Hier auf Madeira wachsen sogar Bananen.
02.10.2019 Gisela - Bali Mandela

Rückkehr der Bananenblätter - Plastiktütenverbot auf Bali


Ayurvedische Kräuerstempel mit verschiedenen Pulvern und Blüten auf Bananenblättern Jelena Yukka - shutterstock

Noch bis vor ein paar Jahrzehnten wurde auf Bali so gut wie alles, was eingekauft und verpackt werden musste, in Bananenblätter gewickelt. Diese sind dann im Laufe der Zeit den allgegenwärtigen Plastiktüten gewichen, die wir aus unseren Breitengraden ebenfalls sehr gut kennen. Doch nun hat eine Wende auf Bali eingesetzt.


Seit Anfang 2019 gilt auf ganz Bali ein Plastiktüten- und Einwegplastikverbot im Einzelhandel. 

Angestoßen wurde diese überaus ermutigende Entwicklung 2013 durch ein Projekt der Green School Bali. Die beiden Schwestern Isabel und Melati, damals gerade mal 11- und 13-jährig, starteten die bewundernswerte Kampagne „Bye Bye Plastik Bags“, die nun zu einer weltweiten Bewegung geworden ist. Sie scheuten sich nicht, so lange in den Hungerstreik zu treten, bis sie vom Gouverneur von Bali das Versprechen erhielten, Plastiktüten von der Insel zu verbannen. Das TIME Magazin hat die beiden zu den „25 einflussreichsten Teenagern der Welt im Jahr 2018“ ernannt.

Bereits jetzt gibt es überall in den Läden Balis statt Plastik Tragetaschen aus diversen Naturmaterialien. Große Supermärkte wie der Bintang Markt in Ubud gehen sogar ein Schritt weiter. In der Gemüse- und Früchteabteilung wurde jegliche Plastikverpackung durch Bananenblätter und Bambuswickel ersetzt. Und wie früher bringen die Einheimischen inzwischen ihre Körbe und Tragetaschen mit. 

Auch bei NEUE WEGE spielt das Thema eine Rolle: Seit 2023 prüft NEUE WEGE Unterkünfte anhand einer eigenen Checkliste, die unter anderem erfasst, ob auf Plastik und Einwegverpackungen verzichtet wird.


(Bericht von Gisela aus dem Bali Mandala)

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