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Die Kailash-Tour aus Sicht der Reiseleiterin

08.09.2009
Pilger_Gebetsmühlen

Für einen Tag bin ich gerade zu Hause um morgen, Montag den 31.8 weiter nach Taramandala zu fliegen.

Alle Teilnehmer der Kailash Reise, die Nepalis, Tibeter und ich sind gesund, dreckig, glücklich und müde wieder vom Hochplateau heruntergekommen. Wir haben alles gehabt: Hitze, Monsoon, Strüme, Hagel, Staub, wenig Luft, Wüste, Dschungel. Ewige Weite, Berge und Schluchten, Hunderudel, die das Camp bewachen, eine nepalische Küchenmanschaft, in deren Zelt es immer warm ist, einen zu dünnen Schlafsack, Sonnenbrand, Gletscherbrillen, staubige Abfahrten in die Canyons, Schnee am höchsten Punkt der Kailash Umrundung, gefrorenes Trinkwasser, bestes Essen. Pratab der Koch liebt es, Kuchen zu backen in jeder Höhe.

Schweizer Restauratoren reinigen umsichtig und gut die kostbaren Malereien in Tholing von Jahrhunderte altem Staub. China investiert Milliarden in den Ausbau der Infrastruktur des Westens, überall sorgen Bagger und LKWs für neue Straßen. Leider geht so ein Teil der Romantik verloren, weil der Asphalt nicht so recht in die Hochebene passt und es immer spannend war, ob der Jeep nun durch den Fluss kommt oder nicht, aber auf der anderen Seite ist es auch recht angenehm, wenn es nicht mehr so rumpelt und staubt. Wir hatten gute Jeeps, die nicht mehr alle 10 km kaputt gehen, freundliche tibetische Fahrer, die bei der Fahrt die Anrufung an die 21 Taras murmeln, immer besser werdende Pisten, so dass die Fahrten nur noch halb so lange dauern.

Ein erfahrenes eingespieltes Team, dem man nichts mehr vormachen kann (einschließlich mir), eine Gruppe von 9 Teilnehmern, ca. halb Männer, halb Frauen in jedem Alter, die sich gut verstanden hat. Eine Ärztin war dabei (da bin ich immer froh). Im Kailash Basislager Darchen hat das Schweizer Projekt “Kailash Klinik” ein neues Guesthouse gebaut, das sehr sauber und angenehm war. Auf dem Pass selbst hat es das erste Mal nicht gestürmt und gehagelt, sondern man konnte mühelos verweilen, so das ich alle mitgenommenen Briefe, Wunsch-, Bitt-, und Dankes Zeilen direkt an dem großen Fels, von dem man sagt, dass dort die Tara wohnt, ablegen konnte.

Räucherstäbchen lassen sich nicht anzünden – zu hoch (5.800 m). Die steile Abfahrt von Tibet nach Nepal ist mittlerweile fast durchgehend asphaltiert und nur ein Erdrutsch hat ein Gefühl von Abenteuer gegeben. Katmandu wird immer voller, der Verkehrsstau ist fast den ganzen Tag, die Luftverschmutzung entsprechend. Der Herbst ist die Zeit der Feste in Nepal und die Frauen gehen rot gekleidet in die Tempel, um Opfergaben darzubringen. Überhaupt ist Nepal das Land mit den meisten Festtagen, die häufig morgens von der ersten Mahlzeit gefeiert werden, so sind die Tempel oft schon morgens um 4 Uhr voller Menschen. Die politischen Verhältnisse sind in Nepal immer noch ungeklärt, aber die dramatischen Zeiten des akuten Maoisten Krieges sind vorbei und die Menschen atmen spürbar auf. Alles in allem eine gesegnete Reise ohne besondere Vorfälle, außer dass wir zu Beginn der Reise in Nepalgunj, nahe der indischen Grenze, 4 Tage auf den Flug in die Berge warten mussten, weil alles wolkenverhangen war. Aber damit muss man in der Monsoonzeit rechnen. Ich grüße euch von Herzen, möget Ihr glücklich sein, wie auch immer Ihr das anstellt. Eure Minka

Dieser Beitrag wurde geschrieben von: Hauschild, Minka
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