Der Ganges schlängelt sich durch die malerische Landschaft Nordindiens
15.12.2016 Heidemarie Sulkowski

Reisebericht: Yoga in Rishikesh


Freundliche Begegnungen mit Einwohnern der Bergdörfer in Nordindien machten die Reise zu einem einmaligen Erlebnis
Der mächtige Fluss Ganga wird wie eine Gottheit verehrt und ist für die Bewohner heilig
Statuen der Göttin Ganga prägen das Landschaftsbild der Region um Rishikesh
Die Teilnehmer genossen erfrischende Duschen unter Wasserfällen in der freien Natur - herrlich!

An einem warmen sonnigen Morgen traf sich die Gruppe der Reiseteilnehmerinnen am Delhi Airport und fuhr im bequemen Fahrzeug weiter bis nach Rishikesh, dem Aufenthaltsort für die nächsten 12 Tage. Gleich auf dem Highway erlebten wir erstaunliche Eindrücke indischer Straßen-Exotik und das Klicken der Fotoapparate begann. In Haridwar, dem Tor zu den Göttern, gab es die erste Begegnung mit der Ganga (der Gangesfluss wird in Indien als weibliche Gottheit verehrt). Übergroße Shiva Figuren verkündeten die hohe spirituelle Bedeutung der Gegend.

Bei unserer Ankunft im atmosphärischen Hotel in Rishikesh wurden wir im Garten herzlich von einem freundlichen, aufmerksamen Team begrüßt. Bei dem ersten gemeinsamen Treffen der Gruppe am Abend stellte sich schnell heraus, dass man sich bereits während der Autofahrt ein bisschen kennengelernt hat. Freude, Aufgeschlossenheit und Neugierde prägten die gute Stimmung.

Am ersten Morgen nach unserer Ankunft fand die erste Yogastunde in einem großen hellen Raum mit Rundumfenstern, die einen weiten Blick auf die Berge und den Ganges erlaubten, statt. Und gleich eine frühmorgendliche Überraschung: Unter der Aufsicht einer Gruppe von schwarzgesichtigen Affen (die sicher hinter der geschlossenen Fensterscheibe hockten) übten wir fleißig unsere Asanas.

In den nächsten Tagen machten die Neulinge Bekanntschaft mit den indischen Gepflogenheiten, lernten das Ashramleben kennen und nahmen teil an der gelebten indischen Spiritualität. Ausflüge führten in entlegene Bergdörfer, wo herzliche Begegnungen mit den dort lebenden Menschen stattfanden. Unvergesslichen Erfahrungen wurden spontane Treffen mit der einheimischen Bevölkerung, mit weitgereisten Pilgern aus allen Gegenden Indiens, Begegnungen mit Sadhus und Wanderasketen, die am Gangesufer weilen oder in entfernten Berghöhlen leben.

Erfrischende Duschen unter einem Wasserfall oder revitalisierende Bäder im Ganges krönten oft das Ende der Wanderungen in üppiger Natur.
Bald wurden die vielen bunten Götterbilder der hinduistischen Mythologie, denen man an jeder Biegung begegnet, zu vertrauten, zu neugewonnenen Freunden.

Fahrten zu den höher gelegenen Pilgerstätten erlaubten einen tieferen Einstieg in die indische Kultur, an der die Teilnehmerinnen auch aktiv teilnehmen durften. Während des malerischen Sonnenaufgangs in Kunjapuri war uns ein kurzer Blick auf die Schneeriesen des Himalaya Gebirges gegönnt. Die anschließende Wanderung durch Wälder, Reisfelder und Dorfsiedlungen gehörte zu den besonderen Erlebnissen.

Ein faszinierender Besuch mit einer feierlichen Zeremonie im berühmten Sivananda Ashram waren Teil des abwechslungsreichen Programms. Auch die allabendlich bei Sonnenuntergang stattfindende Ganga Aarti, eine Lichterzeremonie zu Ehren der Göttin Ganga, wird wohl noch lange im Herzen der Teilnehmerinnen lebendig bleiben.

In der täglich stattfindenden Yogastunde profitierten die Teilnehmerinnen von dem präzisen Yogastil mit Hauptaugenmerk auf gute Erdung, intensive Dehnung und gesunde Ausrichtung der Wirbelsäule. Sie nutzten außerdem das vielseitige Angebot des Ortes, um unterschiedliche Yogastile kennenzulernen.

Den letzten Abend in Rishikesh verbrachte die Gruppe im liebgewonnenen Ganga Beach Restaurant. Leuchtende Augen bezeugten den Reichtum zahlreicher neu gemachter Erfahrungen und Erkenntnisse.

Beim Abschied auf dem Flughafen wurde klar, dass Einige wiederkommen werden nach Indien.

Herzlichst,
Heidi Sulkowski

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