Yogalehrerin Monika Rapp
13.04.2022 NEUE WEGE Yogalehrerin Monika Rapp

Interview mit Yogalehrerin Monika Rapp


Yogalehrerin Monika Rapp
Yogalehrerin Monika Rapp am Strand

Liebe Monika, 

Seit wann übst Du Yoga und wie bist Du zu Yoga gekommen?

Seit über 30 Jahren übe ich regelmässig Yoga, seit ca. 15 Jahren meditiere ich regelmässig. Meine erste Berührung mit Yoga war als junges Mädchen, als mir regelmässiges Rückenyoga geholfen hat bei Beschwerden im unteren Rücken. Dann habe ich längere Zeit in einem Yogahaus in Andalusien gelebt und dort bin ich eingetaucht in den Yoga mit allen seinen Facetten. Der Yogaweg hat mich so begeistert, dass ich ihm bis heute treu geblieben bin und ihn mit den Jahren weiter vertiefte.

 

Gab es für Dich Momente, in denen Du die Auswirkung des Yoga im Alltag ganz präsent wahrgenommen hast? Wie ist Dir das aufgefallen?

Yoga ist für mich ein Teil meines Alltags. Ich bin in wirklicher Beziehung mit mir selber, spüre die Bedürfnisse meines Körper, nehme beständig meinen Gedankenfluss wahr. Mit dieser Resilienz kann ich so den Herausforderungen des Lebens antworten und mir selber treu bleiben.  Die regelmässige Praxis der Yoga Asana, der Atemübungen und der Meditation, gibt mir Methoden, welche ich im Alltag gut umsetzen kann. Diese innere Entspanntheit und Gelassenheit fühlt sich gut an und hält mich gesund.

 

Wie würdest Du Deinen Yoga-Stil beschreiben? Was können Deine SchülerInnen bei einer Yoga-Einheit von Dir erwarten?

Von der Bewegung in die Stille für mehr Gelassenheit, innere Ruhe und Freude
Wir üben mit entspannter Achtsamkeit, Freude und Leichtigkeit. Dabei respektieren wir unsere eigenen Grenzen und sind liebevoll und tolerant mit uns selber. Es geht nicht um schneller, höher und weiter. Wir verzichten auf jegliche Wertungen über uns selbst und Vergleiche mit anderen. Wir sind geduldig und erfreuen uns auch an kleinen Fortschritten. Bei etwas herausfordernden Asanas haben wir den Mut für neue Erfahrungen.

 

Du bist neben Yoga auch spezialisiert auf Stressprävention und Achtsamkeit. In welcher Verbindung steht dieses Wissen zu Deinem Unterricht?

Meine Erfahrungen und Weiterbildungen als Entspannungstrainerin  fliessen in den Yogaunterricht mit ein. Das sind Methoden und effektive Übungen um rechtzeitig Stressignale (Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen) wahrzunehmen und bewusst gegenzusteuern.
Achtsamkeit bedeutet für mich – als Beispiel….jetzt grüsst uns der Frühling. Die Bäume schlagen aus, es blüht überall, das satte Grün der Wiesen. Die Vögel zwitschern fröhlich, die Bienen summen, es duftet an jeder Ecke. Den Frühling mit allen Sinnen zu erfahren, das ist Achtsamkeit. So lade ich dich ein den Yoga mit allen deinen Sinnen zu erfahren: Wie fühlt es sich an in einer Asana zu sein, wie spürt du deine Atmung, wie ist es sich fallen lassen zu können – tief zu entspannen. Und dies in einer wertfreien, respektvollen und liebevollen Haltung dir selber gegenüber. Und nach deiner Yoga Urlaubswoche wieder in deinen Alltag zu starten mit neuen Impulsen für Klarheit, Gelassenheit und innere Ruhe. Für mehr Wohlgefühl und Lebensqualität.

 

Hast Du einen Yogalehrenden, der Dich besonders inspiriert hat?

Mein erster Lehrer Remo Rittiner, Yogatherapeut und Begründer von Ayur Yoga, hat mich von Anfang an inspiriert.
Durch ihn konnte ich erfahren, dass Yoga ein wirklich ganzheitlicher Weg ist, welcher sich über viele Jahrhunderte als kräftigend und stärkend für die Gesundheit bewährt hat. Sei es Prävention oder Regeneration, Yoga ist für jedes Alter geeignet – da die Übungspraxis sehr anpassungsfähig ist, an die Möglichkeiten des Menschen.

 

Zu guter Letzt, hast Du eine Yogaweisheit oder eine Übung, die Du unseren BlogleserInnen mitgeben möchtest?

Wenn dich die Alltagswelle überrollt, dann nimm dir extra Zeit für dich. Nimm einen tiefen Atemzug, atme tief in deinen Bauch ein und lange aus. Mit dem Ausatmen lässt du alles los, was dich gerade beschäftigt hat und mit dem Einatmen nimmst neue Energie/Kraft auf. So bist du ganz mit dir verbunden und präsent im Hier und Jetzt.

Ich atme ein – ich bin Fels
Ich atme aus – ich bin stark
Ich atme ein – ich bin Raum
Ich atme aus – ich bin frei

Thich Nhat Hanh

Zu Monika Rapp

Zu Monikas nächster Reise nach Andalusien

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