04.03.2019Teilen

atmosfair Teil 2 - Neue Energie für Nepal

Die schönsten Gipfel der Welt
Der Klimawandel macht nicht an nationalen Grenzen halt. Obwohl Nepal für nur ca. 0,025 Prozent der Emissionen weltweit verantwortlich ist, sind die Folgen der ansteigenden Temperaturen deutlich zu spüren: schmelzende Gletscher führen zu bedrohlichen Überflutungen und Erdrutschen, langanhaltende Trockenzeiten führen zu Trinkwassernot und Waldbränden. Das hat bedrohliche Folgen für die Gesundheit und Sicherheit der Menschen vor Ort: Sie müssen längere Wege zur Trinkwasser- und Feuerholzbesorgung aufbringen, Dörfer drohen zu überfluten, und immer mehr Menschen müssen ihre Heimat verlassen. Die Kosten für Umsiedelungen und für das Bauen von Dämmen können oftmals nicht gedeckt werden. So ist Nepal nicht nur durch die Folgen des Klimawandels bedroht, sondern auch durch seine geringen Kapazitäten, Anpassungs- und Schutzmechanismen zu fördern. Laut Berichten ist Nepal eines der Länder, welches am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen sein wird. Doch nicht nur der Klimawandel macht Nepal zu schaffen. Die Folgen der verheerenden Erdbeben von 2015, welche mehreren tausend Menschen das Leben gekostet haben, sind noch immer zu spüren.

Neue Energie für Nepal
Deswegen hat sich atmosfair dazu verpflichtet, den Menschen vor Ort nachhaltig zu helfen und hat das Projekt Neue Energie für Nepal ins Leben gerufen. Das Projekt unterstützt nicht nur beim Wiederaufbau des Landes nach den verheerenden Erdbeben in 2015, sondern auch bei der Ausstattung mit energiesparsamen Technologien und aktivem Klimaschutz. Das Projekt gliedert sich in drei Säulen:

1. Ein Teil der eingenommenen Spenden für das Projekt richtet sich an die Soforthilfe: durch die Verteilung von Solar-Home-Systems zur energiesparsamen Beleuchtung und der Distribution effizienter Öfen an Schulen, Krankenhäuser und Privathäuser wird den Betroffenen eine zuverlässige Energieversorgung gewährleistet.


2. Durch die Erdbeben wurden überdies rund 22.000 Biogasanlagen beschädigt, welche im Rahmen des atmosfair-Biogas-Projekts im ganzen Land gebaut wurden. In Kooperation mit der Nichtregierungsorganisation Biogas Sector Parnership (BSP-Nepal) und lokalen Baufirmen werden diese wieder in Stand gesetzt.

Biogas für mehr Sicherheit
Die Menschen werden im Namen des Klimas mit energiefreundlichen Technologien ausgestattet. Gerade die Biogasanlagen sind ein beliebtes Mittel, um natürliche Ressourcen für eine umweltfreundliche und autarke Energiebelieferung zu nutzen. Sie arbeiten zirkulär, sind einfach zu bedienen, und den lokalen Begebenheiten leicht anzupassen. Dies gewährleistet neben der sparsamen Energieversorgung Ernährungssicherheit, erhöhte Einkommen und soziale Stabilität. Allein 2-3 Rinder genügen um eine 5-köpfige Familie mit ausreichend Energie zum Kochen zu versorgen. Der Dung von den Tieren wird mit Wasser vermischt einfach in die Anlage gefüllt. Durch die anaerobe Vergärung im Faulbehälter entsteht Gas, welches über Rohre an die Kochstellen geführt wird. Die Menschen vor Ort müssen keine weiten Wege mehr zum Feuerholzsammeln bestreiten, was Zeit und körperliche Kraft spart und die Wälder Nepals vor Abholzung schützt. Die zusätzliche Zeit kann nun für andere Aktivitäten, wie Einkommensgenerierung und Freizeit genutzt werden.

3. Die dritte Säule von "Neue Energie für Nepal" setzt sich für nachhaltiger Tourismus ein. Mehr dazu erfahren Sie in Teil 3 oder Sie folgen Sie uns direkt auf den Climate Trek.

Wie funktioniert Kompensation? Wie arbeitet atmosfair? Und wie genau wirkt sich das Fliegen auf das Klima aus? Lesen Sie Teil 1 unserer atmosfair Blog-Reihe.

Gebetsfahnen im Bergwind
Die Biogasanlagen sind leicht zu befüllen. Der Tierdung wird einfach mit Wasser vermischt
Die Familien können unbekümmert und umweltfreundlich kochen