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Reisebericht aus der Casa El Morisco: "Flip the Dog" als Sundowner

03.05.2013
Alexandra Habermaier

Der umgedrehte Hund stand nicht in meinem Programm für den „Vinyasa-Flow-Kurs“ auf der Casa el Morisco. Er wurde auch gar nicht im Kurs geübt, sondern am letzten lauschigen Abend auf der Terrasse der Casa spontan praktiziert. Aber davon später mehr. Die Motivationen und Erwartungen der Kursteilnehmer waren so bunt und unterschiedlich wie die Teilnehmer selbst. Neben zwei Yogalehrerinnen, die sich neu inspirieren lassen wollten, saßen am Montagmorgen um 8:00 Uhr 6 weitere erwartungsvolle Frauen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland auf ihrer Yogamatte in der stimmungsvollen Flamencohalle, die mit allem ausgestattet ist, was ein Yogalehrerherz höher schlagen lässt. Getreu Desikachars Motto, dass Yoga dem Menschen dienen soll, wurden die Haltungen vom Beginn der ersten Stunde an an die Teilnehmer des Kurses angepasst und Variationen angeboten und ausprobiert. Zum Ende der Woche wurden die Haltungen dynamischer, der Atem, der im Mittelpunkt jeder Yogaübung stand, verschmolz mit der Bewegung und die Sonnengrüße wurden fließender und weicher. In den Abendkursen lag der Fokus nach einer dynamischen Sequenz mehr auf dem Aspekt des Loslassens, der in den praktizierten Yin-Yoga-Übungen immer wieder neu entdeckt werden konnte. Und so begab sich jede Teilnehmerin in dieser Woche auf ihre ganz persönliche Entdeckungsreise. Viel zu entdecken gab es auch bei der angebotenen Küstenwanderung „Cańuelo-Cantarrijan“, dem Besuch der bizarren Steinschluchtwüste „El Torcal“ oder einem Marktbummel in „La Caleta de Vélez“. Die Teilnehmerlisten zu den Ausflügen waren immer gut gefüllt, was bestimmt auch an den spannenden, hintergründigen und mit brandenburgischem Humor präsentierten Geschichten von Ebi, dem Reiseleiter, lag. Und auch ein Ausflug nach Málaga mit dem Bus kann spannend und überraschend sein, wenn man sich mehr auf die eigene Wahrnehmung als auf Info-Tafeln und Abfahrtszeiten verlässt. Letztere findet man nämlich keineswegs an der Bushaltestelle und selbst wenn sie dort ständen, könnte man sich vermutlich nicht wirklich auf sie verlassen. Man kommt aber trotzdem dort an, wo man hin möchte, wenn man sich aufmerksam und wach auf seine eigene Wahrnehmung verlässt. Mehr „wahrnehmen“ als denken und handeln konnte man auch bei einem „Coaching- und Yoga-Kurs“ der zeitgleich auf der Casa angeboten wurde. Hier stellte sich bei einem Gespräch mit dem Leiter heraus, dass die eben erwähnte Wahrnehmung Energie schenkt, während Denken und Handeln Energien kosten. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, konnte man also neben der Wahrnehmung der historischen Gebäude und der filigranen schmiedeeisernen Balkone im Gassengewirr, die maurischen Wurzeln von Málaga entdecken und neben außergewöhnlichen Souvenirs auch geschenkte Energie aus der Geburtsstadt Picassos wieder mit nach Hause nehmen. Wertvolle Energien konnte man auch durch die Nahrungsaufnahme köstlich zubereiteter andalusischer Speisen umsetzen. Denn die selbst am frühen Morgen immer fröhlichen Köchinnen der Casa verbreiteten nicht nur durch das liebevoll zubereitete und sinnlich dekorierte Essen gute Laune, sondern auch durch ihre spontanen Gesangseinlagen der vermutlich aktuellen Top 10 der spanischen Charts. Den Rhythmus und die Freude an der Arbeit konnte man sich buchstäblich auf der Zunge der vegetarischen und veganen Köstlichkeiten zergehen lassen. Abendangebote des Hausprogramms wie „Yoga Nidra“, „Trommeln“ und „Tanz der Polaritäten“ luden zum Schnuppern und Experimentieren ein und jeder fand, was sie oder er brauchte: im Yogakurs, auf der Terrasse, bei einem Ausflug, im üppig blühenden Garten und in illustren und intensiven Gesprächen. Bei eben diesen Gesprächen vergaß man schnell die Zeit bei einem guten spanischen Roten und dem letzten Stück „Tarta de Queso“. Wer lieber mit einem warmen Tee ins Bett ging, hatte die Wahl zwischen „Te belleza“, „Relax“ und vielen anderen, dem gesunden Schlaf und der Schönheit förderlichen Heißgetränken. Entschied man sich allerdings für den Baldriantee, konnte es sein, dass die Anstands-Begleitung auf das Zimmer aus einer sehr gepflegten und äußerst anhänglichen Katze bestand, die einem schnurrend bis zur Zimmertür um die Beine ging. Ein „Nightcap“ ganz anderer Art war der „Dogflip“ am letzten Abend auf der Terrasse, der eher aktivierend wirkte und vermutlich dazu beitrug, dass der Abend sich genussvoll in die Länge zog. Und wie jede Yogahaltung die innere Haltung des Praktizierenden in ihrer äußeren Form spiegelt, verbargen sich auch im umgedrehten Hund an diesem Abend Themen, mit denen sich Menschen in solch einer intensiven Woche gern mal auseinander setzen: Perspektivenwechsel, neue und kreative Herausforderungen und die Freude und Leichtigkeit, mit der man die eigene Yogapraxis in sein Leben integrieren kann. Alexandra Habermaier im April 2013 [gallery link="file" orderby="rand"]

 Die nächste Reise mit Alexandra Habermeier führt ins Gutshaus Parin vom 27.10.-03.11.2013

Alexandra Habermaier, Yogalehrerin BDY/EYU, Magister Artium (M.A.) Germanistik, Philosophie, Pädagogik, Fortbildungen u.a. bei Mark Darby, Christopher Gladwell, Ayurveda-Therapeutin, Leitung des Yogastudios "intouch yoga" in Euskirchen.

Alexandra Habermaier
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Dieser Reisebericht wurde geschrieben von: Alexandra Habermaier
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