01.12.2016Teilen

Reisebericht: Yogareise ins Allgäu Lebenskraft und Gelassenheit

Ich freute mich wieder ins Allgäu ins Bio-Berghotel Ifenblick zu fahren, ich mag den Blick vom Riedbergpass aus ins weite Tal von Balderschwang. Weit und offen mit den beeindruckenden Gebirgszügen in der Ferne. Ruhig lag es da das Tal, mir war klar, die Stimmung an diesem Novembertag, wird uns diese Woche begleiten und uns in die innere Ruhe bringen.

Es war eine wunderbare Woche mit föhnigen trüben Tagen, teilweise einer Weihnachtsstimmung da 30cm Schnee das Tal und die Berge bedeckten, Stürme uns die Wangen bei Spaziergängen und Wanderungen, erfrischten. Ebenso begleitete uns strahlender Sonnenschein bei kleinen Ausflügen und lies uns immer wieder auf den Wegen an Bänken mit Wärme auftanken. Eine erlebnisreiche Herbstwoche. Der einladene Wellnessbereich mit dem schönen Schwimmbad wurde intensiv genutzt und genossen. Sowohl auch die angebotenen Massagen fanden bei meinen Teilnehmern großen Anklang.

Wir genossen, beim ausgiebigen Frühstück, die herrliche Sicht von der riesigen Glaswand des Restaurant auf die Westhänge von Balderschwang, Die Bilder wechselten von herrlichem Sonnenschein bis dichten Schneeschauern. Es waren keine Worte nötig, die Eindrücke wurden in der Stille und Ruhe bis ins Tiefste der Seele genossen. Natürlich auch das sehr großzügige, auswahlsreiche Frühstück war für alle ein Genuss, Ebenso war das Mittagsbuffet mit den herrlichen Kuchen eine Fülle für den Gaumen.

Nach der abendlichen Yogastunde bot sich ein reichhaltiges Buffet, für jeden Geschmack etwas da. Sehr hervorzuheben, das selbstgemachte Eis, das trotz niedrigen Temperaturen ausgiebig geschlemmt wurde. Gespräche, Diskussionen, Albernheiten ließen uns noch ein wenig im gemütlichen Restaurant verweilen. Jedoch ab 21.00 Uhr war das Bedürfnis nach Alleinsein vorrangig.

Yoga Urlaub Deutschland Allgäu Bio Berghotel Balance Resort Ifenblick Aussicht Berge Balkon

Das morgendliche Yoga war nicht ganz meiner Ausschreibung durchgeführt. Beim Einführungsgespräch mit meinen sehr aufgeschlossenen, netten, fröhlichen Teilnehmern hatte ich die Intuition eher meditative Sequenzen zu üben. Das machte ich dann auch. Meditative Bewegungsabläufe ließen die morgendliche Steifheit los, der Blick nach Innen wurde verstärkt und eine innere Ruhe und Gelassenheit konnte fühlbar werden. Eine Gehmeditation, das Gehen wurde in absoluter Achtsam- und Langsamkeit ausgeführt, Körper, Geist und Seele waren im Einklang. Die Stimmung im Raum war jeden Tag von einer tiefen Stille und Freude ausgefüllt.
Der hinabschauende Hund (Adho mukha svanasana) wurde zwischen den Sequenzen als Energiehighlight eingesetzt. Trotz Stille und Sanftheit, wollten alle und bestanden alle auf eine liegende Entspannung. Willkommen war es wenn ich die Klangschalen einsetzte.

Die Abendstunden waren geprägt von Atemübungen, detaillierten Yogahaltungen, die ich dann in einen dynamischen Übungsablauf integrierte. Mein Vorhaben, den Kopfstand zu üben, ließ ich durch die Resonanz von den Teilnehmern, los. Er war einfach nicht gewünscht, dem folgte ich auch. So waren Vorwärtsbeugen, Drehungen und das Viparita Karani (regenerative Haltung mit den Beinen nach oben) eine Alternative um den Geist zu beruhigen. Tiefe Entspannungsübungen waren herzlich willkommen. OM - als Ausklang, es wurde zuerst sehr zögerlich getönt, im Laufe der Woche wurden die Schwingungen kräftiger. 

Viel zu schnell ging die Woche vorbei, wir wären gerne noch etwas geblieben. Ich konnte jeden individuell begleiten und jeder konnte etwas mitnehmen, dass er in seinem Alltag als Ressource hervorrufen kann.

Ich danke meinen Teilnehmern - ihr wart eine sehr harmonische offene Gruppe, jeder einzigartig. Danke auch für das, was ihr mir gegeben habt. Denn auch ich bin immer wieder im Erkennen, neu kreieren und wachsen. Nur durch die Begegnung mit Menschen ist es möglich. Auch ich bin ein Übender, in der menschlichen Unvollkommenheit.

Ich freue mich sehr im Jahr 2017, im Mai auf der Insel Baltrum und im November wieder im Bio-Berghotel Ifenblick unterrichten und begleiten zu dürfen. 

Inge Baudrexel

Dieser Beitrag wurde geschrieben von:

Inge Baudrexel