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17.02.2019 NEUE WEGE Team

Weltreligion Buddhismus – Vietnam


Besuchen Sie faszinierende vietnamesische Tempel auf Ihrer Reise
Anzünden von Räucherstäbchen unsplash - chinh le duc
Mönche beim täglichen Almosengang für ihr Essen Pixabay-Phuncnguyen
Ein Mönch in tiefer Meditation Pixabay-Sasint

Der Buddhismus ist eine Jahrtausende alte Lehrtradition und Religion, welche ihren Ursprung in Indien hat und von dort in die Welt hinausgetragen wurde. Nach dem Christentum, Islam und Hinduismus ist er die viertgrößte Religion weltweit. Lesen Sie mehr über die Ursprünge des Buddhismus hier.

Unsere Blogreihe „Weltreligion Buddhismus“ beschäftigt sich mit den lokalen Ausprägungen der Religion und den Besonderheiten in den verschiedenen Ländern der Welt.

Dieser Beitrag widmet sich der Religion und dem Buddhismus in Vietnam – dem Land des Drachen. Erfahren Sie mehr über die Glaubensrichtungen des Buddhismus des Landes, die Geschichte und die besonderen Merkmale.

 

Religion Vietnam - buddhistische Ausprägungen

Der Buddhismus ist in Vietnam einer der bedeutendsten Religionen. Im 2. Jahrhundert fand er seinen Weg über China und Kambodscha ins Land. Es war die erste fremde Religion die in Vietnam adaptierte. Die Vietnamesen folgen dabei verschiedenen Ausrichtungen und Traditionen des Buddhismus: dem Theravâda, dem Mahâyâna, dem Zen und dem Hoa Hao.
Die beiden weitverbreitesten sind allerdings der Theravâda Buddhismus im Süden des Landes und der Mahâyâna Buddhismus im Norden. Nur wenige Vietnamesen leben den reinen Buddhismus. Neben Buddha werden zahlreiche andere Gottheiten verehrt, man glaubt an Geister und ehrt die Ahnen. Daher wurden mit der Zeit viele religiöse Strömungen in den Buddhismus integriert.

In unserem Beitrag Weltreligion Buddhismus: Burma (Myanmar) erfahren sie mehr über die Ausrichtung des Theravâda Buddhismus.

 

Der Mahâyâna Buddhismus

Die Glaubensrichtung des Mahâyâna zählt die meisten Religionsanhänger im Buddhismus und so auch in Vietnam. Verbreitet ist er neben Vietnam in Japan, Tibet, Bhutan, Taiwan, China, Korea und vereinzelt in der Mongolei und im Osten Russlands. Es ist eine Religion die ungefähr so alt wie das Christentum ist und sich auf den Sanskrit-Kanon – die Heilige Schrift bezieht.

Übersetzt bedeutet Mahâyâna so viel wie „Großer Weg“ oder „großes Fahrzeug“, „mahâ“ bedeutet „groß“ und „yâna“ heißt „Weg“ oder „Fahrzeug“. Das Ziel dieses großen Weges ist das Heil aller Wesen – aller Menschen – so steht das Gemeinwohl über dem Individuum, welches die eigene Erleuchtung verfolgt.

 

Besonderheiten im Mahâyâna Buddhismus

In der Geschichte des Mahâyâna Buddhismus heißt es, dass Buddha bevor er seine Erleuchtung erlangte ein Bodhisattva war – ein Erleuchtungswesen. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung der Lehre Buddhas, um Menschen die nachdem sie ihre eigene Erleuchtung gefunden haben und die Welt verlassen könnten, um ins Nirvana zu gehen, auf der Erde bleiben um anderen Menschen auf ihrem Weg zur Erleuchtung zu helfen. Der Weg des Bodhisattva wird so zum Vorbild aller praktizierenden Buddhisten dieser Glaubensrichtung. Der tiefe Glaube erlaubt es erst ins Nirvana einzugehen, wenn alle Wesen befreit sind.

 

Der Mahâyâna Buddhismus in der Geschichte Vietnams

Im 11. Jahrhundert war der Mahâyâna Buddhismus unter der Ly-Dynastie als Staatsreligion eingeführt, während der Kolonialzeit wurde er allerdings weitestgehend verdrängt. Jedoch fehlte dem Volk am Konfuzianismus und Christentum die Spirituelle Seite, daher konvertierten nur wenige zur westlichen Religion, der Buddhismus erlebte einen Aufschwung als sich eine Bewegung von buddhistischen Anhängern und Mönchen entwickelte, um auf Missstände im Land aufmerksam zu machen. Aus Protest verbrannten sich sogar einige von ihnen und hatten in dieser Zeit den Ruf zu den Oppositionellen zu gehören. Viele Mönche sitzen deshalb noch immer in Haft. Die vereinigte buddhistische Kirche von Vietnam (UBCV) erneuerte schließlich die buddhistische Religion im Land.

Nach der Wiedervereinigung des Landes hat der Buddhismus weiterhin eine wichtige Rolle zum Aufbau des Landes geleistet und das Volk landesweit zur Erneuerung geführt. Die Mönche und Nonnen sorgten für den Aufbau des kulturellen Lebens.

 

Shunyata, die Leerheit und Buddha-Natur

Ein zentraler Begriff des Mahâyâna Buddhismus ist Shunyata, die Leerheit. In der Lehre des Buddhismus bedeutet dies ein „bedingtes Entstehen“ und „Nicht-Selbst“, alles steht in einer wechselseitigen Abhängigkeit und besitzt einen unveränderlichen Wesenskern. Die Realität liegt zwischen den Dingen, so bedeutet Leerheit in erster Linie Loslassen, nicht an etwas festhalten und dem Geist seine Freiheit zu lassen.

"Lerne loszulassen, das ist der Schlüssel zum Glück.“ - Buddha

Laut der Buddha-Natur können alle Wesen Erleuchtung erlangen. Indem alle Gier und Hass ausgeblendet wird kommt die wahre Natur des Geistes zum Erstrahlen. Eine Auslegung des Mahâyâna Buddhismus besagt deshalb auch, dass alle Wesen einen Buddha in sich tragen, sie müssen diesen nur erkennen.

 

Wollen Sie mehr über das Leben in Vietnam erfahren? Die quirligen Städte und das Leben an einem der längsten Flüsse auf der Welt? Hier geht es zu unserem Blogbeiträgen zu Vietnam.

 

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