Ein atemberaubender Ausblick
17.04.2020 Britta Sattig

Bali: Eine ganz besondere Reise in besonderer Zeit


Ankunft der Gruppe an dem Flughafen
Eine Radtour mit wunderschöner Landschaft
Eine kleine Pause mit einer Stärkung für Alle
Eine einzigartige Tempelanlage
Eine kleine Meditation-Einheit vor dem Tempel
In einer Elefantenhöhle wird das Opfergaben basteln beigebracht
Stärken Sie sich bei einer Yoga-Einheit
Ein wunderschöner Ausblick in dem Wasserpalast
Hier haben Sie einen einzigartigen Blick auf einen Vulkan

Seit Monaten hatten wir uns auf unsere Bali-Reise gefreut – dann kam Corona... Die Situation spitze sich zwei Tage vor unserem Abflug in Deutschland zu: am Freitag wurde unser geplanter Flug mit Singapur Airlines gecancelt… - wir konnten jedoch auf Thaiairways umgebucht werden. Gleichwohl war eine Verunsicherung ausgelöst, wie lange Bangkok seinen Flughafen wohl noch offen halten würde…? Ängste machten sich breit, das Auswärtige Amt und viele Personen in unserem Umfeld rieten von Reisen ab. Einige Teilnehmerinnen stornierten die Reise dann auch – so flogen wir am Samstag nur zu viert nach Bali.

Ein Trüppchen positiv eingestellter Powerfrauen! Angekommen auf der Insel der Götter erwartete unser Guide uns bereits und brachte uns zu unserer ersten Unterkunft in Ubud, in die wunderschöne Anlage „Arma Museum and Resort“. Im schönen Pool unter tropischer Vegetation floss, denn auch die Unruhe und Anspannung der letzten Tage ab. Von dieser Basis aus erkundeten wir die nächsten drei Tage lang das Umland und nachmittags das Künstlerdorf selbst. Eine Fahrradtour durch Reisfelder und vorbei an unzähligen Tempeln erfreute Augen und Herz. Wir erfuhren viel über das Leben und die Spiritualität der Balinesen. Jedes Dorf hat mindestens drei Tempel für: einen für Brahma – den Erschaffer, einen für Vishnu – den Erhalter und einen für Shiva – den Zerstörer. Also für den ewigen Kreislauf Werden – Sein – Vergehen. Im Haus einer balinesischen Familie nahmen wir unser Mittagessen ein und erhielten Einblick in deren privaten Tempel.

Am zweiten Tag ging es zu einer Elefantenhöhle und zu einer Schule für handicaped children, wo wir eine Opfergabe basteln lernten. Anschließend stand der Besuch bei einem Heiler auf dem Programm, der exotisch und auch erheiternd war, da zwei der Frauen eine Dusche auf der Straße in „voller Montur“ bekamen, um ungute Energien abzuwaschen. Anschließend unterzogen wir uns alle einem Ganzkörper-Reinigungszeremoniell in einem Königspalast, wo unter 13 Wasserfontänen alle Krankheiten und Probleme von uns abflossen…

Am dritten Tag ging es Richtung Norden zu unserer Unterkunft für die nächsten zehn Tage mit weiteren eindrücklichen Stopps: an einem magisch gelegenen Höhlen-Wasserfall, einem großen Tempelkomplex für Vishnu und Mittagessen mit Blick auf den Vulkan Mount Batur samt zugehörigem See. Am Nachmittag kamen wir nach einer abenteuerlichen Fahrt über die Berge mit vielen tollen Eindrücken im Nordosten der Insel im Holiway Garden Resort & Spa an: einem Paradies am Meer! Eine Oase der Ruhe in dieser aufregenden Zeit, von der hier nichts zu spüren war. Wir kamen uns vor wie auf einer Insel der Glückseeligen. Hier wurden wir von allzeit herzwärmend-lächelnden Balinesen umsorgt und verwöhnt und konnten uns von den Ausflügen und mannigfaltigen Eindrücken der letzten Tage so richtig erholen. Yoga und Meditation unterstützten die Regeneration: morgens übten wir Luna Yoga auf einer Plattform über dem Meer; nachmittags meist Yin Yoga, das beim Loslassen unterstützte, das immer wieder angesagt war.

Denn natürlich erreichten uns täglich aufwühlende Nachrichten von unseren Familien und Freunden aus Deutschland. Nach einer Woche erfuhren wir, dass Bangkok nun auch dicht machte und unser Rückflug somit hinfällig war. Doch glücklicherweise fand Sarah von NEUE WEGE Reisen noch eine mögliche Alternative (die letzte!) und buchte uns auf Garuda um, die uns über Jakarta nach Amsterdam bringen sollte, von wo aus wir dann mit Bahn bzw. Anschlussflug nach Zürich heimkommen sollten.Die letzten drei Tage waren dann wieder Zuversicht und Vertrauen angesagt, dass dieser Flug nicht auch noch gestrichen würde!

Für unsere nachmittäglichen Yogaeinheiten nutzen wir aufgrund der Outdoor-Temperaturen eine der wunderschönen Seminarräume mit besonders wohltuender Energie. Das ganze Resort ist nach Feng Shui Richtlinien errichtet und ausgestattet mit unglaublich vielen liebevollen und geschmackvollen Details: ein Genuss für Auge und Gefühl! Genussvoll und wohltuend waren auch die Behandlungen im Spa, von denen man sich hier glücklicherweise mehrere leisten konnte. Von unserem Entdeckergeist getrieben unternahmen wir noch einen Ausflug entlang der Ostküste zu einem Wasserpalast, den wir – wie die Sehenswürdigkeiten der ersten Tage auch – fast für uns alleine hatten. Es gibt einfach nicht viele so mutige (und ein bisschen verrückte?) Menschen wie uns, die während des Corona-Hypes reisten und Besichtigungen machten.

Ein Highlight war dann nach dem Besuch einer Kaffeeplantage unsere Einkehr ins „Bali Asli“, einem Restaurant inmitten von Reisterrassen mit Blick auf den Vulkan Agung, der sich uns nach anfänglicher Verhüllung in Wolken noch in seiner vollen Pracht zeigte. Was uns hingegen verwehrt blieb ist Ogoh-Ogoh, die traditionellen Umzüge mit lärmenden Musikinstrumenten an Neumond, bei dem riesige Figuren durch die Strassen getragen und schließlich am Meer verbrannt werden. Sinn dieser Zeremonie ist die Verbannung aller bösen Geister aus den Dörfern und dem Leben gläubiger Balinesen, um wieder das Gleichgewicht zwischen Menschen, Göttern und der Natur herzustellen. (Vielleicht gar keine so schlechte Idee…?)

Corona war inzwischen auch auf Bali angekommen und größere Menschenansammlungen untersagt worden. Doch konnten wir die Figuren bei unserem Ausflug am Vortag am Strassenrand zumindest sehen – eindrücklich und teilweise gruselig. Wir zelebrierten ein eigenes, kraftvolles Neumond-Ritual: übergaben Altes, das wir loslassen wollten dem Meer und setzten Samen für Neues, für einen Herzenswunsch. Nyepi, das balinesische Neujahrsfest und höchster hinduistischer Feiertag auf Bali fand am nächsten Tag wie geplant statt. Ein Tag der Stille, bei dem alles ruht (Arbeit, Radio, TV, alle Fahrzeuge, Flugzeuge…) und kein Licht angemacht werden darf, damit die Dämonen weiterziehen, weil die Insel verlassen scheint. Diesen Tag verbrachten wir schweigend, also auch in innerer Stille, was eine sehr schöne Erfahrung für alle war.

Am Samstag hieß es dann Abschied nehmen - unsere Flüge waren noch immer auf „Grün“. Nochmals ging es auf einer für uns neuen Strecke über die Berge durch Dschungel- und Bambuswälder an die Südküste nach Denpasar. Nach Fiebermessen und Durchlaufen einer Desinfektions-Schleuse ging unser Flug nach Jakarta planmäßig. Der Anschlussflug nach Amsterdam mit Verspätung und sieben Stunden Aufenthalt am Flughafen – doch schließlich saßen wir in der Maschine: alles gut.

Wieder zurück auf europäischem Boden umarmten wir uns glücklich und dankbar für diese wunderbare, teilweise aufregende Zeit. Sie beinhaltete einige emotionale Höhen und Tiefen, viele tolle Eindrücke, schenkte uns Erkenntnisse über uns selbst und unser Umfeld. Immer wieder durften wir uns im Loslassen und Annehmen dessen was ist üben und ins Vertrauen gehen. Von dieser ganz besonderen Reise zu einer ganz besonderen Zeit kamen wir alle mit wertvollen Erfahrungen fürs Leben zurück, die wir nicht missen wollen. Unser Fazit: „Alles richtig gemacht!“  Herzlichen Dank an meine drei Reise-Begleiterinnen für euren Mut, euer Einlassen und die schöne Gemeinschaft!

zu den nächsten Reisen mit Britta Sattig
 

 

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