30.04.2014Teilen

Vom Eintauchen in die magische Welt Indiens - ein Reisebericht von Greta Nielsen

Indien – ein riesiges Land voller Facetten. Zwei Wochen hatte ich Zeit, um gemeinsam mit meiner Mutter einen Teil Keralas und Karnatakas zu bereisen.

Am Morgen des 5. April kamen wir nach einem entspannten Flug in Cochin an. Unsere erste Station lautete: Nattika Beach Resort, ca. 1,5 Stunden nördlich von Cochin gelegen, und eines unserer beliebtesten Ayurveda-Resorts. Schon so viel Gutes hatte ich von begeisterten Kollegen und Kunden gehört, die schon einmal eine Ayurvedakur dort machen durften. Die duftende Jasminblütenkette, die uns bei der Ankunft um den Hals gelegt wurde, die warmen Willkommensworte der Angestellten – schon da wusste ich, was dieses Haus so besonders macht. Spätestens als ich in der warmen Tropenluft auf der Terrasse meiner wunderschön traditionell gebauten, großzügigen und sauberen Villa lag und den Vogelsängen lauschte, war ich vollkommen in eine andere Welt abgetaucht.

Die Tage boten die verschiedensten ayurvedischen Behandlungen – alle individuell auf uns abgestimmt und liebevoll vom Ayurveda-Team durchgeführt. Das vielfältige ayurvedische Buffet und die mehrmals am Tag angebotenen und nach verschiedenen Levels unterteilten Yoga-Stunden rundeten unseren Aufenthalt ab und ließen mich schon nach kürzester Zeit unglaublich erholt und tiefenentspannt fühlen.

Am letzten Abend im Resort wartete dann noch ein unerwarteter Höhepunkt auf uns: Während wir uns den – jeden Tag wieder faszinierenden – Sonnenuntergang am endlosen Nattika Beach anschauten, schlüpfte direkt neben uns ein ganzes Nest Meeresschildkröten! Gemeinsam mit einer indischen Großfamilie passten wir auf, dass sie ihren Weg zum Meer fanden, bevor Sie im Ozean auf Reisen gingen. Ein unvergesslicher und so authentischer Augenblick!

Schildkröten, die gerade schlüpfen

Früh am nächsten Morgen ging es wieder zum Flughafen, um von dort nach Bangalore zu fliegen, von wo aus unsere Rundreise durch das Hochland Karnatakas über die regenwaldbedeckten Berge der Western Ghats bis wieder hinunter an die palmengesäumte Küste Keralas führen sollte.

Bereits in dieser kurzen Zeitspanne wurde deutlich, wie vielfältig Indien ist. Bei unserem zweiten Tempelbesuch hatten wir das Glück, gleich einem Tempelfest bewohnen zu können. Pilger aus allen Orten waren angereist, um den Göttern Opfergaben zu bringen und sie mit bunten Umzugswagen zu feiern. Neugierig wurden die westlichen Besucher bestaunt und das ein oder andere Foto von uns fand Einzug in die Familienalben. Es schlug uns eine Welle der Freundlichkeit und Herzlichkeit entgegen, wie man sie selten findet.

Als Kontrast zu den weiten Ebenen des Hochlandes kamen wir als nächstes in die regenwald-bedeckten Western Ghats, deren Berghänge in sattem Grün steil in den Himmel ragten. Auf 1.300 m werden hier Kaffee, Tee und Gewürze angebaut und großzügige Farmen säumen den Weg. Am Abend durften wir auf der Terrasse unseres Bungalows dann noch ein Gewitter miterleben, bei dem, trotz vorheriger 30 Grad, kirschgroße Hagelhörner vom Himmel fielen… Ein Segen, wie man uns später sagte – denn der Hagel kommt hier nur an einem einzigen Tag im Jahr und läutet die Sommerregensaison und damit die Kaffeeblüte ein! Es ist also alles eine Frage der Perspektive…

Ein Mittagessen im Homestay einer Farmerfamilie gab uns einen Einblick ins tägliche Leben der lokalen Bewohner. Reich wurde aufgetischt und köstliche Hausrezepte serviert, bevor wir die hauseigene Farm anschauen durften.

Mysore wartete mit seinem beeindruckenden Palast auf uns. Regulär wird die gesamte Palastanlage immer sonntags am Abend beleuchtet, aber zum südindischen Neujahrsfest konnten wir dieses Spektakel auch am Montag bestaunen. Ein Anblick wie aus 1001 Nacht!

Eine landschaftlich wunderschöne Serpentinenstraße brachte uns aus den Bergen wieder an die Küste, deren üppiges Grün der Palmen und Reisfelder so andersartig schön als die Berge ist. Cochin mit seinem entspannten Flair und seiner interessanten und überall sichtbaren Kolonialgeschichte sowie eine halbtägige Backwatertour auf dem Pambafluss, bei der wir sanft durch die kleinen Kanäle glitten und Menschen bei ihrem Alltag beobachten konnten, rundeten diese harmonische und so vielfältige Reise ab.

Die Farben, Düfte… das Lachen der Menschen… der Nebel im Hochland und das Rauschen der Wellen… all das wird mir noch lange in Erinnerung bleiben und lässt mich schon jetzt gespannt auf meine nächste Indienreise warten.

Wenn auch Sie dieses wunderschöne Fleckchen Erde entdecken möchten, rufen Sie doch am besten gleich an und lassen sich von unseren Ayurveda-Experten das richtige Haus für Ihre Kur auswählen. Zusätzlich bieten wir tolle Verlängerungsreisen an, die Sie an magische Orte Indiens führen.

Dieser Beitrag wurde geschrieben von:

Greta Nielsen