Weit und frei sind die Backwaters in Kerala
23.06.2018 NEUE WEGE Yogalehrerin Eva-Maria Flucher

Indien: Fest der Sinne - Ostern mit Ayurveda & Yoga (Reisebericht)


Unser Tourguide zeigte der Gruppe wie Tee in Kerala hergestellt wird
Die Indien-Gruppe 2017 von Eva-Maria Flucher: Ein Baum inmitten der Teeplantagen
Traditioneller Fischfang in Kerala
Yogalehrerin Eva-Maria Flucher auf Entdeckungstour: persönliche Begegnungen mit Einheimischen in Kerala
Yoga üben in der Gruppe in der wärmenden Sonne Indiens
Gute Stimmung auf dem Hausboot in den Backwaters Keralas
Sonnenuntergang über den Backwaters

Indien begeistert, Indien fasziniert, Indien berührt, Indien schockiert, Indien verändert. So oder so ähnlich sind oft die Reaktionen der Menschen, wenn sie von Indien erzählen. „Südindien ist anders“ ist einer meiner Standart-Sätze, die ich dann darauf immer wieder antworte. Kerala verzaubert und bezaubert.

Über Ostern 2018 hatte ich wieder die Möglichkeit mit einer wundervollen „Partybustruppe“ für zwei Wochen „mein“ Kerala zu genießen. Gestartet haben wir mit einer kleinen Rundreise. Unsere Ladies kamen aus den unterschiedlichsten Ecken Europas. In Dubai haben wir uns dann fast alle gefunden. Nur eine unserer Teilnehmerinnen hatte mit Flugverspätungen zu kämpfen und erreichte erst in der nächsten Nacht Cochin. Doch für den Rest der Truppe hieß es: Welcome to India!

Unsere Gruppe bestand aus sieben unerschrockenen, einzigartigen Ladies. Das erste Mal Indien war das größte Thema, nur eine Teilnehmerin war schon mal davor in Indien gewesen. Das erste Mal ankommen in Cochin kann ziemlich intensiv sein. Der lange Flug, die Hitze, die Luftfeuchtigkeit, der Lärm, die Farben, die Gerüche, das hektische Treiben am Flughafen, doch als alle ihre Koffer wieder in der Hand hatten und alles Geld gewechselt war, starteten wir gemeinsam Richtung Ausgang, wo schon Anil, unser indischer Reiseleiter, uns mit einem breiten Lächeln empfing und uns von Anfang an das Gefühl vermittelte, dass alles möglich sei und wir immer für alles Zeit hatten.

Wir wurden mit Blumengirlanden empfangen und gleich zu unserem „Partybus“ gebracht. Dort wurde uns dann auch gleich Mr. Michael unser Busfahrer vorgestellt. Die Fahrt nahm ihren Lauf. Mr. Michael bugsierte uns mit unserem Partybus durch den für Europäer nicht nachvollziehbaren Verkehrsfluss, mal nach rechts, mal nach links, mal wird gehubt. War das ein Grüßen oder war das eine Rüge an die anderen Verkehrsteilnehmer? Man weiß es nicht so genau. Doch eines stand fest Mr. Michael würde uns sicher und souverän durch dieses Verkehrsgewühl bringen. Das hat er uns an jedem der folgenden Tage aufs Neue bewiesen.

Fort Cochin war unser Ziel und das Hotel war unsere Oase der Ruhe nach all den Eindrücken und Impressionen. Wir machten uns frisch und ruhten uns ein wenig aus bevor es auf den Chinesischen Fischermarkt ging, wo wir den Fischern zusahen. Da es Sonntag war schlenderten hunderte indische Familien mit uns am Pier entlang und genossen ihren Sonntagnachmittag. Plötzlich, wie aus dem Nichts, tauchten Delfine im Wasser auf und spielten mit den Wellen. Einfach wundervoll. Natürlich wurden die Kameras gezückt und das eine oder andere Foto geschossen. Nach diesem entspannten Spaziergang haben wir den Abend mit unserem ersten indischen Abendessen am Fort Cochin ausklingen lassen und konnten uns ein wenig besser kennenlernen.

Tagwache war um 7:00 Uhr, Frühstück um 7:30 Uhr und um 8:30 Uhr begaben wir uns mit Anil auf eine Stadtführung, denn schließlich wollten wir alle wichtigen Sehenswürdigkeiten in Cochin erleben und besuchen. Über die Franziskaner Kirche in der Vasco da Gama seine erste Ruhestätte fand bis hin zum Königspalast war alles dabei. Das Treffen von Schülergruppen und Schulklassen, die uns Europäer als Attraktion sahen und hunderte Selfies und Bilder mit uns schossen bis hin zur Partei Zentrale der Kommunistischen Partei und natürlich wurde auch die Synagoge in Cochin besucht. Kultur und Tradition traf sich mit der Gegenwart und dem Lebensgefühl von Cochin. Und wir waren live dabei und mittendrin.

Am Nachmittag ging es in die Berge, in die Tee- und Gewürzplantagen von Thekkady. Eine Wanderung durch die Tee- und Gewürzplantagen. Es war faszinierend durch unendliche Kardamomfelder zu spazieren und all die Besonderheiten der Pflanzen erklärt zu bekommen. Am Nachmittag einen Bio-Gewürzgarten, wo uns der Landwirt alle exotischen und fremden Pflanzen und Gewürze benannt und gezeigt hat. Von A wie Ananas, über Vanille und Kaffee bis hin zur Jackfruit und Zimt war alles dabei.

Tag für Tag ein Highlight, Tag für Tag unzählige Eindrücke und Impressionen. Anil organisierte uns am Weg zu den Backwaters noch die eine oder andere Kokosnuss am Straßenrand und die eine oder andere Jackfruit, denn „a lot of fruits“ war der Wunsch von unseren Ladies und natürlich wurden alle Wünsche erfüllt. Von Mango über Kokosnuss bis hin zur Jackfruit wurde während unseren Busfahrten kulturelle und gesellschaftliche Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufgezeigt und unsere Gaumen mit köstlichen Früchten und Süßigkeiten versorgt.

 

Angekommen in den Backwaters ging es gleich direkt auf die Hausboote. Diese schwimmenden Kokosnüsse, wie sie auch genannt werden, sind einfach faszinierend. Die ehemaligen Reisbarken waren unser gemütliches zu Hause für die nächsten beiden Tage. Das Dahingleiten auf den Backwaters ist jedesmal auf´s Neue ein Highlight. Das tiefe Eintauchen in den Alltag der Menschen in den Backwaters, das Treibenlassen, das Dahingleiten auf dem Wasser der Kanäle. Die Palmen und Bäume, die sich bei Sonnenaufgang wie Scherenschnitte im Wasser spiegeln. Der Morgen in den Backwaters verzaubert und man hat das Gefühl in einer anderen Welt zu sein. Während man gemütlich an seinem ersten Instant Coffee nippt, gleiten rechts und links die Häuser und Hütten der Backwaters vorbei. Inder fahren in ihren Kanus und Motorbooten zur Arbeit. Die Menschen erledigen ihre Morgentoilette im Wasser der Kanäle und auch das Geschirr und die Wäsche wird gereinigt. Tausende Einblicke und Eindrücke ziehen im Zeitlupentempo am Auge des Betrachters vorbei. Das pure Leben und wir als Besucher und Betrachter dürfen für diesen Moment ein winziger Teil ihres Lebens sein. Die Backwaters und das Leben in den Backwaters haben uns alle tief beeindruckt und fasziniert.

Die nächsten Tage verbrachten wir nach diesen traumhaft schönen Tagen auf den Backwaters im Bethsaida Hermitage bei Kovalam Beach. Die Ayurveda-Ärzte des Bethsaida haben uns gleich willkommen geheißen, unsere Typ Bestimmung gemacht und unsere Behandlungspläne mit uns für die nächsten Tage besprochen. Von nun an hieß es entspannen und genießen, all die Eindrücke der letzten Tage bewusst wahrzunehmen und einzuordnen.

Jeden Tag starteten wir um 7:00 Uhr kurz nach Sonnenaufgang mit zwei Stunden Yoga und Blick über das Meer in unserem Yogatürmchen. Die Bewegung, die Ruhe und der Ausblick... nach einem gemeinsamen, immer sehr amüsanten Frühstück, bei dem wir immer wieder Modevorführungen der Verkäufer am Strand beobachten konnten, hatten wir am Vormittag unsere Ayurveda Behandlungen und wurden von den Therapeuten des Bethsaida rundum umsorgt. Von Stirnguss über Kräuterbäder, Stempelmassagen bis hin zu Öl- und Milchbädern war alles dabei, um die Balance im Körper von Vatha, Pitta und Kapha wieder voll und ganz herzustellen.

Nach den Behandlungen ging es dann in die Hängematte, an den Pool oder an den Strand. Einfach entspannen und nichts tun. Alles kann – nichts muss. Die Tage vergingen wie im Flug. Da im Nachbardorf ein Tempelfest stattfand, unternahmen wir einen Ausflug zum Tempelfest und waren begeistert von den Menschen, den Farben, der Kultur und der Schönheit und Vielfalt der indischen Tradition und Spiritualität.

Kerala – ein Fest der Sinne. Einblicke in eine fremde Kultur, Ausblicke in die wundervolle Landschaft und Natur, HERZlichkeit und Menschlichkeit an jeder Ecke, leuchtende Augen der Begeisterung. Die Faszination dieses Landes hat uns alle gepackt.

Kerala you treated us well. Wir werden wieder kommen!

 

Eure

Eva-Maria Flucher

 

Die nächsten Yogareise mit Eva-Maria Flucher

 

Die Highlights unserer Mitreisenden:

„Der Morgen in den Backwaters, diese ganz besondere Stimmung, bei Sonnenaufgang diese Ruhe und in der Ferne die wunderschönen Gesänge aus den Hindutempeln und der ganz besondere Yoga von Eva-Maria.“ (Marlies, Unternehmerin aus Köln)

„Die Backwaters waren eindeutig mein Highlight, eine ganz besondere Erfahrung.“ (Martina, Angestellte aus der Pfalz)

„Bei so einer fantastischen Reise ist es schwer ein Highlight herauszufiltern. Das größte Highlight war für mich die Gruppe, allein schon die Entscheidung zu Hause, diese Reise für alle Sinne zu buchen und allein in einer Gruppe zu reisen. Die Dynamik in der Gruppe war fantastisch. (Sandra, Angestellte aus Wien)

„Für mich waren es die Massagen, die Fahrten in unserem „Partybus“, die Teeplantagen mit der Wanderung, das Tempelfest, die Backwaters, die Hängematte mit dem Blick aufs Meer vor unserem Zimmer und die Blumenmandalas im Hotel…“ (Julia, Angestellte aus Freiburg)

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