29.03.2015Teilen

Ayurvedische Tipps zum gesünderen Leben - Dosha basierte Küche

Das Konzept der ayurvedischen Dosha basierten Küche ist während einer Ayurveda Kur, aber auch bei der Umsetzung im Alltag von großer Bedeutung. Inwiefern dieses Konzept sich mit den Jahreszeiten ändert und welche Rolle es beim Abnehmen einnimmt, verrät Ihnen heute unser Ayurveda Resort Ananda in the Himalayas.

Im Ayurveda spielen die individuellen Konstitutionstypen (Dosha Typen) eine große Rolle. Sie stehen in enger Verbindung mit der physischen Erscheinung, der Persönlichkeit, der Art wie man auf Stress reagiert, dem Wetter, aber auch anderen Faktoren wie der Jahreszeit oder dem Lebensstil. Es gibt die drei Konstitutionstypen Vata (Kombination aus den Elementen Luft und Äther), Pitta (Kombination aus Feuer und ein bisschen Wasser) und Kapha (Kombination aus Wasser und Erde). Die Bestimmung des Konstitutionstypen ist immer der erste Schritt bei einer Ayurveda Kur und somit die Basis für die weitere Behandlung.

 

Dosha basierte Ernährung

Der Ayurveda teilt alle Lebensmittel in sechs Grund-Kategorien ein, die auf den verschiedenen Geschmacksrichtungen basieren: Süß, sauer, salzig, scharf, bitter und zusammenziehend. Jede dieser Geschmacksrichtungen besitzt wichtige Eigenschaften, die der Körper zum Funktionieren braucht.

Der Vata Typ hat natürlicherweise einen Hang dazu, leichte und trockene Gerichte zu essen. Um das auszugleichen sollte er ölige und schwere Gerichte zu sich nehmen, die süß, sauer oder salzig sind. Der Pitta Typ hingegen benötigt kaltes und schweres Essen mit süßem und bitterem Geschmack, um dem Überschuss an Feuer, das der Pitta Typ in sich trägt, entgegen zu wirken. Der Kapha Typ neigt zu schwerem, öhligem Essen. Daher sollte er dies durch leichte Speisen mit bitterem, scharfem und zusammenziehendem Geschmack ausgleichen. Thymian, Rosmarin und Senf eignen sich dabei besonders.

 

Der Einfluss der Jahreszeiten auf die ayurvedische Ernährung

Im Ayurveda spielen die Jahreszeiten und ihr Wechsel eine große Rolle für die Art, wie und was gekocht wird.

  • Shishira Ritucharya (Mitte Januar bis Mitte März): In dieser Jahreszeit erhöht sich die Trockenheit in der Luft. Das erhöht die Doshas Vata und Kapha. Der Ayurveda empfielt den Genuss von gekochten Speisen mit warmen Gewürzen. Getrunken werden sollte weißes Wasser oder warmer Kräutertee. Empfohlene Getreideart: Mais, Hülsenfrüchte: Pferdebohnen und Wattana, Öle: Senföl (nicht zu viel), Gewürze: Ingwer, Knoblauch und schwarzen Pfeffer, Gemüse: Süßkartoffeln und Flaschenkürbis.
  • Vasanta Ritucharya (Mitte März bis Mitte Mai): Das verstärkte Kapha Dosha geht in dieser Zeit wieder zurück. Kapha Typen sind in dieser Zeit anfällig für einen Appetitverlust. Der Fokus liegt daher darauf, den Appetit wieder anzuregen. Gewürzte Buttermilch kann dabei helfen. Empfohlene Getreideart: Gerste und Hafer, Hülsenfrüchte: Chana, Öle: Sesamöl (nicht zu viel), Gemüse: Kürbis, Aubergine, Radischen und Jamswurzel. Milch sollte in dieser Zeit nur in kleinen Mengen getrunken werden.
  • Grishma (Mitte Mai bis Mitte Juli): Die Temperaturen steigen in dieser Zeit stark an und es wird trockener. Wir fühlen uns in dieser Zeit oft schwächer. Vata wird wieder stärker während Kapha beeinträchtigt wird. Das Körperfeuer Agni bleibt in einem milden Stadium. Leicht verdauliche Speisen werden für diese Zeit empfohlen. Empfohlene Getreideart: Reis, Hülsenfrüchte: Moog Bohnen. Sie sollten viel Wasser trinken, frische Fruchtsäfte, leichte Fleischsuppen mit etwas Pfeffer essen. Vor dem Schlafengehen empfielt es sich, ein Glas Milch zu trinken. Vermeiden sollten Sie salzige, scharfe und saure Speisen in dieser Zeit.
  • Varsha (Mitte Juli bis Mitte September): Mit der steigenden Trockenheit dieser Jahreszeit sind wir noch mehr geschwächt. Vata wird beeinträchtigt während Pitta extrem ansteigt. Auch das Körperfeuer Agni erhöht sich stark in dieser Zeit. Vor allem Getreide iwe Reis und Weizen sollten zu sich genommen werden. Klare Gemüsebrühen helfen in dieser Zeit auch. Vermeiden sollten Sie hingegen stark salzige, fettige Speisen, die schwer zu verdauen sind wie Fleischgerichte oder fermentierte Milchprodukte.
  • Sharat (Mitte September bis Mitte November): Die Konstitution des Körpers bleibt etwa gleich. Vata beruhigt sich während Pitta beeinträchtigt wird. Die Aktivität von Agni erhöht sich wieder. Süße, bittere und einfach zu verdauende Gerichte sind während Varsha empfohlen. Vor allem brauner Reise, Green Gram, frische grüne Gemüsesorten, Süßkartoffeln, Broccoli, Äpfel und Preiselbeeren eignen sich gut. Vermieden werden sollten heiße, scharfe, saure Gerichte mit hohem Fettanteil, ebenso wie Meeresfrüchte und fermentierte Milchprodukte.
  • Hemanta (Mitte November bis Mitte Januar): Die Konstitution und Kraft kommt wieder und erreicht in dieser Zeit ihren Höhepunkt. Das Pitta Dosha sinkt wieder. Durch das erhöhte Agni steigt auch der natürliche Appetit. Süße, saure und salzige Gerichte stehen auf dem Speiseplan. Reis, Weizen und Green Gram werden in dieser Zeit empfohlen. Mageres Fleisch, Milch und Milchprodukte und das Kochen mit Sesam sind in dieser Jahreszeit gut. Vermeiden sollten Sie rohe, kalte und trockene Speisen. Statt kaltem Wasser trinken Sie Ingwertee.

 

Gewichtsmanagement mit Ayurveda

Die Dosha basierte ayurvedische Küche ist ideal, um zu einem gesunden Gewicht zu finden. Im Ananda in the Himalayas wird daher besonders darauf geachtet, einen ausgewogenen, zum Dosha Typ passenden Ernährungsplan während Ihrer Ayurveda Kur zu erstellen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Anregung des Körperfeuers Agni, um den Stoffwechsel anzuregen. Eine entgiftende Ernährung mit geringer Kalorienzahl und gesunden, organischen Zutaten sorgt dafür, dass Sie keinen Pseudo-Appetit verspüren und sich dennoch voller Kraft fühlen.

Das Ananda hat ein spezielles Gewichtsmanagement Programm entwickelt, das die folgenden Schritte umfasst:

  1. Stoffwechsel anregen (Agni): Gestartet wird mit einer Dosha basierten Ernährung, um die eigene Konstitution zu balancieren (Prakriti). Das Kapha Level wird dabei gesenkt. Der Stoffwechsel wird angeregt.
  2. Entgiftung (Ama): Entgiftende Säfte werden getrunken und ein Ernährungplan mit geringer Kalorienzahl wird erarbeitet. Gesunde Suppen und vegetarische Purees stehen auf dem Speiseplan.
  3. Dosha balancierende Ernährung (Kapha): Zum Ausgleich des Kaphas werden ölige und fettige Speisen vermieden. Scharfes Essen regt den Stoffwechsel des Kapha an. Dadurch wird Fett verbrannt.

Im Ananda in the Himalayas in Nordindien genießen Sie eine individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Ayurveda Kur. Sie lernen, wie Sie sich auch im Alltag besser ernähren können und dadurch zu einem gesünderen Lebensstil finden.