Entspannen Sie auf unseren Ayurveda Reisen bei einer ayurvedischen Synchron Fußmassage (Synchron Padabhyanga)
06.08.2017 G. Hellmann

Sri Lanka: Heilung durch eine Ayurveda-Kur - ein Reisebericht


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Traumhaft entspannen unter Palmen - Ayurveda Kur in der Villa Safira

Bis vor einem Jahr war Ayurveda für mich nicht mehr als ein Begriff. Aber dann bekam ich unverhofften Besuch von einem Ehepaar – 20 Jahre waren seit unserem letzten Treffen vergangen.
Nach 20 Jahren haben sich Menschen oft bis zur Unkenntlichkeit verändert, nicht so die Beiden. Was sie berichteten klang spannend. Er hatte sich vor 6 Jahren in höchster Not in ein indisches Krankenhaus begeben und wurde dort von einer mysteriösen Krankheit geheilt. Mein Freund nannte es eine körperliche und geistige Entgiftung. Glücklicherweise hatte er als Dolmetscherin seine englisch sprechende Ehefrau dabei: „Sonst hätte ich die Tortur nicht ausgehalten.“ Was die beiden schilderten klang wirklich gruselig. Brauche ich so nicht, aber Entgiftung wäre schon wünschenswert.

Auch mich hatte vor 6 Jahren eine Krankheit befallen, allerdings keine mysteriöse. Eine Krankheit, die man mit Operation, Chemotherapie, Bestrahlung und 5-jähriger Tablettenkur bekämpft. Man kommt sich nicht vergiftet vor, man ist es. Ein Krankenhaus, in dem Bücher, Internet und Entdeckungs-Spaziergänge tabu sind, geht nur mit einem liebenden Menschen an der Seite und selbst dann sollte es nicht so sein.

Also holte man sich Rat bei Dr. Google. Gibt zunächst Ayurveda-Kur ein und stößt dabei auf NEUE WEGE. Europa – Asien und Sri Lanka. Ja, Sri Lanka. Hier wurden die schönsten Erinnerungen wach, an herzliche Menschen, wunderschöne Landschaften, eine grandiose Bergwelt und und und. Mein Mann und ich waren zwischen 1980 und 1990 oft in diesem Land, es ließ uns damals nicht los. Das könnte es sein und ein kleines Haus war auch gefunden: Villa Safira mit nur 4 Zimmern. Für Alleinreisende gibt es nichts Einsameres als Riesenhotels.

Am 31. Mai schluckte ich meine letzte 5-Jahrespille, 14 Tage später sollte meine Abreise nach Sri Lanka sein. Aber der Teufel steckt im Detail. 2 Tage nach Pillenschlucken überfiel mich eine grausame Oberbauchkolik. Angesagt war Krankenhaus, aber ich wehrte mich dagegen, durchaus erfolgreich. Natürlich sollte sich das niemand als Beispiel nehmen, nicht nur meine Familie hielt mich für unzurechnungsfähig.

Übrigens barg das Reisegepäck „Fluchtutensilien“, sollte das Haus einschließlich der Kur Missbehagen auslösen: Bergschuhe, Stöcke, Rucksack, Wasserflasche – Dinge, die man bei Wanderungen in den Naturparks benötigt. Sicher ist sicher.

Angekommen in den frühen Morgenstunden sah ich sofort, dass ich das Fluchtgepäck nicht brauchen würde. Dieser Eindruck wurde durch die 3 Ärztinnen bestätigt. Neben aller Ernsthaftigkeit konnte man sofort herzlich miteinander lachen.

Dass eine Patientin wie ich unaufgeräumte „Baustellen“ mitbringt ist klar. Und diese „Unordnung“ konnte ich ansprechen. Da waren einmal die Sensibilitätsstörungen in den Zehen, mit denen ich angeblich leben muss. Muss ich nicht, nach 20 Tagen intensiver Fußmassagen und Barfuß Laufen gibt es sie nicht mehr. Auch die krampfartigen Schmerzen im Narbengewebe sind „wegmassiert“. Auch damit glaubte ich leben zu müssen, aber letzteres war wirklich schlimm. Ich musste auf bestimmte sportliche Aktivitäten verzichten, weil die Krämpfe mich zu unpassenden Zeiten überfielen.

Was die Therapeutinnen in der Villa Safira vollbrachten ist natürlich kein Hexenwerk. Sie haben, ich drücke es sehr laienhaft aus, durch intensive, gekonnte Massagen, die Nerven freigelegt. Und gekonnt waren die Massagen! Ich hatte nie erwartet, dass die Sensibilität in den Zehen zurückkommt. Vielleicht wage ich mich doch wieder an leichte Klettereien. Im Nachhinein darf ich sagen: es war nur schön!

Ich bedanke mich besonders bei Dr. Shashika und Dr. Subhashinee, die mir ihre Welt zeigten. Ich kann gar nicht sagen, wie dankbar ich meinen drei Therapeutinnen bin – deren Feinfühligkeit kann ich nur bewundern!

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