14.10.2019Teilen

Vinyasa-Yoga auf Sardinien: Kraft und Leichtigkeit erfahren

Nach einem kurzen Flug, Landung in Olbia. Strahlendes Licht und eine Wand aus blühendem Oleander, wie ich ihn noch nie gesehen habe, sowie die ersten Teilnehmerinnen liessen den ersten Tag beginnen. Nach einem leckeren Café stand schon der Fahrer unseres Hotelshuttles bereit. Die zweistündige Fahrt ermöglichte uns, erste Eindrücke der Insel zu bekommen. Riesige, blühende Oleanderbüsche, sowie Olivenhaine, Boucanvilleranken, Weinhänge, kleine Dörfer und das Meer rauschten an uns vorbei. Die Einfahrt im Hotel Galanias wirkte wie die Ankunft in eine Oase, weitläufig, grün, voller Blütenpracht, hohe Palmen und schönste sardische Architektur, die völlig unauffällig in die Landschaft eingebettet ist. Am Pool wurden wir herzlich mit einem Willkommensdrink begrüsst. Die gesamte Anlage ist liebevoll gepflegt, der runde, freistehende Yogaraum mit Meerblick ganz wundervoll. In kleinen, niedlichen Häusern sind die schönen Zimmer ganz im sardischen Stil untergebracht - sehr einladend.

Der Blick aufs Meer, den man von hier oben bis zum Horizont hat, lässt die Entfernung zum Meer weiter erscheinen als sie wirklich ist. Es sind acht Minuten, wie wir gleich bei der ersten Erkundung verwundert feststellten. Der Strand ist aus grobem Sand, das Meer glasklar und von einer unglaublichen Farbe. Hinter dem Meer ein Kiefernwäldchen und zum Glück keine Hotelfront - sehr ursprünglich. Mehrere Standbars versorgen mit Getränken und kleinen Snacks. Im Hotel gibt es Sonnenschirme, so dass es sich am Strand gut aushalten lässt. Beim Abendessen war draußen eine große Tafel gedeckt, wo sich die ganze Gruppe, die letzten zwei zum Nachtisch, versammelten. Die beiden haben aber trotzdem noch das ganze Menü serviert bekommen. Das Essen hier ist fantastisch: Vorspeisenbuffet, anschliessend zwei servierte Gänge, wahlweise vegetarisch und vegan, und ein Dessert. Der perfekte Ort für unsere gemeinsame Woche.

Genießen Sie einen traumhaften Blick aus der Yogahalle im Hotel Galanìas

Die Yogaeinheiten vor dem Frühstück und vor dem Abendessen führten uns immer mehr zur Kraft und zu uns selbst. Wir übten kraftvolle, fliessende Sequenzen, übten Pranayamas (Atemübungen), verschiedene Meditationen und ergänzten alles mit Entspannung. An den Morgenden trafen wir uns zu einem gemeinsam Gang zum Meer, um dort zu meditieren und zum Praktizieren des vedischen Sonnengrußes. Anschliessend setzten wir die Yogapraxis in unserem Yogaraum fort. Die vielen Blüten, das Meer und das Essen ließen unsere Wahrnehmung immer feiner werden. Die Weite des Meeres, die Schönheit der Insel, der Blick nach innen liessen uns immer entspannter aussehen und die Leichtigkeit bewusster erleben. Das Rauschen des Meeres, das Rascheln der Bäume sowie das Bimmeln der Glöckchen der Schafherden, die hier unterwegs sind, liessen uns immer mehr im Hier und Jetzt sein. Die Ruhe der Meditation schärften das Hören unserer inneren Stimme.

Da Yoga die Wahrnehmung und die Sinne verfeinert, vom Groben ins Feine führt, kamen wir von Tag zu Tag mehr hier und mehr bei uns selbst an. Die Stimmung war heiter und entspannt, geprägt von Leichtigkeit und Genuss. Viele Eindrücke bekamen wir bei einer Bootstour zu malerischen Steilküsten und kleinen Stränden, die nur vom Wasser zu erreichen waren. Möglich war auf diesem Wege auch ein Besuch in einer Tropfsteinhöhle. An Bord wurde uns ein leckeres Lunch serviert, die Meerestiere fangfrisch, aber auch die Vegetarier bekamen frisch zubereitetes Essen. Es wurde so liebevoll für uns gesorgt, mit zwei Gängen, Dessert und einem der leckersten Espresso. Alte Traditionen Sardiniens lernten wir an einem sardischen Abend im Hotel kennen. Es gab traditionell sardische Küche und was uns ganz besonders faszinierte, waren die alten sardischen Gesänge, die von vier Männern, ganz meditativ und in unglaublicher Art und Weise präsentiert wurden. Zwei, in traditionell gekleideten Trachten, Mädchen führten uns in die sardische Tanzkunst ein. Selbst ganz junge Männer und Mädchen führen voller Begeisterung diese Tradition fort, die zum Unesco Welterbe zählt.

Alles in allem ist dieser Ort ganz fantastisch zum Geniessen, zum Yoga praktizieren und zum Auftanken und Regenerieren.

Bis zum nächstem Mal

Cornelia

Reisetipp: Die nächste Reise mit Cornelia Köster findet in das Naturhotel Baltrum vom 28.06.2020-05.07.2020 statt.

 

Dieser Beitrag wurde geschrieben von:

NEUE WEGE Yogalehrerin Cornelia Köster