Lisa Wallner
30.03.2026 NEUE WEGE Kursleiterin Lisa Wallner

Interview mit Pilateslehrerin Lisa Wallner

 

Lisa Wallner, Pilates- und Meditationslehrerin, begleitet Menschen seit Jahren auf genau diesem Weg: weg vom Funktionieren, hin zum echten Spüren. Im Interview erzählt sie, warum Reisen dabei eine besondere Rolle spielen, was hinter ihrer Arbeit steckt und was sie unseren Gästen jenseits von Pilates mitgeben möchte.

 

 

Lisa Wallner
Lisa Wallner
Lisa Wallner

Liebe Lisa, 

NEUE WEGE: Was hat dich ursprünglich dazu motiviert, mit Pilates bzw. Meditation zu beginnen und wie hat sich dein Weg bis heute entwickelt?

Lisa Wallner: Meditation begleitet mich seit meiner Jugend. Ich habe mich früh intensiv mit unterschiedlichen Meditationstechniken beschäftigt und verschiedene Ansätze kennengelernt. Heute unterrichte ich einen undogmatischen Zugang, der Achtsamkeit, Präsenz und Visualisierung verbindet.

Über die Jahre hat sich mein Weg immer mehr in Richtung Verkörperung entwickelt – weg vom reinen Verstehen hin zum tatsächlichen Spüren und Erleben.

Mich hat schon früh interessiert, wie Menschen wieder in Verbindung mit sich selbst kommen – nicht nur über den Kopf, sondern über den Körper und die eigene Wahrnehmung. Pilates war für mich ein sehr direkter Zugang dazu, weil es Präzision, Bewusstsein und Präsenz auf besondere Weise verbindet.
 

NEUE WEGE: Wie würdest du deinen Übungsstil beschreiben? Welche Schwerpunkte prägen deine Arbeit? 

Lisa Wallner: Mein Stil ist ruhig, klar und sehr wahrnehmungsorientiert. Es geht weniger um Tempo oder Intensität, sondern darum, wie bewusst eine Bewegung ausgeführt wird. Ich arbeite viel mit innerer Ausrichtung, Stabilität und der Verbindung zwischen Körper und Wahrnehmung. Die Übungen sind oft einfach, aber in der Tiefe sehr wirksam.
 

NEUE WEGE: Welche Bedeutung haben Meditation, Achtsamkeit oder innere Praxis in deinem Leben und in deinem Unterricht? 

Lisa Wallner: Für mich ist das keine getrennte Praxis, sondern eine Haltung.

Meditation bedeutet für mich, still genug zu werden, um wieder klar wahrnehmen zu können. Diese Qualität fließt auch in meinen Unterricht ein – nicht als „extra Übung“, sondern als Art, sich zu bewegen, zu atmen und präsent zu sein.
 

NEUE WEGE: Dein Warum: Was bewegt dich daran, Menschen auf Reisen zu begleiten und nicht nur im Studio oder im Alltag zu unterrichten?

Lisa Wallner: Auf Reisen entsteht ein anderer Raum. Menschen sind offener, weiter weg vom Alltag und oft auch näher bei sich selbst.

Mich bewegt es, genau in diesem Raum zu arbeiten – weil dort oft schneller Klarheit entsteht und sich Dinge neu ordnen können.
 

NEUE WEGE: Was dürfen die Gäste während einer gemeinsamen Kurswoche mit dir erwarten, fachlich wie menschlich?

Lisa Wallner: Fachlich erwartet sie eine klare, präzise und gut aufgebaute Praxis, die den Körper stärkt und gleichzeitig zur Ruhe bringt.

Menschlich entsteht ein Raum, in dem sie sich nicht „leisten“ müssen, sondern einfach da sein können. Es geht um Präsenz, Ehrlichkeit und darum, wieder Zugang zur eigenen inneren Stimme zu bekommen. Meine Teilnehmenden schätzen besonders die Atmosphäre, in der Empathie, Klarheit und Integrität spürbar werden.
 

NEUE WEGE: Für wen ist deine Reise besonders geeignet?

Lisa Wallner: Für Menschen, die spüren, dass es Zeit ist, innezuhalten und sich neu auszurichten. Für alle, die nicht nur entspannen möchten, sondern wirklich wieder in Kontakt mit sich selbst kommen wollen – körperlich, mental und innerlich.
 

NEUE WEGE: Ein besonderer Teil deiner Arbeit ist FoCos® - kannst du das bitte in ca. 3-4 Sätzen beschreiben?

Selma Brenner: FoCos® ist eine von mir entwickelte Form der Arbeit mit modernen systemischen Aufstellungen, innerer Wahrnehmung und verkörperter Erfahrung. Ich habe diese Methode entwickelt und in den letzten 10 Jahren über 100 Coaches darin ausgebildet.

Dabei arbeiten wir mit inneren Bildern und archetypischen Kräften, die oft unbewusst wirken. Durch diese Arbeit werden Zusammenhänge sichtbar, die sich rein über den Verstand schwer erfassen lassen.

Menschen erleben dadurch neue Perspektiven und können sich innerlich klarer ausrichten.
 

NEUE WEGE: Was ist dir in deiner Arbeit besonders wichtig? 

Lisa Wallner: Mir ist wichtig, dass Menschen wieder ins Spüren kommen. Nicht „richtig machen“, sondern wahrnehmen. Daraus entsteht oft ganz natürlich eine andere Qualität von Bewegung, Klarheit und Entscheidung.
 

NEUE WEGE: Was unterscheidet deine Art zu unterrichten von anderen?

Lisa Wallner: Ich arbeite weniger über Technik allein, sondern über Wahrnehmung. Die Bewegung ist für mich ein Zugang – aber das Eigentliche passiert oft darunter: in der inneren Ausrichtung, in dem, was spürbar wird.
 

NEUE WEGE: Inwiefern fließen für dich Themen wie Spiritualität, Philosophie oder persönliche Entwicklung in deine Achtsamkeits-Praxis ein?

Lisa Wallner: Spiritualität bedeutet für mich nicht etwas Abgehobenes, sondern eine Form von Präsenz und Wahrnehmung. Philosophie und persönliche Entwicklung geben oft Orientierung – aber entscheidend ist, dass es im Körper erfahrbar wird.

In meiner Praxis geht es deshalb nicht nur um Verstehen, sondern darum, diese Themen zu verkörpern. Also sie im eigenen Erleben spürbar werden zu lassen – in der Bewegung, in der Stille und im Kontakt mit sich selbst.


NEUE WEGE: Was möchtest du unseren Gästen mit auf die Reise geben – jenseits von Pilates?

Lisa Wallner: Ein Gefühl für sich selbst. Und die Fähigkeit, innezuhalten und zu spüren: Was ist gerade wirklich stimmig für mich?

 

zum Profil und Reisen von Lisa Wallner

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