Blätter sammeln im Herbst
04.10.2019

Doshas in den Jahreszeiten - Vata Ausgleich in den kalten Monaten


Eiszapfen in weiten Wäldern - gemütliche Reisen erleben Unsplash - Andrew Walton
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Neben Pitta und Kapha verkörpert Vata eines der drei Doshas im Ayurveda. Pitta steht für das Element Feuer, Kapha für die Elemente Erde und Wasser und Vata für das Element Luft. Diese drei Doshas halten sich normalerweise die Waage, das heißt keines überwiegt, unsere körperliche Konstitution ist im Gleichgewicht. Doshas beinhalten, entsprechend ihrer Elemente, auch verschiedene Eigenschaften. Dabei kann einem Menschen aufgrund seines Charakters ein bestimmter, dominierender Dosha-Typ zugeordnet werden. Auch der Jahreszyklus kann in Dosha-Zeiten aufgegliedert werden, da das jeweilige Klima die jeweiligen Doshas spiegelt und damit verstärkt: Die Kapha-Zeit ist im Frühjahr bis Mai, die Pitta-Zeit anschließend im Hochsommer und die Vata-Zeit im Herbst und Winter. Fallen die Doshas ins Ungleichgewicht, kommt es zu negativen Auswirkungen auf das physiologische und seelische Wohlbefinden.

 

Vata Störungen in den kalten Monaten

Die Einteilung der Dosha-Zeiten sollte weniger an den genauen Monaten festgehalten werden, sondern, aufgrund des unbeständigen Wetters, eher durch das tatsächlich vorherrschende Klima entschieden werden. In den kalten Tagen mit etwas Wind, so wie wir sie gerade erleben, ist das Vata bei uns erhöht. Denn kalt, windig und trocken charakterisieren auch die Eigenschaften von Vata.

Vata bedeutet Wind. Entsprechend seinem Element besitzt Vata luftige Eigenschaften wie klar, leicht, unbeständig, kühl und trocken. Vata-Typen sind fröhliche, flexible und empfindsame Menschen mit viel Kreativität. Die Vata-Balance bei Menschen dieses Typs kann daher in den kalten Monaten bis etwa Ende Februar leicht gestört werden. Die unruhigen Eigenschaften von Vata können dann zu Problemen wie Schlafstörungen, Nervosität oder Ängstlichkeit führen.

 

Tipps für den Vata Ausgleich in den kalten Monaten

  1. Regelmäßigkeit: Stabilität wirkt den Eigenschaften von Vata wie Unstetigkeit und Unruhe am besten entgegen. Achten Sie deshalb auf einen regelmäßigen Tagesablauf, genügend Schlaf ab 22 Uhr, und geregelte Mahlzeiten, um Ihr Vata zu reduzieren. Stehen Sie möglichst früh auf, um die kurzen Tage zu nutzen und viel Sonnenlicht aufzunehmen. Auch wenn es am Anfang schwerfällt, unterstützen Sie Ihr inneres Gleichgewicht damit sehr gut.
  2. Die richtige Ernährung: Wahrscheinlich haben Sie schon selbst die Erfahrung gemacht, dass man an kalten Tagen besonders Appetit bekommt. Das liegt am verstärkten „Agni“ (Verdauungskraft) bei kaltem Wetter. Ihr Körper zeigt Ihnen dadurch was er braucht, um das Vata zu regulieren. Essen Sie möglichst warme Speisen und trinken Sie warmes Wasser oder Vata-Tee. Bestimmte Gemüse und Früchte sowie die Gewürzmischung Vata-Churna beruhigen das Vata. Auch Süßes bringt zusätzlich Energie und für die Gelenke ist z.B. Ghee empfehlenswert.
    Besonders warme, gut gewürzte Suppen und auch frittierte Speisen können im Winter genossen werden. Zum Frühstück empfiehlt sich ein warmes Müsli mit Früchten um Vata Störungen auszugleichen.
  3. Halten Sie sich warm: Durch entsprechende Kleidung wird Frieren vorgebeugt. Tägliche Massagen mit Sesamöl oder Vata-Massageöl und das warme Abduschen der Öle regen Wärme an und schützen Ihre Haut. Besonders für die Skifahrer gilt: Schützen Sie sich besonders vor schnellen, kalten Winden! Die Sonne genießen tut gut, aber treffen Sie entsprechende Vorkehrungen und schützen Sie Ihren Körper ausreichend vor der Kälte.
  4. Entspannung: Integrieren Sie entschleunigende Entspannungsübungen wie Meditation und Yoga in Ihrem Alltag. Mit Ihrem Geist wird dadurch Ihr Vata beruhigt und Ihre Gesundheit gestärkt.

Andere Direktmaßnahmen zur Vorbeugung gegen Erkältungen können Neti, die Nasenspülung oder Inhalation mit Salzwasser sein.
 

Neti - die Nasenspülung

Neti ist eine gebräuchliche Methode auch während Ayurveda-Kuren. Sie beugt dem Festsetzen von Viren und Bakterien in den Nasenschleimhäuten vor. Verwenden Sie für die Spülung nur hochwertiges Steinsalz, kein Meersalz! Mit Hilfe eines Nasenkännchens (erhältlich in der Apotheke) lassen Sie die Salzlösung passiv durch Ihre Nase laufen. Neigen Sie dazu Ihren Kopf über einem Waschbecken zur Seite, atmen Sie ruhig durch den Mund und lassen die Lösung durch das freiere Nasenloch laufen.

Die Inhalation können Sie ganz einfach über einer Schüssel mit heißem Salzwasserdampf und einem Handtuch über dem Kopf durchführen. Ruhig und tief atmen und nach ein paar Minuten ausruhen. Geben Sie sich eine halbe Stunde Zeit, bevor Sie nach draußen gehen, um die Nase richtig trocknen zu lassen.

 

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