Die Yoga- und Meditationsstunden werden auch mal in Freie verlegt
14.10.2019 Kursleitung Monika Bauer & Josef Rother

Reisebericht: Yoga und Wandern an der wilden Ammer


Gemeinsam eine traumhafte Yoga-Woche im Seinz Bio-Seminarhaus verbringen
Nach einem leckeren Frühstück im SeinZ warten die abwechslungsreichen Wanderungen auf Sie
Auf dem Hausberg von Bad Kohlgrub empfangen uns jede Menge neugieriger Kühe
Die Wanderung entlang des Ammerufers lädt zum bestaunen ein

Für uns sind die Ammergauer Alpen ein ganz vertrautes Terrain. Und so waren wir sehr gespannt, wie es sich anfühlen würde, unsere Gruppe an dieser wunderschönen Landschaft teilhaben zu lassen. Es wurde eine wunderschöne Reise! Untergebracht waren wir im SeinZ Bio-Seminarhaus, dem ehemaligen Kurhotel in Bad Kohlgrub, das von seinen jetzigen Besitzern sehr aufwendig und unter Nachhaltigkeitsaspekten saniert wurde - und auch noch wird.

Die sonnige Lage am oberen Ortsrand und besonders das Abendlicht auf der Außenterrasse waren ein besonderer Genuss. Die Gruppe war mit 17 Teilnehmer*innen recht groß und kam aus ganz verschiedenen Ecken Deutschlands, aber auch aus Österreich und der Schweiz. Die Yogapraxis sah so aus, dass morgens mit aktivierenden Yogaflows aus dem Vini-Yoga und Meditation die Lebensgeister geweckt wurden – die kleine Einheit am Abend setzte den Fokus auf wohltuende Dehnung der beanspruchten Muskulatur und einer langen Abschlussentspannung. Der Altweibersommer verwöhnte uns mit strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen.

Nach einem leckeren Frühstück brachen wir zu den Wanderungen auf. Der besondere Reiz dieser Region liegt an der vielfältigen Landschaft, so dass wir sehr unterschiedliche Touren machen konnten. So hatten wir etwa eine Wanderung zum Soier See ausgesucht – es war so warm, dass sogar eine Badeeinheit möglich war. Wer wollte, startete eine Barfußtour rund um den Soier See inklusive Moorbad für die Füße, die ordentlich beansprucht wurden. Tags drauf nutzten wir das perfekte Wetter, um auf den Hausberg von Bad Kohlgrub, das Hörnle mit seinen drei ca. 1.500 m hohen Gipfeln zu wandern. Wem die 600 Höhenmeter von Bad Kohlgrub zu viel war, fuhr ganz gemütlich mit der Seilbahn hoch. Oben empfingen uns bayerische Lebensart und jede Menge neugieriger Kühe. Die Hörnlehütte bietet nicht nur fasziniernede Blicke auf die Zugspitze und die Seen im Alpenvorland, sondern auch feinste bayerische Schmankerl, besonders beliebt war der Kaiserschmarrn. Der Rückweg über den mittleren Hörnlegipfel bot nochmal einen gigantischen Rundblick. Gemütlich war die Wanderung auf dem Altherrenweg nach Oberammergau – nicht viele Höhenmeter, aber sehr schöne Blicke auf die Bergkette und die saftigen grünen Wiesen. Da dort 2020 die Passionsspiele stattfinden, müssen die einheimischen Männer, die eine Rolle im Stück haben, schon mal Bart und Haare wachsen lassen – einige davon sind uns über den Weg gelaufen.

Besonders schön und eindrucksvoll war auch die Wanderung in die Ammerschlucht – leider waren die Schleierfälle infolge eines Erdrutsches nicht zugänglich. Aber wir konnten am Ammerufer stehen und die engste Stelle der Schlucht, die „Scheibum“, bestaunen. Wundervolle Wege sind auch die durch das Murnauer Moos. Bei der anschließenden Einkehr im Ähndl beim Ramsachkirchlein lag uns das Moor zu Füßen und das Wettersteingebirge majestätisch dahinter. Durch eine einmalige Eichenallee, die Kottmüllerallee, ging es nach Murnau. Dort endete am 20.9. auch unsere letzte Wanderung, die uns am Südufer des Staffelsees entlang führte. Kein Zufall, denn so konnten sich einige Teilnehmer*innen der Demonstration in Murnau zum Klimastreik anschließen. An einem der Abende hatten wir die Gelegenheit, an einem Trommelworkshop teilzunehmen. Auch eine gute Methode, um aus dem Kopf in den Körper und in den Rhythmus zu kommen. Am letzten Abend gab es ein kleines Wunschkonzert. Das Schweizer Duo „solluna horchestra“ verwöhnte uns mit besonderen Klängen und Gesang. Die meisten von uns hatten vorher noch nie eine Hang, eine Gubal oder ein Gudu gehört. Das Programm des Duos hieß „Klang der Erde“ und über eine „Menükarte“ konnten wir uns Stücke aussuchen, die dann für uns gespielt wurden. Es war traumhaft schön. Für uns war es eine wunderschöne Reise mit einer ganz tollen und zugewandten Gruppe.

Wir haben uns sehr wohl gefühlt und so waren wir auch ein bisschen traurig, dass die Zeit irgendwann zu Ende ging.

Herzlichen Dank an die Gruppe sowie an Christian und Doris vom Hotel SeinZ.

Bis zum nächstem Mal

Monika und Josef

 

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