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title: "Reisebericht: Hatha-Yoga für Verbundenheit mit Dir Selbst"
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description: Yogalehrerin Anke Rebetje berichtet voller Freude von ihrer Reise in das Hotel der Löwe voller Wanderungen, Gemeinschaft und Yoga-Stunden.
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date: 2026-10-12
modified: 2026-10-12
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  - Kursleiter und Reiseberichte
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# Reisebericht: Hatha-Yoga für Verbundenheit mit Dir Selbst

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  01.10.2026 NEUE WEGE Yogalehrerin Anke Rebetje

  Yogareise ins Salzburger Land: Hatha-Yoga für Verbundenheit mit Dir Selbst
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 Eine Woche lang durfte ich mit zwölf wunderbaren Menschen im Hotel „Der Löwe“ in Leogang zu Gast sein – zum Yoga-Unterrichten, aber vor allem zum gemeinsamen Erleben. Zwischen Asana, Meditation und Pranayama blieb genug Raum, um Österreich auch abseits der Yogamatte kennenzulernen.

Das bezaubernde Salzburger Land hat uns regelrecht verzaubert. Die spektakulären Bergpanoramen, kristallklare Gewässer sowie das tradionsreiche Essen hat uns einfach glücklich gemacht.

Unsere Yogareise stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der **fünf Koshas** – der fünf Hüllen oder Schichten rund um unsere wahre Essenz. An jedem Tag widmeten wir uns einer dieser Ebenen und näherten uns ihr mit passenden Asanas, Pranayama, Meditation und Achtsamkeit. So wurde die Yogapraxis zu einer Reise nach innen, während uns die Ausflüge und Wanderungen gleichzeitig immer wieder nach draußen in die beeindruckende Natur der Leonganger Steinberge führten.

Hier ein kleiner Reisebericht unserer sechs Tage.

**Tag 1: Sinnlehenalm – Annamaya Kosha**

Der Auftakt unserer Woche führte uns hinauf zur Sinnlehenalm. Schon der Weg dorthin war wie ein sanftes Einstimmen – die Luft klar, die Berge ringsum, und dieses Gefühl, dass man mit jedem Schritt ein Stück mehr bei sich selbst ankommt. Die ganzjährig bewirtete Alm ist sehr beliebt bei jung und alt, weil sich der breite Fahrweg auch für Kinderwagen eignet. An der Hütte angekommen, wird man mit einem 360-Grad-Panorama auf die Leonganger Berge belohnt. Die ein oder anderen Pinzgauer Spezialitäten wurden mit Freude verköstigt.

Passend dazu widmeten wir uns am ersten Yoga-Tag dem **Annamaya Kosha**, dem physischen Körper. Mit bewussten vorbereitenden Übungen, stabilisierenden Asanas und einer achtsamen Wahrnehmung der inneren Mitte ging es darum, wirklich bewusst im Körpergewahrsein anzukommen und sich selbst als Grundlage der eigenen inneren Reise zu erfahren.

Auf der lieblichen Alm angekommen, bei Kuhgeläut und Almluft, war schnell klar: Diese Gruppe würde eine besondere werden.

**Tag 2: Wanderung zum Birnbachloch zum tiefst gelegenen Gletscher Europas – Pranamaya Kosha**

Am zweiten Tag ging es zur Quelle des Birnbachlochs. Denn es gibt hier schon lange keinen Gletscher mehr. Früher wurde hier das Eis aus dem Gletscher herausgesprengt und auf einer hölzernen Rutsche ins Tal transportiert, um am Ende in München Bier zu kühlen. Ein Weg, der wie der Yogaweg – eine lange Tradition hat.

Während des Aufstiegs erwartet uns immer wieder ein gigantisches Bergpanorama. Wir laufen stetig an Felswänden nach oben. Dann stehen wir vor der Quelle des Birnbachs, einer beeindruckenden Karstquelle mit einer breiten Eingangshöhle.

Dieser Weg passte nicht nur körperlich, sondern auch sinnbildlich wunderbar zu unserer Yogareise – zurück zum eigenen Ursprung, zur inneren Quelle. An diesem Tag stand der **Pranamaya Kosha**, der Energie-Körper oder die Ebene der Lebensenergie und des Atems im Mittelpunkt. Mit bewussten Pranayama-Übungen, gezielten Bewegungen des Zwerchfells und Bandhas erforschten wir, wie eng Atem, Bewegung und innere Energie miteinander verbunden sind. Und auch beim Wandern wurde der Atem zum Begleiter. Das Rauschen des Wassers, das kühle Grün des Waldes und die Quelle des Birnbachs mit seinen 3 Grad Celsius machten diesen Tag zu einer ganz besonderen Erfahrung. Ein Wandertag, der uns sehr berührt hat.

**Tag 3: Mit der Steinbergbahn auf den Asitz – Manomaya Kosha**

Ein Höhepunkt der Woche war die Fahrt mit der Steinbergbahn hinauf zur Bergstation des Asitz bei malerischem Wetter. Am Gipfelplateau angekommen, erwartete uns ein reges Treiben: Es tummeln sich dort viele Mountainbiker für den „Epic Bikepark Leogang“, einen der größten Bikeparks Europas. Das war sehr spannend, von alt bis jung die Biker zu beobachten.

Einige von uns haben am gemütlichen Museumsrestaurant „Alte Schiede“ ihre Wanderung zum Gipfel auf 1.914 m begonnen, andere blieben einfach auf der großen Holzliege zum Chillen. Der Blick, der sich dort oben öffnet, lässt einen für einen Moment ganz still werden.

Und genau diese Verbindung nach innen stand an diesem Tag im Mittelpunkt: der **Manomaya Kosha**, unser Geist- oder Mental-Körper. Mit Asanas, Meditation und Übungen zur bewussten Wahrnehmung von Gedanken und Gefühlen erkundeten wir, was geschieht, wenn wir nicht jedem Gedanken oder Gefühl folgen. Eine spannende Reise durch die Bewegungen des Geistes und der Seele wurde erkundet. So unterschiedlich unsere Wege auch waren: Immer wieder gab es diese besonderen Momente, in denen der Geist stiller wurde und der Blick weiter.

**Tag 4: Ausflug nach Zell am See – Vijnanamaya Kosha**

Für einen Tag tauschten wir die Berge gegen den See. Zell am See mit seiner Promenade direkt am Uferrand, dem türkisblauen Wasser und dem bunten Treiben in der Altstadt war ein schöner Kontrast zu den ruhigen Tagen zuvor – ein Tag zum Bummeln, Eis essen und einfach Sein. Bei einer Fahrt mit Bus und Bahn durch die landschaftlich beeindruckende Region staunten wir nicht schlecht, als wir dann das imposante 1896 errichtete Grand Hotel als eines der Wahrzeichen der Stadt erblickten. Einen Cappuccino war es uns auch wert, um von der dortigen Terrasse die faszinierende Stimmung zu erfahren.

Auf der Yogamatte beschäftigten wir uns mit der **Vijnanamaya Kosha**, der Ebene von Erkenntnis, Intuition und innerer Weisheit. Die Praxis lud dazu ein, nach innen zu lauschen und die eigene Wahrnehmung zu verfeinern: Was ist mir bereits bewusst? Was spüre ich? Was möchte ich erkennen?

Vielleicht war auch deshalb der traumhafte Blick auf den See und die Berge so passend: ein weiter Blick nach außen und gleichzeitig die Einladung, den eigenen Blick nach innen zu weiten.

**Tag 5: Kleine Wanderung am Bach – Anandamaya Kosha**

Nach dem freundlichen Trubel in Zell am See kehrten wir zur Ruhe zurück: eine leichte Wanderung entlang eines Baches ohne große Anstrengung. Genau das Richtige für einen Tag, an dem die Beine schon die Wanderungen und Yogaeinheiten spürten, der Kopf aber noch mehr Stille brauchte. Das gleichmäßige Plätschern des Wassers wurde fast zur eigenen kleinen Meditation.

Auf der Matte widmeten wir uns dem **Anandamaya Kosha**, dem Glückseligkeits-Körper oder der Ebene von innerer Freude, Verbundenheit und tiefem Frieden. Dabei ging weniger darum, etwas zu leisten oder zu erreichen, sondern vielmehr darum, wahrzunehmen, was bereits da ist: einen Moment von Ruhe, Dankbarkeit, Leichtigkeit und Freude wirklich zulassen in sich selbst. Der Bach begleitete uns dabei ganz selbstverständlich. Manchmal braucht es gar nicht viel, um bei sich anzukommen.

**Tag 6: Waldbaden-Tour – Integration der fünf Koshas**

Zum Abschluss unserer gemeinsamen Zeit stand eine Waldbaden-Tour auf dem Programm. Langsam, achtsam und mit allen Sinnen durch den Wald – sehen, hören, riechen, fühlen, atmen. Die Natur wurde noch einmal zum Erfahrungsraum für all das, was wir in den vergangenen Tagen auf der Yogamatte erforscht hatten.

Auch in unserer Yogapraxis ging es an diesem sechsten Tag um die **Integration der fünf Koshas**. Körper, Atem und Lebensenergie, Gedanken und Gefühle, Erkenntnis und Intuition sowie die Erfahrung von innerer Freude durften noch einmal miteinander verbunden und vertieft werden. Nicht mehr jede Ebene für sich, sondern das Zusammenspiel des Ganzen stand im Mittelpunkt. Und vielleicht war genau das die schönste Erfahrung dieser Woche: zu spüren, dass Yoga nicht nur auf der Matte stattfindet. Es ist im Gehen, im Atmen, im Staunen, im gemeinsamen Schweigen, im Lachen und in den Begegnungen. Es ist in den Bergen, am Wasser und mitten im Wald.

**Eine Reise, die im Herzen bleibt**

Aus dem gemeinsamen Wandern, Atmen, Praktizieren und Stillwerden ist einmal mehr sichtbar geworden, wie eng Naturerleben und innere Einkehr miteinander verwoben sind – und wie viel Kraft daraus entstehen kann. Die fünf Koshas waren dabei nicht nur ein philosophisches Konzept aus der Yogaphilosophie. Sie wurden zu einer ganz individuellen Reise durch Körper, Atem, Geist, Erkenntnis und Freude – und am Ende zu einer Erfahrung von Verbundenheit. Mit sich selbst. Miteinander. Und mit der Natur, die uns die ganze Zeit über getragen hat.

Ich danke allen zwölf Teilnehmenden für diese wertvolle, offene und besondere gemeinsame Zeit.

Herzliche Grüße
**Anke Rebetje**

[**zum Profil und Reisen von Anke Rebetje**](https://www.neuewege.com/ueber-uns/yogalehrende/kursleitung/anke-rebetje/)

[**zum Hotel Der Löwe**](https://www.neuewege.com/europa/oesterreich/im-einklang-mit-den-alpen-yoga-natur-und-stille/)

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