04.09.2019 Sarah S.

Kunden-Reisebericht: Faszinierende Eindrücke vom schillernden Land Nepal


Zu Anfang gibt es einige Fragen im Kopf, die einen beschäftigen: Komme ich mit der Kultur in dem Land klar? Wie ist die Gruppe und die Personen, mit denen ich jeden Tag unterwegs bin? Habe ich auch mal Möglichkeiten mich zurück zu ziehen? Kann ich Yoga in Nepal machen? Ist die Unterkunft sauber?
Und ich kann voll und ganz sagen mit Überzeugung sagen: alles hat gepasst und es war eine ganz wunderbare Reise mit so vielen tollen Eindrücken, die noch lange nachwirken.
An vorderster Stelle muss ich betonen, dass Daniela - unser Guide die Reise wirklich perfekt gemacht hat. Sie ist so verschmolzen mit der Geschichte Nepals, mit Spiritualität und natürlich dem Buddhismus. Man konnte sie zu jeder Zeit fragen; auch abends war sie für uns noch erreichbar. Sie lebt selbst seit 9 Jahren in Kathmandu und man spürt, dass sie die Faszination für dieses Land lebt.
Der Hinflug über Frankfurt (Start war Hamburg) war nicht ganz unanstrengend, aber man hat ihn irgendwie geschafft. Und da ich bei Fernreisen meist eh so aufgeregt bin, dass ich nicht schlafen kann, ist das enge Sitzen und das nicht ganz so gute Essen, schnell vergessen. Nach der Landung am übersichtlichen Flughafen von Kathmandu lernte ich gleich meine Reisegruppe kennen: zwei Freundinnen aus NRW und Rheinland-Pfalz und ein Paar aus Hessen. Ich bin alleine als Single gereist. Und war die jüngste der Gruppe. Zunächst wurden wir dann zur ersten Unterkunft gebracht. Die Straßen in Kathmandu sind voll, kaputt und staubig - ohne Hupe geht hier nichts. Und am besten auch mit Mundschutz (so konnte man sich ja schon ganz wunderbar auf Corona vorbereiten - ohne es zu wissen) Wer Ruhe sucht, findet diese sicher nicht zentral in der Innenstadt. Dann trafen wir schon bald auf Daniela. Sie strahlt eine Ruhe aus und wir trafen uns zum ersten gemeinsamen Essen. Unsere Unterkunft, das Dondrup Guesthouse - angeschlossen an das Kloster, welches von Frauen geführt wird, war toll. Ich hatte das Glück in der Rinpoche Suite schlafen zu dürfen. Auch das Frühstück wurde jeden Tag mit viel Liebe hergerichtet.

Bereits nachts gegen  4 Uhr hörte ich die Klänge und Gongs aus dem Kloster - denn es wurde geladen zur Puja. Die Straßen gehören nachts den Hunden, die so laut bellten, dass man sie nicht überhören konnte. Beim ersten Kennenlern-Essen stellte ich vorlaut die Frage: "Naja, der Titel der Reise ist ja Nepal hautnah. Werden wir denn Nepal auch wirklich hautnah kennenlernen?" Und Daniela versicherte mir das. Und ja, so sollte es sein.


Am Abend gingen wir noch zur Boudnath Stupa - und da stand sie. Dieses wundervolle, ehrfürchtige und heilige Gebäude. Den ersten Eindruck, wenn man davor steht, werde ich nicht vergessen. Die vielen Gebetsflaggen und die Menschen, die immer im Uhrzeigersinn um die Stupa laufen. Und am nächsten Tag kam er schon - mein erste Gänsehautmoment und dicke Tränen, die mir über die Wangen liefen. Ich war so derart gerührt von den Nonnen, die uns einluden an ihrer Zeremonie teilzunehmen und die wunderschönen Gesänge und Klänge. So viel Gastfreundschaft gegenüber Fremden, die offensichtlich nicht Nepalis sind, machte mich sprachlos.
Die nächsten 8 Tage hielten wir uns in und um Kathmandu auf und waren geprägt von einzigartigen Eindrücken. Wer gerne (vegetarisch) isst, sollte dringend nach Nepal kommen. (Newari Food probieren) Das Essen ist wirklich unglaublich gut. Wir haben jeden Tag tolle Ausflüge gemacht. Besonders gut gefallen haben mir Namo Buddha, der Besuch im Tergar Osal Ling Kloster mit dem 5-minütigen Aufenthalt bei Mingyur Rinpoche (welche eine Ehre ihm Fragen stellen zu dürfen), die Frauen und ihre Geschichten der Lotus Nun Association und die Sightseeing Tour durch unter anderem Thamel mit Rupesh. Daniela vermittelt einem so unglaublich viel Wissen - überall, wo wir stehen geblieben sind, konnte sie uns viel erzählen. Ich durfte sehr viel über Buddhismus lernen. Auch für mich gab es skurille Momente: Pashupatinath. Dieser Ort ist eine der wichtigsten Tempelstätten der Hindus und hier werden an öffentlichen Plätzen Leichen verbrannt. Für mich, die das noch nicht gesehen hat, nicht leicht zu greifen. Und auch die Gerüche muss man erstmal verkraften. Oft staunte ich mit offenem Mund und war einfach nur glücklich und dankbar diese Nepal Reise machen zu dürfen.

Nach dem wuseligen Kathmandu, begann dann der 2. Teil der Reise: Es ging einige Höhenmeter weiter rauf ins Dollu Tal nach Parphing. Die Luft war besser, aber es war eben auch kälter. Hier haben wir viel Natur genießen dürfen. Weitere Stopps waren ein Besuch der Asura Höhle, das Eigön Chöling Kloster, eine Wanderung zum Haatiban Ressort und viele weitere einzigartige Ausflüge gemacht. Eins meiner Highlights hier war, dass Rupesh mit dem Mofa kam und uns in der Neydo Tashi Chöling Monastery eine private Yogastunde gegeben hat.
Nepal war nach Bali, Thailand und Sri Lanka nicht meine erste Asienreise - die guten Erinnerungen sind die extrem freundlichen Menschen, die (auch wenn sie kaum Englisch sprechen) immer jederzeit hilfsbereit sind, dich aufnehmen, dir ihre Lehre des Budda erklären, dich integrieren - auch wenn du Fremder in dem Land bist. Das Essen, die vielen beeindruckenden Klöster, an denen man sich nicht satt sehen kann, die Zeremonien, die Gewänder der Mönche, die Gerüche, die aus den Küchen kommen, die Farben, die unterschiedlichen Kulturen und Ethnien und zu guter Letzt die Gastfreundschaft der Menschen. 

Es wird nicht das letzte Mal sein, dass ich dieses schillernde Land besucht habe!

Nepal Reise - Yoga, Meditation und Bergwandern

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