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Yoga Wissen – Warum eine rutschfeste Yogamatte?

19.01.2019
Bunte Yogamatten für die modernen Yoginis und Yogis

In der Mitte des letzten Jahrhunderts öffnete sich der Yoga dem Westen. Aus Wissen um esoterische, astrologische und energetische Bedürfnisse der modernen Welt fingen eine Reihe von bekannten und einflussreichen Yogalehrern indischer Herkunft an, die traditionellen und althergebrachten Lehren des Yoga in den Westen, allen voran in die USA zu bringen. BKS Iyengar, Bikram Choudhury, Yogi Bhajan oder auch Krishna Pattabhi Jois seien exemplarisch benannt und begründeten heute viel beachtete Yogastile.

Nicht der Mensch soll sich dem Yoga anpassen, der Yoga muss sich dem Menschen anpassen.
— T. Krishnamacharya

So formulierte der Vater des modernen Yoga das Credo der Neuzeit. Daraus entstanden eben Yogaarten wie Iyengar-Yoga (BKS Iyengar war Schüler und Schwager von T. Krishnamacharya), Vini-Yoga, Yin-Yoga, Vinyasa-Flow, Jivamukti, Kundalini-, Ashtanga- oder auch Bikram-Yoga. Allen moderneren Stilen ist gemein, dass der Fokus verstärkt auf den Asanas und der körperlichen Beweglichkeit, Dehnbarkeit und gesunder Anatomie liegt. Da der moderne Mensch durch seinen Lebenswandel, Ernährung und allgemeinen Bewegungsmangel kaum mehr die gleichen körperlichen Eigenheiten wie im alten Indien hat, haben sich auch die Anforderungen an die Yogamatten extrem gewandelt.

Da die meisten Menschen nicht mehr genügend Körperspannung aus der Körpermitte haben, muss die Yogamatte diesen Mangel über eine hohe Rutschfestigkeit kompensieren, dabei Dämpfung und Halt bieten. Ashtanga-, Bikram-, Hot-, Power-, Vinyasa-Flow, Iyengar-Yoga usw. verlangen daher fast zwingend nach rutschfesten Matten um die Übungen und Bewegungsfolgen durchführen zu können. In den letzten 50 Jahren hat parallel dazu die Sportmedizin enorme Fortschritte gemacht und die Entdeckung der Faszien, dem intramuskulären Bindegewebe, hat die Welt der sanften und passiven Bewegungslehren revolutioniert. Mit einhergegangen ist ebenfalls die Entwicklung von Yogaderivaten wie Pilates, Yin-Yoga und Faszienarbeit, aber auch Aerial- oder auch Acro-Yoga.

Die Industrie hatte recht schnell eine Antwort auf die Bedürfnisse der modernen Yoga-Übenden: die Kommerzialisierung ließ nicht lange auf sich warten, der Lifestyle und Zeitgeist kam hinzu und seit etwa 30 Jahren wird Yoga fast automatisch mit bunten Plastik-Yogamatten verbunden. Vor allem für den Studiobereich haben sich Yogamatten aus PVC etabliert, da diese sehr rutschfest, sehr günstig, gut in der Dämpfung, einfach zu reinigen, sowie robust und langlebig sind.

Und so wie Touchscreens und Smartphones das Ende der Tastentelefone bedeuteten, sind Kunststoffmatten in vielen Bereichen der Todesstoß für Yogamatten aus Naturmaterialien. Oder doch nicht? Darüber schreibe ich das nächste Mal....

Jürgen Laske
Geschäftsführer der Bausinger Yogamanufaktur

Mehr über Jürgen Laske und die Bausinger Yogamanufaktur im Interview.

Dieser Beitrag wurde geschrieben von: Jürgen Laske
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