkt. Flexibilität und Beweglichkeit werden in diesem Stil ebenfalls ausgebaut. Häufig wird Vinyasa-Yoga auch als „Yoga für den modernen Stadtmenschen“ bezeichnet, da er westliche Dynamik mit fernöstlicher Spiritualität vereint.

 

Yin-Yoga & Faszientraining:

Yin-Yoga ist ein sehr sanfter, meditativer und langsamer Yoga-Stil mit einer starken Tiefenwirkung. Im Gegensatz zu vielen anderen Yoga-Stilen, werden die Asanas im Yin-Yoga, passiv und ohne Kraft ausgeübt. Dadurch sollen die tieferen Schichten im Körper angesprochen und beansprucht werden. Insbesondere die Faszien, die im ganzen Körper zu finden sind und das Bindegewebe, die Muskeln, Bänder, Sehnen und Gelenke sowie die Knochen umgeben. Yin-Yoga benutzt vorwiegend liegende und sitzende Asanas, die über einen längeren Zeitraum gehalten werden. So werden die Meridiane gereinigt, Blockaden gelöst und das Bindegewebe um das Gelenk herum gedehnt. Darüber hinaus wird der Chi-Fluss im Körper harmonisiert, welcher besonders für die Gesunderhaltung von Seele, Körper und Geist wichtig ist. Durch das Ausüben von Yin-Yoga werden Gelenke, die im Alltag eher seltener beansprucht werden, wieder geschmeidig. Auch die natürlichen Kurven der Wirbelsäule können sich durch das Üben von Yin-Yoga wieder regenerieren, was besonders bei durch zu langes Sitzen verursachte Rückenschmerzen Abhilfe schaffen kann.

 

Yoga-Nidra:

„Nidra“ bedeutet übersetzt so viel wie Schlaf. Daher wird Yoga-Nidra auch als der schlaflose Schlaf der Yogis bezeichnet und beinhaltet viele Tiefenentspannungsübungen. Bei diesem Yoga-Stil geht es vor allem darum den eigenen Körper bewusst wahrzunehmen, zu betrachten, in sich hineinzuspüren und das körperliche, geistige und seelische Befinden festzustellen. Durch diesen Yoga-Stil können psychosomatische Krankheiten geheilt werden. Auch der Schlaf kann dadurch eine weitaus erholsamere Qualität annehmen, da man durch das Nidra-Yoga die Ver- und Anspannungen bewusst löst.

 

Mischformen:

Viele Yogalehrende verbinden die Elemente auch verschiedenen Yoga-Stilen miteinander. Je nach individuellen Vorlieben und Ansprüchen ergeben sich so unterschiedliche Schwerpunkte die mal mehr mal weniger auf den indischen Ursprüngen oder den modernen Ausläufern der Tradition liegen.

 

Wollen Sie noch mehr über die verschiedenen Yoga-Stile erfahren? Mehr Yoga-Stile gibt's im ersten Teil des Überblicks!

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