16.05.2024Teilen

Reisebericht Schweden: Let your light shine bright

„Einmal im Leben die Nordlichter sehen!“, das war ein Punkt auf meiner Bucket-List und genau das hat mich dazu bewegt, diese Lappland-Reise als Yogalehrerin zu begleiten, auch, wenn ich sonst ein Sommermensch bin.

Unsere Gruppe war im sogenannten Frühlingswinter in Schwedisch Lappland im Hotel Filipsborg, dann, wenn die Tage schon wieder länger werden und das Licht langsam zurückkommt. Es ist die Lieblings-Jahreszeit der Einheimischen und ich kann mich nur anschließen – es war einfach traumhaft!

Die Landschaft noch schneebedeckt lagen die Temperaturen tagsüber knapp unter 0 Grad. Nachts wurde es auch mal richtig kalt mit bis zu -21 Grad, aber auch das ist ein Erlebnis und mit Polaranzügen und Thermostiefeln, die ausgeliehen werden konnten, gut auszuhalten. War am ersten Tag der Himmel noch bedeckt, so verwöhnte uns die Sonne den Rest der Zeit und ließ alles um uns herum strahlen. Und das Strahlen übertrug sich auf unsere Gesichter.

Aufgewärmt von der ersten Vinyasa-Yogaeinheit am Morgen und dem tollen Frühstück mit warmem Porridge, selbstgebackenem Brot und vielen anderen Leckereien, haben wir so gut wie jeden Tag ganz besondere Momente erlebt. Sei es beim Besuch der Rentier-Farm von Örjan, dem Hotelbesitzer, dem Snowmobile-Ausflug zum Ostsee-Archipel über den zugefrorenen Kalix-Fluss, bei Schneeschuh-Wanderungen oder bei der großartigen Hundeschlitten-Tour durch die verschneite Landschaft mit Tom und seinen Vierbeinern.

Am späten Nachmittag nach den erlebnisreichen Ausflügen wurden die Muskeln dann in sanften Yin Yoga-Einheiten nochmal ausgiebig gedehnt, bevor es zum Abendessen ging, mit dem uns Örjan und sein Team mehr als einmal überraschte - österliches Fisch-Buffet und Rentier-Canapés in den geschichtsträchtigen Räumen des Hotels inklusive.

Eigentlich schon auf Nachtruhe eingestellt hieß es dann an einem Abend plötzlich Fertigmachen zur Aurora-Jagd. Örjan brachte uns auf der zweistündigen Fahrt zu mehreren Orten, an denen es gute Chancen gibt, das Nordlicht zu sehen. In dieser Nacht war es aber sehr scheu und so sah man nur leichte, grüne Schatten. Der Haken auf meiner Bucket-List wollte jedoch gesetzt werden und so war ich mit einer Teilnehmerin in der nächsten Nacht bei -15 Grad nochmal allein in der Nähe des Hotels unterwegs. Was wieder mit leichten Schatten begann, entwickelte sich innerhalb der nächsten zwei Stunden zu einem unbeschreiblichen Schauspiel über uns. Die Formen der Nordlichter und die Intensität veränderte sich ständig und irgendwann erstrahlten sie am ganzen Himmel. Auf Knien im Schnee und mit Gänsehaut am ganzen Körper haben wir die tanzende Aurora beobachtet und ich werde diese Momente wie die gesamte Reise wohl nie vergessen.

Lappland, Du hast mich begeistert und mein Herz und das der gesamten Gruppe zum Strahlen gebracht!
Tusen Tack an meine Teilnehmerinnen und die so herzliche und individuelle Betreuung des ganzen Hotel Filipsborg-Teams! Wir kamen als Gäste für eine Yogawoche im Schnee und gingen als Botschafter für diesen traumhaften Ort, den wir jedem Natur-Fan nur wärmstens ans strahlende Herz legen können.

 

zum Profil und Reisen von Julia Nolte

zum Hotel Filipsborg

 

 

Dieser Beitrag wurde geschrieben von:

NEUE WEGE Yogalehrerin Julia Nolte